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Rebecca Bunch (Rachel Bloom) bleibt auch gerne zu Hause: „Crazy Ex-Girlfriend“ läuft auf Netflix.

„Nächste Folge“ - Corona-Edition

Bleibt zu Hause - es gibt genug zum Schauen

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Die Coronakrisen-Edition unserer Streaming-Kolumne: Einfach mal zu Hause bleiben – und Serien schauen. Wir haben Tipps und fangen mit Lustigem an.

Ich sage es ganz ehrlich. Eine Sache, die so viele Menschen in der Coronakrise als höchst problematisch wahrnehmen, kann ich absolut nicht nachvollziehen: Die an Hysterie grenzende Angst vor der Beschäftigung zu Hause. Couch? Netflix? Was braucht es denn bitte mehr im Leben?

Aber okay, nicht alle finden sich im Streaming-Dschungel zurecht. Aber da kann diese Kolumne Abhilfe schaffen und wird in den nächsten Ausgaben Tipps für die besten Serien zur Heimbeschäftigung geben. Denn realistisch gesehen wird uns das Coroanvirus auch in den nächsten Wochen an unser Zuhause binden. Und ich kann versichern: Das Leben auf der heimischen Couch ist sehr angenehm und mit den richtigen Serien niemals langweilig. Tja, wer hätte gedacht, dass man mit mehr als zwanzig Jahren Erfahrung als Couchpotato nun zur Survivalexpertin avanciert?

Aber was nun schauen, in der Zeit zu Hause? Beginnen wollen wir heute mit Comedy-Serien, für lustige und leichte Unterhaltung während den beunruhigenden Corona-Zeiten.

Ein absolutes Muss ist hierbei „Arrested Developement“  (auf Netflix). Die Geschichte um die Familie Bluth ist eine der witzigsten Serien aus den 2000er Jahren. Die reiche Unternehmerfamilie ist unfähig, sich um die einfachsten Dinge zu kümmern. Aus diesem Grund übernimmt Sohn Michael als der einzig Verantwortungsbewusste die Geschäfte. Jeder Charakter der Serie ist zum Verlieben verschroben.

Eine erfolgreiche, aber unglückliche Frau von Mitte dreißig lässt ihr gesamtes Leben hinter sich, um zu ihrer Jugendliebe, mit dem sie als 16-Jährige eine Sommercamp-Romanze hatte, nach Kalifornien zu ziehen. Das klingt nach einer schnulzigen und klischeehaften Romanze? Weit gefehlt. „Crazy Ex-Girlfriend“  (auf Netflix) zeigt verdrehte Liebe auf eine feministische Art und sie beschäftigt sich als Bonus auch noch sehr gelungen mit psychischen Krankheiten.

Ein wahrer Klassiker darf hier natürlich nicht fehlen: „Malcolm mittendrin“  (auf Amazon Prime). Ein junger Bryan Cranston, der Jahre später als Meth-kochender Walter White in die TV-Geschichte eingehen wird, als verzweifelter Vater einer sehr kinderreichen Familie der unteren Mittelschicht, die von einer Katastrophe in die nächste rutscht. Für den heutigen Geschmack vielleicht teilweise etwas Oldschool, aber brüllend komisch und mit großartigem Ensemble.

Für Freundinnen und Freunde des abgedrehten und derben Humors empfiehlt sich „Archer“  (auf Netflix). Die Adult-Animation-Serie dreht sich um den Geheimagenten Sterling Archer, der mit Ödipus-Komplex und sehr schicken Rollkragenpullovern mal gegen das Böse, mal gegen das Gute kämpft. Und manchmal sind die schlimmsten Gegner seine sehr dominante Mutter (und Chefin) und die inkompetenten Kolleginnen und Kollegen.

In Italien sterben Menschen, weil zu viele gleichzeitig erkrankt sind und es an Hilfe fehlt. Bleibt zu Hause. Es gibt genug zum Schauen.

Die Kolumne „Nächste Folge“  nimmt Streaming- und TV-Serien in den Blick.

In der zweiten Coronakrisen-Edition:  spannende Drama- und Thriller-Serien.

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