Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

"Glamourqueen": Jurorin Alessandra Pocher.
+
"Glamourqueen": Jurorin Alessandra Pocher.

TV-Kritik „My Name Is“ (RTL 2)

Wenn Friseur Kai die Tina Turner macht

Während Casting-Shows wie “Deutschland sucht den Superstar? immer so tun, als suchten sie echte Künstler, pfeift “My Name Is? auf diese Masche: Hier gibt’s zu den Coverversionen von Amy Winehouse & Co. noch eine drollige Maskerade dazu.

Von Torsten Wahl

Als „Nena“ auf die Bühne kam, spielte die Jury die „Blind Auditions“ von „The Voice Of Germany“ nach und drehte ihre Sessel nach hinten. Hier imitierte also nicht nur eine 33-Jährige Brandenburgische Verwaltungsangestellte ihren Star – die gesamte Show imitierte den Casting-Show-Zirkus.

Das ging bis zur Parodie. Auf den ersten Blick wirkte „My Name Is“ zwar recht schäbig: Der Raum, in dem die Kandidaten vor die Jury traten, hatte den Charme einer vollgestellten Turnhalle. Da half es auch nicht, Jurorin Alessandra Pocher als „Glamourqueen“ vorzustellen. Was aber einige Kandidaten so auf der Bühne zeigten, das war oft origineller als das, was es bei „DSDS“ so zu hören und zu sehen gibt. Denn während Dieter Bohlen und Co immer so tun, als würden sie nach echten Künstlern suchen, obwohl nur immergleiche Typen sich an immergleiche Songs versuchen ohne viel Eigenes einzubringen, wirkt die Imitatoren-Show im Schwesterkanal konsequenter und bietet noch witzige Maskeraden dazu.

Friseur Kai als Tina Turner

Wie es die 14-Jährige Viviane von ihrer Mutter, einer Friseurin, zu Amy Winehouse gestylt wurde, war ebenso drollig wie der Auftritt von Friseur Kai als Tina Turner. Natürlich lieferte auch diese Show, wie bei RTL 2 nicht anders zu erwarten, auch einige Attacken auf den guten Geschmack. So wurde ein fernsehgeile Bremer Seniorin wieder vor die Kameras gelassen, die schon andere Casting-Shows heimgesucht hatte und diesmal die RTL 2-Figur Carmen Geissen parodierte: Sie krächzte statt von „Jet Set“ immer von „Jetze“. Eine Parodie einer Parodie war der Auftritt eines jungen Friseurs, der einen „Checker“ aus Bohlens „Superstar“-Casting nachahmen wollte. Doch der Modus von „My Name Is“ sorgt sogar für mehr Abwechslung als bei „DSDS“.

Denn RTL 2 setzt hier nicht auf wochenlange Dauerduelle, sondern kürt in jeder Folge gleich die Sieger für die K.O.-Runde. Überflüssig allerdings, dass auch diese Show nicht darauf verzichten kann, das Überbringen dieser Nachricht noch mal extra vorzuführen – hier wirkte „My Name Is“ wirklich wie ein billiges Imitat.  

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare