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"Victoria" gewinnt sechs Lolas

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Wenn die Hände nicht mehr ausreichen: Der Film "Victoria" räumte mehrere Lolas ab. Hier hat Victoria-Schauspieler Frederick Lau seinen Preis auf dem Boden abgestellt.
Wenn die Hände nicht mehr ausreichen: Der Film "Victoria" räumte mehrere Lolas ab. Hier hat Victoria-Schauspieler Frederick Lau seinen Preis auf dem Boden abgestellt. © dpa

Vor der Verleihung des 65. Deutschen Filmpreises gab es mehrere Favoriten. Doch nur ein Film räumt richtig groß ab: Der in Echtzeit gedrehte Thriller "Victoria" gewinnt sechs Lolas - unter anderem als bester Film, sowie in den Kategorien Regie sowie und beste Schauspieler/in.

Der Echtzeit-Thriller "Victoria" ist der große Gewinner des diesjährigen Deutschen Filmpreises. Bei der Verleihung am späten Freitagabend im Berliner Palais am Funkturm erhielt der ohne einen einzigen Schnitt in Berlin gedrehte Film von Regisseur Sebastian Schipper insgesamt sechs Lolas, wie die deutsche Filmakademie bekanntgab - darunter die Auszeichnungen als bester Spielfilm, für die beste Regie sowie die beste männliche und weibliche Hauptrolle.

"Victoria" (hier geht´s zur FR-Kritik des Films) war mit sieben Nominierungen bereits im Vorfeld ein großer Favorit bei dem wichtigsten deutschen Preis der Filmschaffenden. Enttäuschung herrschte dagegen bei den Machern des Historien-Dramas "Elser - Er hätte die Welt verändert". Der ebenfalls für sieben Lolas nominierte Film über den Hitler-Attentäter Georg Elser ging leer aus.

Die Preisträger

Bester Film: "Victoria" von Sebastian Schipper.

Beste Regie: Sebastian Schipper für den Thriller "Victoria".

Beste Schauspielerin: Die Spanierin Laia Costa für ihre Rolle in "Victoria".

Bester Schauspieler: Frederick Lau für seine Rolle in "Victoria"

Beste Filmmusik: Nils Frahm für "Victoria"

Beste Kamera: Sturla Brandth Grovlen für "Victoria"

Besucherstärkster Film des Jahres: "Honig im Kopf" von Til Schweiger.

Beste Nebendarstellerin: Nina Kunzendorf für ihre Rolle in Christian Petzolds Holocaust-Drama «Phoenix»

Bester Nebendarsteller: Der Schweizer Schauspieler Joel Basman für seine Rolle in «Wir sind jung. Wir sind stark.» von Burhan Qurbani.

Bester Kinderfilm: Die Komödie «Rico, Oskar und die Tieferschatten» von Neele Leana Vollmar.

Beste Dokumentation: Laura Poitras' Film «Citizenfour» über den amerikanischen Whistleblower Edward Snowden.

Bestes Drehbuch: Stefan Weigl für den Film "Zeit der Kannibalen".

Beste Tongestaltung: Ansgar Frerich (l) für den Film "Who Am I - Kein System ist sicher"

Ehren-Lola: Die Kostümbildnerin Barbara Baum, die Schauspieler in Filmen wie «Die Ehe der Maria Braun» und «Aimée und Jaguar» einkleidete, ist mit der Ehren-Lola ausgezeichnet worden. Die 71-Jährige sorgte vor allem mit ihren Kostümen für die Filme von Rainer Werner Fassbinder für Aufsehen, mit dem sie zehn Jahre lang zusammenarbeitete.

Der Deutsche Filmpreis ist mit insgesamt drei Millionen Euro dotiert, alleine die Nominierungen brachten den sechs besten Spielfilmen jeweils 250.000 Euro. Bereits im Vorfeld der von Jan Josef Liefers vor über 1800 Gästen moderierten Gala im Berliner Palais am Funkturm stand fest, dass zum ersten Mal in diesem Jahr auch der Regisseur und Schauspieler Til Schweiger eine Lola für seinen Kino-Erfolg "Honig im Kopf" über einen an Alzheimer erkrankten Großvater (Dieter Hallervorden) bekommt. Die Auszeichnung ist für den besucherstärksten Film des Jahres. Dieser Preis ist undotiert. Trotz zahlreicher Kassenerfolge wurde Schweiger von der Deutschen Filmakademie in der Vergangenheit ignoriert, "Honig im Kopf" hatte er erst gar nicht für den Wettbewerb angemeldet. (afp/dpa/zys)

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