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HOUSE OF TRUMPS – PETER EIN DEUTSCHES GEHEIMNIS ARD
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Schon die Haarpracht macht klar, wem Olli Dittrich mit „House of Trumps“ in der ARD ein satirisches Denkmal gesetzt wird.

Überbehaarung

„House Of Trumps“ (ARD): Olli Dittrich erklärt Donald Trump

  • Daland Segler
    vonDaland Segler
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Olli Dittrich erhellt in seiner neuen Persiflage den Charakter des künftigen Ex-Präsidenten der USA.

  • Die ARD zeigt „House of Trumps – Peter, ein deutsches Geheimnis“ von und mit Olli Dittrich.
  • Der Verwandlungskünstler Dittrich nimmt sich die Unperson des Jahres vor: Donald Trump.
  • Mit Günther Jauch hat sich Dittrich für dieses Stück prominente Unterstützung geholt.

Alle Jahre wieder... kommt Deutschlands geschicktester Verwandlungskünstler auf den Bildschirm und macht dem Fernsehpublikum kurz vor Weihnachten eine knappe halbe Stunde zum Geschenk. Diesmal hat sich Olli Dittrich (oder Dittsche oder Oliver Michael Dittrich oder ein Teil der „Doofen“ – wer weiß das schon so genau?) keine fiktive heimische TV-Halbprominenz vorgenommen, sondern die Unperson des Jahres: Donald Trump.

„House of Trumps“ in der ARD oder die Verwandlung des Olli Dittrich

In „House of Trumps – Peter, ein deutsches Geheimnis“ ist er der Cousin des notorischen Lügners, Hetzers und schlechten Verlierers, und er erhellt mit seinen Erinnerungen an die gemeinsamen Kindheitsjahre im hessischen Würmeling die Charakterzüge des notorischen Lügners, Hetzers und schlechten Verlierers, von dem wir alle hoffentlich bald nie wieder etwas hören müssen. Zunächst aber erfahren wir, wie aus dem kleinen Donald der notorische... aber das hatten wir ja schon.

Erneut können wir die Meisterschaft bewundern, mit der Dittrich sich eine andere Person anverwandeln kann, wie er bis in die Formulierungen die Formen der medialen Aufbereitung von Porträts und Dokumentationen auslotet und zu „Mockumentaries“ gestaltet. Und so das Medium selbst veralbert und seine Darbietungen als schablonenhaft entlarvt.

Prominente Unterstützung bei „House of Trumps“ in der ARD

Diesmal hat er sich prominente Hilfe geholt: Rate-Onkel Günther Jauch spielt den Interviewer, der den gnadenlos hessisch babbelnden (Dittrich ist in Offenbach geboren, – angeblich, aber wer weiß das schon so genau...) Peter Trump in einem schmucklosen Studio befragt. Und da sich Dittrich diesmal eine real existierende Person ausgesucht hat, ist seine Persiflage auch näher an der Wirklichkeit. So hat Trump (der notorische...) ja wirklich deutsche Vorfahren (auch wenn er tatsächlich einmal behauptet hat, sein Vater sei Deutscher gewesen). Und dank der entwickelten Technik sehen wir nicht nur Fotos, sondern auch Filmaufnahmen samt Originalton mit den beiden Vettern Trump – Woody Allens „Zelig“ lässt grüßen.

Genüsslich spießt Dittrich die Unarten des rotblonden Immobilienhais auf, der zum Präsidenten wurde, zuvörderst natürlich dessen Lügen, dann die Unfähigkeit zu verlieren, selbst beim Minigolf, und die Geilheit. So ersann der junge Donald einen Schönheits-Wettbewerb zur Kartoffelkönigin (bei der Peters russische Frau ebenfalls teilnahm) und ging der Gewinnerin „an die Wäsche“. Und selbst das Geheimnis des lang anhaltenden Händedrucks mit Politikern lüftet Peter: Donald habe immer die stark juckenden Hagebutten-Kerne in der Hand versteckt und so sein Gegenüber gequält...

„House of Trumps“ in der ARD und die „Überbehaarung“

Seine Bereitschaft zu solchen Enthüllungen begründet Peter Trump, ein Verlierer mit der Aura des typischen zu kurz Gekommenen, mit den nicht gehaltenen Versprechungen und Betrügereien seines Cousins. So habe er ihm einige Etagen des Trump Towers versprochen, das auf eine Idee Peters zurückging, und zudem das Testament des Großvaters unterschlagen, das Peters Vater ein Grundstück in Queens vermacht hat. Dort will der um sein Erbteil Gebrachte nach erfolgreicher Klage gegen seinen Vetter bald ein Gasthaus mit hessischen Spezialitäten wie Ebbelwoi und Grie Soß' aufmachen...

Peter ist fast ein Ebenbild seines Verwandten, auch wenn er in blauer Strickjacke und Rautenpullover den Provinzler nicht verleugnen kann, aber er hat die gleiche blonde Tolle. Und erklärt sie mit „genetisch“ bedingter „Überbehaarung“ – ein schönes Bild für den Charakter des notorischen... aber hatten wir das nicht schon? (Daland Segler)

House of Trumps – Peter, ein deutsches Geheimnis“, Das Erste, Donnerstag, 17. Dezember, 23.50 Uhr. Im Netz: ARD Mediathek.

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