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"Der verbotene Blick auf die Nacktheit"

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Zwei Monteure zeichnen im Museum Kunst Palast in Düsseldorf die Stelle an der Wand ein, an der das Gemälde "Das Bad der Diana mit Aktaeon und Kallisto" von Rembrandt aufgehängt werden soll.
Zwei Monteure zeichnen im Museum Kunst Palast in Düsseldorf die Stelle an der Wand ein, an der das Gemälde "Das Bad der Diana mit Aktaeon und Kallisto" von Rembrandt aufgehängt werden soll. © dpa

Die ausgestellten Objekte beziehen sich auf den von Ovid überlieferten Mythos von Diana und Actaeon. Glanzpunkt der Ausstellung ist das Gemälde Dianas von Rembrandt.

Düsseldorf . Unter dem Motto "Der verbotene Blick auf die Nacktheit" sind ab dem 25. Oktober in Düsseldorfer Museum kunst Palast über 300 Werke von mehr als 200 Künstlern zu sehen.

Nach Museumsangaben beziehen sich die bis zum 15. Februar 2009 ausgestellten Objekte explizit auf den von Ovid überlieferten Mythos von Diana und Actaeon. Bei den Werken handele es sich um Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Grafiken, Fotografien und Videos aus nationalem und internationalem Museums- und Privatbesitz.

Eines der Hauptwerke der Ausstellung ist den Angaben zufolge das Gemälde "Diana mit Aktäon und Kallisto" (1634) von Rembrandt, das am Dienstag für die Ausstellung ausgepackt wurde. Bei dem Werk handele es sich um eine Leihgabe des Fürsten zu Salm-Salm.

Mit Blick auf den mythologischen Ursprung erotischer Kunst ziehe die Ausstellung einen weiten Kreis und führe bis zur Kunst der Gegenwart in das komplexe Gebiet des verbotenen Blicks, hieß es. Über die Epochen hinweg werde der Wandel des keuschen weiblichen Aktes zu Darstellungen gezeigt, die mit der Nacktheit und der Sinnlichkeit kokettieren bis hin zu den Spielräumen erotischer und pornografischer Kunst.

Neben Werken aus der Antike und der älteren Kunstgeschichte wie etwa von Artemesia Gentileschi, Peter Paul Rubens und Paolo Veronese präsentiert die Ausstellung den Angaben zufolge Werke unter anderem von Pierre Bonnard, Lovis Corinth oder Marcel Duchamp sowie im Bereich der zeitgenössischen Kunst Positionen unter anderem von Nobuyoshi Araki, Balthasar Burkhard, Judy Chicago und Marlene Dumas.

Das Museum Kunst Palast" ist dienstags bis sonntags von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet acht Euro, ermäßigt sechs Euro. (ddp)

www.museum-kunst-palast.de

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