Tobey Maguire (links) und Jake Gyllenhaal spielen in "Brothers" zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
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Tobey Maguire (links) und Jake Gyllenhaal spielen in "Brothers" zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Filmstart "Brothers

Unberechenbares Risiko

Nach „Im Tal von Elah“ und „The Messenger“ ist „Brothers“ ein weiterer Film von Jim Sheridan, der sich mit den Folgen der Kriege im Irak und in Afghanistan für die zurückgekehrten US-Soldaten auseinandersetzt. Sehenswert ist hier aber vor allem die Leistung der Kinderschauspieler.

Von Katja Lüthge

Es existiert eine verblüffende Ähnlichkeit zwischen den Schauspielern Tobey Maguire und Jake Gyllenhaal. In „Brothers“ spielen sie nun ein Geschwisterpaar, das unterschiedlicher nicht sein könnte. Als pflichtbewusster Soldat, liebender Gatte und zärtlicher Vater zweier kleiner Töchter ist Sam (Tobey Maguire) der bevorzugte Sohn seines Vaters, während der ungeliebte Bruder Tommy nach einem gescheiterten Banküberfall gerade aus dem Gefängnis entlassen worden ist.


Die festgelegten Rollen der Familienmitglieder geraten in Bewegung, als Sam bei seinem Einsatz in Afghanistan verunglückt und für tot erklärt wird. Überraschend sensibel und verlässlich beginnt Tommy daraufhin, sich um die hinterbliebene Kleinfamilie seines Bruders zu kümmern, erste vorsichtige Bande zwischen Schwager und Schwägerin werden geknüpft. Doch Sam ist nicht tot. Er geriet in die Gefangenschaft von Taliban-Kämpfern, die mittlerweile auch den Krieg mit Medien für sich entdeckt haben: Vor laufender Digitalkamera wird Sam gezwungen, seinen Untergebenen brutal zu ermorden. Eine schreckliche Tat, die den traumatisierten Sam nach seiner Rettung zum unberechenbaren Risiko für seine Familie werden lässt.

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Nach „Im Tal von Elah“ und „The Messenger“ ist „Brothers“ ein weiterer Film, der sich mit den Folgen der Kriege im Irak und in Afghanistan in der Heimat der US-Soldaten auseinandersetzt. Die starke Bezugnahme auf die USA ist auch die größte inhaltliche Änderung, die Regisseur Jim Sheridan gegenüber dem Original „Brothers – Zwischen Brüdern“ (2004) von Susanne Bier vorgenommen hat. Was die Neufassung in jedem Fall sehenswert macht, ist die darstellerische Leistung der beiden jungen Schauspielerinnen Bailee Madison (geb. 1999) und Taylor Geare (geb. 2001). Was Natalie Portman als deren Mutter Grace nicht gelingt, ein glaubwürdig nuanciertes Spiel der emotionalen Verunsicherungen, leisten die beiden mit bemerkenswerter Konzentration.

Brothers, Regie: Jim Sheridan. USA 2009, 104 Minuten.

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