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„Heimat gesucht! Israelis in Berlin“
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Dory Manor und Moshe Sakal auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee in Berlin.

TV-Tipp

Wohlfühlort deutsche Hauptstadt? - „Israelis in Berlin“

Wie geht es Menschen aus Israel, die ihr Glück in der Fremde suchen - etwa in Berlin? Für die ARD-Doku „Heimat gesucht! Israelis in Berlin“ berichten einige von ihnen aus ihrem Alltag, darunter das Männerpaar Dory und Moshe.

[Berlin - ]Was brauchen Juden in der Diaspora, um sich heimisch zu fühlen? Was bedeutet Heimat für Sie? In Berlin leben etwa 10 000 Juden. Für die Dokumentation „Heimat gesucht! Israelis in Berlin“ hat Filmemacher Ole Wessels eine junge Familie, ein Künstlerpaar sowie eine Fremdenführerin und deren erwachsenen Sohn getroffen.

Die Frage der Identität begleitet sie alle. Und Berlin scheint für sie als weltoffene Metropole ein guter Ort zu sein - vielleicht auch nur vorübergehend. Migration, das Weiterziehen, gehört für sie und ihre Vorfahren dazu. „Heimat gesucht! Israelis in Berlin“ ist eine 30-minütige Produktion des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und am Sonntag (12.9.) um 17.30 Uhr im Ersten zu sehen.

Shahar und ihr Mann Noam leben seit zehn Jahren in Berlin, hier kam ihre Tochter zur Welt. Die beiden haben ein kleines Mode-Label gegründet. Ihre Eltern stammten schon aus Migrantenfamilien und seien aus Argentinien nach Israel gekommen. Sie selbst lebt nun in Deutschland. „Vielleicht fühlst du Dich an verschiedenen Orten wohl, aber Du gehörst nie ganz dazu“, sagt sie. An Berlin schätzt sie die Nachbarschaft und das Gefühl von Sicherheit. Ihre Verwandten seien aber nicht da, und die Familie sei eben auch Heimat. Das vermisst Shahar. Ob sie für immer in Berlin bleiben will, weiß sie noch nicht.

Stadtführerin Nirit jedenfalls ist in Berlin hängen geblieben. Sie lebt seit 1987 in der deutschen Hauptstadt. Auch ihr geht es vor allem darum, sich an einem Ort wohlzufühlen. In Berlin ist das der Fall. Sie mag die Menschen in ihrem Kiez und hat sich beruflich etabliert. Ihr Sohn Joel ist dagegen gerade auf der Suche nach seiner Identität, wie er erzählt. Der Student jobbt nebenbei als Besucherbetreuer im Bundestag. Dort werde er immer wieder mit Fragen nach seiner Herkunft konfrontiert. Das beschäftigt ihn.

Auch die beiden Autoren Dory und Moshe sind viel herumgekommen. Sie lebten jahrelang in Paris, dann in Tel Aviv, nun in Berlin. Dort genießen sie es, einfach akzeptiert zu werden - als schwules Paar, als Künstler, als Juden. [dpa]

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