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So hält man die Partnerin, an die man gewöhnt ist: Frank und Henriette in „Um die 50“.
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So hält man die Partnerin, an die man gewöhnt ist: Frank und Henriette in „Um die 50“.

„Um die 50“ im ZDF

ZDF-Montagsfilm „Um die 50“: Er hat seinen Zahnarzt eingeladen

  • Sylvia Staude
    VonSylvia Staude
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„Um die 50“ ist das Leben ein bisschen langweilig geworden im ZDF-Montagsfilm.

Als im Jahr 1995 die Miniserie „Um die 30“ lief, waren die Akteure tatsächlich ungefähr um die 30 – so können sie jetzt, 26 Jahre später, eigentlich nur „Um die 50“ sein, wenn man 60 als das neue 50 betrachtet. Doch trotz dieser kleinen Schummelei hat die Idee ihren Charme, die beim Wiedersehen mit „Um die 30“ (die Serie steht ab heute in der ZDFmediathek) so ungewohnt und darum verblüffend jung aussehenden Bruno Eyron, Catherine Flemming, Dominic Raacke, Susanne Schäfer, Jürgen Tarrach und Natalia Wörner noch einmal für eine Filmlänge zusammenzurufen, um zu zeigen, was aus ihnen und ihren Lebensträumen geworden ist.

Raacke und Ralf Huettner haben erneut das Drehbuch geschrieben, Huettner Regie geführt. Damit sich die ehemalige Clique wieder trifft, muss Carolas (Susanne Schäfer) 50. Geburtstag herhalten. So kommt es einem auch gleich verflixt bekannt vor wie alle hin und her wuseln und das Geburtstagskind doch eher gestresst ist. Carola ist entsetzt, dass Carlo (Jürgen Tarrach) sogar seinen Zahnarzt eingeladen hat. Der sei ein wichtiger Kunde, sagt Carlo, dessen Weinhandel nicht eben großartig zu laufen scheint. Denn als der Vermieter kommt, bleibt er lieber gleich unterm zusammengebrochenen Zelt liegen und versteckt sich.

Huettner und Raacke machen eine solche Szene nicht zum Klamauk. Wie überhaupt vieles zwar so erzählt wird, dass es auch ohne „Um die 30“ zu verstehen ist, aber dennoch fast beiläufig erzählt wird. Der smarte Olaf (Bruno Eyron) hat mittlerweile eine demente Mutter, die ihm endlich das Haus überschreiben soll, und eine weit jüngere Freundin, die ihm nicht wirklich eine Hilfe ist bei seinen Problemen. Er sitzt und heult und tut einem fast leid. Sabrina (Catherine Flemming) hat ein wenig Seelenruhe bei einer Lebensgefährtin gefunden, Jule Böwe spielt Ellen als Pragmatikerin mit Fingerspitzengefühl.

Bleiben Autoverkäufer Frank (Raacke) und die aus Paris anreisende Tina (Natalia Wörner) – aber Frank ist inzwischen mit Henriette (Henny Reents) zusammen. Zwischen ersteren knistert es immer noch, mit Henriette scheint es ein bisschen langweilig geworden zu sein. Und dann ist da auch noch ihr Teenagersohn, mit dem Stiefpapa Frank sich noch zusammenraufen muss.

Das kommt schon alles ganz gut hin: das sehnsüchtige Zurückschauen und sich dann doch in die Situation fügen; der Ausbruchsversuch (das Fremdgehen), der als Affäre verpufft; die Geldsorgen und damit das Gefühl, dass man irgendwo falsch abgebogen ist, vielleicht ja damals mit um die 30. Überhaupt ist das Leben ziemlich vorhersehbar und damit auch ein wenig langweilig geworden. Möchte man darüber noch eine Serie sehen? Oder sind 90 Minuten dafür nicht genau das richtige Maß?

„Um die 50“, ZDF, 20.15 Uhr.

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