Papa und Film-Autor Paul Sebastian Moreau hat das erste halbe Jahr im Leben von Baby Frederick dokumentiert.
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Papa und Film-Autor Paul Sebastian Moreau hat das erste halbe Jahr im Leben von Baby Frederick dokumentiert.

TV-Kritik "Betrifft: Papazeit"

Wonnemonate

  • Daland Segler
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Als ob das erste Kind nicht genug Aufregung für ein junges Paar mit sich brächte, entschließt sich ein Vater, die ersten Monate mit seinem Neugeborenen auch noch filmisch zu dokumentieren. Eine Dokusoap über die Wonnemonate. Von Daland Segler

Da hat sich Sebastian Paul Moreau aber was vorgenommen: Die ersten Monate mit seinem Neugeborenen filmisch zu dokumentieren. Als ob so ein erstes Kind nicht genug Aufregung und Veränderung mit sich brächte für ein junges Paar. Aber das hat der Papa in "Betrifft: Papazeit", ausgestrahlt im SWR, dann auch gemerkt.

Und sich darauf beschränkt, möglichst oft und lange das Gesicht seines kleinen Frederik abzulichten. Das sieht man gerne. Zwischendrin filmt Moreau sich und seine Frau immer mal wieder im nächtlichen Zwiegespräch über die neuen Erfahrungen der beiden. Und das bleibt bei all den schönen Bildern vom harmonischen Kleinfamilienleben dann doch das Manko des Films.

Die Anstrengung, die diese denkbar radikale Umstellung des Lebens mit sich bringt, wird nur verbal vermittelt. Wir erfahren von der jungen Mutter, dass sie während der Zeit ihrer Zulassungsarbeit vielleicht zu wenig Zeit hatte für ihr Baby. Zu sehen ist das nicht. Aber das lässt sich vielleicht auch nicht so gut filmen, und sowieso überwiegt bei solch soliden Verhältnissen eher das Glück über den herzigen Säugling.

Zudem gelten nach Auffassung von Kinderpsychologen die Monate drei bis sechs als "Wonnemonate". Danach wird es - erste Zähne, erste Erkältungen - nicht einfacher. Aber es ist Moreau immerhin gelungen, etwas vom Glück der Elternschaft zu vermitteln, und schließlich ist - auch wenn es in unseren Breiten immer weniger zu glauben scheinen - so ein Kind das Beste, was dem Menschen passieren kann.

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