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Anke Engelke bei der Eröffnung der diesjährigen Berlinale.
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Anke Engelke bei der Eröffnung der diesjährigen Berlinale.

Portrait

Die Vielseitige

  • Harry Nutt
    VonHarry Nutt
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Anke Engelke lässt sich nicht auf Rollen festlegen. Zum zehnten Mal moderiert die Vielseitige die Abschluss-Gala der Berlinale.

Ihr petrolfarbenes Abendkleid, in dem Anke Engelke vor gut einer Woche die Berlinale eröffnete, schien auch eine Art Statement zu der erbittert geführten Debatte um sexuelle Belästigung in der Filmbranche zu sein, die zuletzt auch vor dem Bedürfnis, sich weiblich-elegant zu kleiden nicht Halt machte. Schwarzer Teppich, schwarzer Rollkragenpulli – Schauspielerinnen, so die programmatische Aufforderung, sollten mehr zu bieten haben als Bein und Dekolleté. Als Anke Engelke dann aber ihr Kleid mädchenhaft anhob, um flink durch die Reihen von einem Premierengast zum anderen für ein schnelles Interview zu hüpfen, wirkte das wiederum wie ein Dementi ihrer feinen Garderobe. 

Rollenfestlegungen sind ohnehin nicht die Sache von Anke Engelke, die ihre Berlinale-Moderationen inzwischen zu einer eigenen Kunstform entwickelt hat. Heute Abend wird man das bei der Abschluss-Gala beobachten können, die sie bereits zum 10. Mal betreut. Hinter der sprunghaft-kauzigen Selbstironie verbirgt sich eine akribische Vorbereitung, ohne die sie beim Aufmarsch der Glamourösen gewiss bald verloren wäre. Anke Engelke verfügt über eine situative Intelligenz, mit der sie selbst durch Pannen und Verwechselungen souverän zu manövrieren weiß.

Gelernt ist gelernt, die 1965 in Montréal geborene Schauspielerin und Komikerin wuchs in ihrer Familie bei Köln dreisprachig auf, und die mangelnde Scheu, vor vielen Menschen dies und das zu sagen, brachte ihr früh bei RTL und später auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, Engagements als Kindermoderatorin ein. Zum Star mit hohem Wiedererkennungswert wurde sie dann in den 80er Jahren durch die Sat.1-Sketchsendung „Die Wochenshow“, aus der die legendäre Sendungsansage „Danke, Anke“ als geflügeltes Wort hervorging. Unvergessen auch ihre Parodie auf die junge Sängerin Ricky aus dem Pop-Trio Tic Tac Toe sowie das Volksmusik-Duo Wolfgang und Anneliese, das sie gemeinsam mit Bastian Pastewka bildete. „Anke hat Zeit“ hieß ein Night-Talk-Format, das leider nicht lange lief. Gut, dass sie für die Berlinale Zeit hatte.

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