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Zahn um Zahn

Sein Name ist Horst

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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Von der frühen Erinnerung bis zum schönsten Auto.

Die frühe Erinnerung Herbst 1985 in Frankfurt. Sechste Klasse. In Latein geht es um die U-Deklination: portus, portus, portui... Ich bin schwer genervt. Doch am 10. Oktober darf ich meinen ersten „Tatort“ schauen. Und was für einen: „Zahn um Zahn“ mit Horst Schimanski. Da ist also dieser Bulle aus Duisburg, der von der U-Deklination rein gar nichts versteht und bei seinen Ermittlungen in Marseille zu einem Portier so etwas sagt wie „Allemand, allemand... ich heiße nicht Almand, sondern Horst.“ Und dazu die Musik von Klaus Lage. „Faust auf Faust“, ein Lied wie geschrieben für die Vor-Pubertät in Frankfurt-Sachsenhausen: „Fang nur jetzt bloß nicht an zu weinen, du spielst doch sonst so’n harten Mann... für wen hast du in dieser Nacht als Held die Fresse vollgekriegt?“ Ich habe „Zahn um Zahn“ nie wieder gesehen. Die Angst, ich könnte den Film heute richtig übel finden, ist zu groß.

Die Erkenntnis fürs Leben Ein Tatort aus „Frankfurt“ ist nur echt mit 14 Kameraschwenks über die Skyline. Zumindest wenn Conny Mey und Frank Steier ermitteln.

Die Lieblingshilfskraft Hänschen in den Schimanski-Tatorts. Der Holländer lebte EU, lange bevor jemand an Euro-Krise, Brexit und Haushaltsstreitigkeiten mit ungarischen Populisten dachte.

Die schlechteste Folge aller Zeiten Die ersten Fälle von Murot. Ein Polizist redet mit seinem Gehirntumor, landet in einem Edgar-Wallace-Film – und in seinem Kopf tanzen die Kessler-Zwillinge. Kafkaeskes Kino sonntags um 20.15 Uhr nervt – auch wenn das eine Minderheitenmeinung ist.

Das schönste Auto Das Taxi von Thiels „Vadder“ im Tatort aus Münster. Ein Mann fährt der Altersarmut davon.

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