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Fox-News-Moderator Tucker Carlson bei einer Podiumsdiskussion im März 2019 in Washington D.C.
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Fox-News-Moderator Tucker Carlson bei einer Podiumsdiskussion im März 2019 in Washington D.C.

Trump-Unterstützer Tucker Carlson

Kein „Entwicklungsland“: Fox-News-Star fühlt sich von NSA ausspioniert

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Fox-News-Star Tucker Carlson hat in seiner Sendung dem Geheimdienst NSA der Spionage beschuldigt. Ziel sei es die Ausstrahlung von Carlsons Sendung zu verhindern.

New York – Der amerikanische Moderator Tucker Carlson hat am Montag (28.06.2021) in seiner Sendung im US-Sender Fox-News berichtet, dass ein Whistleblower der amerikanischen Geheimdienst-Organisation NSA ihn darüber unterrichtet hätte, dass die US-Regierung ihn mutmaßlich ausspioniert. Das berichtete etwa das US-Nachrichtenportal The Daily Beast. Carlson betonte, dass er einer solch „schockierenden“ Anschuldigung im Normalfall skeptisch gegenüberstünde – die USA seien schließlich kein „Entwicklungsland“. In diesem Fall sei sich der Moderator jedoch sicher gewesen, dass die demokratische Regierung unter US-Präsident Joe Biden ihn tatäschlich ausspioniere.

Zur Begründung sagte der vor allem bei ultrarechten Republikanern beliebte Nachrichten-Moderator von dem einstigen Lieblingssender von Ex-Präsident Donald Trump: „Der Whistleblower, der in einer entsprechenden Position bei der NSA arbeitet, hat uns Informationen zukommen lassen, die nur direkt aus meinen SMS-Nachrichten und E-Mails stammen können. Es gibt keine mögliche andere Quelle. Punkt. Das haben sie aus politischen Gründen getan. Die Biden-Regierung spioniert uns aus. Das wissen wir nun sicher.“ Daraufhin, berichtet Carlson, habe er eine offizielle Anfrage, den so genannten Freedom of Information Act, gestellt, um herauszufinden, welche Informationen die US-Regierung über ihn und seine Sendung gesammelt habe.

NSA reagiert auf Anschuldigung von Tucker Carlson und erklärt auf Twitter ihre Funktion

Der Geheimdienst NSA, der nur äußerst selten auf Vorwürfe dieser Art reagiert, twitterte am Dienstag ein Statement, das auf Carlsons Anschuldigungen Bezug nimmt und stellt klar: „Die NSA ist ein Auslandsgeheimdienst. Als solcher gehen wir Hinweisen nach ausländischen Aktivitäten nach, die die USA bedrohen könnten“, erklärte die Behörde auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. „Die NSA hat ohne das Vorliegen eines richterlichen Beschlusses nicht das Recht einen US-Bürger abzuhören“, stellte der Dienst außerdem klar und betonte, dass Carlson zu keinem Zeitpunkt ein Ziel der NSA-Ermittler gewesen sei.

Beruhigen konnte diese Erklärung den Fox-News-Moderator, der die Erklärung als „einen ganzen Absatz Lügen“ bezeichnet, jedoch nicht: „In unserer gestrigen Show haben wir eine ganz klare Aussage getroffen. Die NSA hat ohne meine Erlaubnis meine privaten E-Mails gelesen. Punkt.“ Das sagte Carlson in seiner Sendung am Dienstag und erklärte weiter: „Das war unsere Aussage. Und die Stellungnahme der NSA streitet das nicht ab. Es heißt darin: ‚Tucker Carlson war nie Ziel der NSA-Ermittler‘. Das ist schön und gut, aber die Frage bleibt: Hat die Biden-Regierung meine persönlichen E-Mails gelesen?“

Erfolgreiche Meinungsshow: Tucker Carlson setzt auf Stereotype und unglaubliche Theorien

Die Show „Tucker Carlson Tonight“ gilt in der amerikanischen Medienlandschaft als erfolgreichste politische Meinungsshow des Landes. Darin verbreitet Carlson regelmäßig rassistische und antisemitische Stereotype, gab immer wieder polarisierenden Charakteren wie dem ehemaligen Trump-Anwalt Rudy Giuliani eine Plattform und erklärt seit Wochen wiederholt eine Theorie, nach der der Angriff auf das Kapitol am 06. Januar 2021 in Wahrheit von der amerikanischen Sicherheitsbehörde FBI orchestriert worden wäre. (ska)

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