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Christoph von Marschall, Susan Neiman, Klaus von Dohnanyi, Moderatorin Anne Will, Michael Wolffsohn und Norbert Röttgen.
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Christoph von Marschall, Susan Neiman, Klaus von Dohnanyi, Moderatorin Anne Will, Michael Wolffsohn und Norbert Röttgen.

Anne Will

Trump muss weg

  • Markus Decker
    VonMarkus Decker
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Bei Anne Will waren sich die Diskutanten über Donald Trump einig. Er sei psychisch nicht in der Lage, die USA zu führen. Man hofft auf die Amtsenthebung.

Kontroverse Debatten sind das Salz in der Suppe der Politik. Und es ist in der Regel auch nicht sonderlich schwer, Leute zusammen zu bringen, die zu einem Thema mehrere verschiedene Meinungen vertreten. Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, hat es geschafft, diese Form der Auseinandersetzung außer Kraft zu setzen. Im Studio von Anne Will jedenfalls saßen am Sonntagabend fünf Menschen, die den Herrn für einen gefährlichen Idioten halten und sich wünschen würden, dass er das Feld räumt.

Sicher, es gab in der Sendung Diskussionen. Hamburgs ehemaliger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi (SPD) etwa forderte angesichts des Trump‘schen Auftritts bei der Nato in der vorigen Woche, die Europäer müssten ihre geopolitischen Interessen besser definieren. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen (CDU), sagte hingegen über die USA und Europa: „Wir sind geopolitisch eine Schicksalsgemeinschaft.“ Und er fügte hinzu: „Wir müssen die transatlantische Gemeinschaft über diese Präsidentschaft retten.“ Strittig war auch, wer im Zweifel schlimmer sei – das von Trump gerade erst tüchtig hofierte Saudi-Arabien oder der Iran. Und ob es am Ende dann doch nicht so verheerend kommen werde, wie manche fürchten: beim Klimaschutz oder bei der Nato-Solidarität – sollte sie in den nächsten Jahren denn mal ernsthaft gefragt sein.

Einigkeit herrschte indes darüber, dass die Checks and Balances in den USA funktionieren, dass die Zustimmung der Amerikaner zu ihrem Präsidenten schwindet und dieser den so notwendigen Kampf um die Öffentlichkeit verlieren wird, wie Christoph von Marschall vom Tagesspiegel prophezeite. Diese Einigkeit wiederum führte zu der kaum verhüllten Hoffnung, dass der Spuk bald ein Ende haben möge.

Während die Amerikanerin Susan Neiman, Direktorin des Einstein Forums in Potsdam, betonte, Trump sei psychisch nicht in der Lage, das Amt auszuführen, erklärte Röttgen: „Diese Persönlichkeit ist ausgeformt; und die ist jetzt im Amt.“ Er fuhr fort: „Geht das immer so weiter? Dann wird es nicht weiter gehen.“ Der Historiker Michael Wolffsohn wurde noch deutlicher und sagte, was Röttgen als führender Vertreter einer Regierungspartei nicht sagen darf, ohne Schlagzeilen und diplomatische Verwicklungen auszulösen: „Ich hoffe, dass es zum Impeachment (also zur Amtsenthebung) kommt.“

Somit war die Quintessenz der Sendung sehr einfach und sehr klar: Der Mann muss weg – je eher, desto besser. Mehr war dazu eigentlich auch nicht zu sagen.

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