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Fernsehmoderator Ulrich Meyer.
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Fernsehmoderator Ulrich Meyer.

Akte 20.11

Wenn Verbraucher in die Falle tappen

Private Fotos von der Glühweinparty im Netz? "Passen Sie auf", warnt fürsorglich Ulrich Meyer. Das Verbrauchermagazin Akte 20.11 hat auch zur Adventszeit die passenden Ratschläge.

Von Klaudia Wick

Erinnern Sie sich noch an das Malheur von 1985? Als Helmut Kohl in seiner Neujahrsansprache an das deutsche Volk mit salbungsvollen Worten genau dasselbe sagte wie im Jahr zuvor? Von Freiheit und Menschenrechten sprach er, von den Fortschritten in den Europaverhandlungen und den notwendigen Schritten im Umweltschutz. „Dankbar blicken wir heute auf ein Jahr zurück“, meinte der Kanzler, „in dem wir die wirtschaftliche und moralische Kraft unseres Volkes weiter stärken konnten.“ Und stimmte das nicht auch? War nicht irgendwie doch ein Jahr wie das andere?

Zeitlose Themen

Natürlich gibt es so etwas wie zeitlose Themen, wenn es jemand das weiß, dann die „Akte 2011“, die zwar das Verrinnen der Zeit in ihrem Titel ausdrücklich ausweist – gegründet wurde das Magazin unter der Überschrift „Akte 95“ – in der Setzung ihrer Themen aber eine Beständigkeit beweist, die ihres gleichen sucht. Denn die Akte bleibt dran, sie folgt den Verbrauchern wohin auch immer, und wenn die immer das Gleiche falsch machen, dann ist Ulrich Meyer immer gleich freundlich zur Stelle. Das macht seine Sendung so erfolgreich.

Und so buchen die Verbraucher Urlaubsflüge und werden dabei unschuldig von Stornogebühren erdrückt oder laden sich Smartphone-Apps aus dem Netz und tappen in eine Abofalle. Weil das jeden Tag in Deutschland hundertfach vorkommt, kann man dazu jede Woche eine Akte anlegen. Kann dann eine Anwältin mit Fachgebiet Reiserecht befragen oder die Kripo Köln interviewen, die nun den App-Abzockern mit einer SoKo auf die Schliche kommen will.

Smartphones unterm Weihnachtsbaum

Zu aktuellen Fällen werden die Dauerbrenner des Verbrauchermagazins streng genommen nur durch Meyers Anmoderationen, in denen er ausdrücklich von neuen Smartphones unter dem Weihnachtsbaum spricht oder an die lang ersehnten Winterferien erinnert. Wo diese Verbindung sich nicht so leicht herstellen lässt – Crystal Meth auf dem Gabentisch? – ist eben etwas auf dem Vormarsch.

Dass die schlimmste Droge aller Zeiten sich auf einem Campingkocher aus Hustensaft herstellen lässt, wissen Fans der US-Serie „Breaking Bad“ schon ein paar Jahre. Aber ist es deshalb falsch, noch einmal (ganz aktuell!) vor dieser schlimmsten Droge aller Zeiten zu warnen? Eher nicht. Auch ist es nie falsch, darin zu erinnern, wie wenig das Social Network Facebook die Privatsphäre seiner User schützt. Zu den wichtigsten Regeln, die der Akte-Beitrag „Die wichtigsten Facebook-Fallen“ für uns zusammengestellt hat, gehören so wahre Einsichten wie „Vorsicht bei Partyfotos im Netz“ oder „Der Chef liest mit“.

"Passen Sie auf!"

„Passen Sie auf, welches Glühweinfoto Sie in diesem Advent hochladen wollen“, rät Ulrich Meyer noch fürsorglich, und es ließe sich leicht vorstellen, wie er im Sommer sagte: „Passen Sie auf, welches Beachfoto Sie in Ihrem nächsten Sommerurlaub hochladen wollen“ oder im Frühjahr: „Passen Sie auf, welches Karnevevalsfoto Sie in diesen tollen Tagen hochladen wollen.“ Oder im Herbst: „Passen Sie auf, welches Bierzeltfoto Sie an diesem Oktoberfest hochladen wollen.“  Überhaupt! Passen Sie auf sich auf und kochen Sie kein Crystal Meth. Nicht dieses, nicht letztes und nächstes Jahr auch nicht.

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