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Gewinnerinnen des Abends: Birgit Minichmayr, Emily Atef und Marie Bäumer (von links nach rechts).

Deutscher Filmpreis

"3 Tage in Quiberon" räumt ab

Eine Trophäe nach der anderen holt der Gewinner des Abends bei der Lola-Gala. Nicht nur der Hauptpreis für den besten Film geht an das Romy-Schneider-Drama "3 Tage in Quiberon".

Das Drama „3 Tage in Quiberon“ ist der große Sieger beim Deutschen Filmpreis. Die Romy-Schneider-Biografie von Emily Atef erhielt am Freitagabend in Berlin die Goldene Lola als bester Film sowie sechs weitere Trophäen. Silber ging an das NSU-Drama „Aus dem Nichts“ von Fatih Akin, das bereits den Golden Globe gewonnen hatte. Mit Bronze wurde „Western“ ausgezeichnet, ein Film von Valeska Grisebach über deutsche Bauarbeiter in Bulgarien.

Als beste Schauspielerin wurde Marie Bäumer (48) für ihre Darstellung der Romy Schneider (1938-1982) geehrt. Die Lola als bester Schauspieler erhielt Franz Rogowski. Der 32-Jährige wurde für seine Rolle in der Liebesgeschichte „In den Gängen“ geehrt. In dem Film von Thomas Stuber spielt er einen jungen Angestellten in einem Großmarkt, der sich in eine Kollegin verliebt.

Die Lola für die beste weibliche Nebenrolle gewann die Österreicherin Birgit Minichmayr (41), die in „3 Tage in Quiberon“ Romys Freundin Hilde spielt. Für die beste männliche Nebenrolle wurde Robert Gwisdek (34) ausgezeichnet, der in dem Film den Reporter verkörpert, der Romy Schneider interviewt. An das Drama gingen auch die Preise für die beste Regie, Filmmusik und Kamera/Bildgestaltung. „3 Tage in Quiberon“ war mit zehn Nominierungen als der große Favorit ins Rennen gegangen.

Die Lola für das beste Drehbuch bekamen Regisseur Fatih Akin und sein Co-Autor Hark Bohm für „Aus dem Nichts“. Die Lola für den besten Kinderfilm ging an „Amelie rennt“. In dem Film von Tobias Wiemann geht es um ein asthmakrankes Mädchen aus Berlin, das in den Alpen neue Kraft und Orientierung für sein Leben erhält. Zum besten Dokumentarfilm wurde „Beuys“ von Andres Veiel über den Künstler Joseph Beuys (1921-1986) gekürt.

Die Lolas sind die wichtigste Auszeichnung für das deutsche Kino. Sie sind mit insgesamt knapp drei Millionen Euro dotiert. Durch die Gala führte Schauspieler Edin Hasanovic („Brüder“, „Nur Gott kann mich richten“) gemeinsam mit der Präsidentin der Deutschen Filmakademie, Iris Berben.

Zwei Preisträgern war die Lola schon vor der Gala sicher. Der 78-jährige Regisseur, Schauspieler und Autor Hark Bohm („Nordsee ist Mordsee“) wurde als Ehrenpreisträger für herausragende Verdienste um den deutschen Film ausgezeichnet.

Die undotierte Lola für den „besucherstärksten deutschen Film“ ging an Autor und Regisseur Bora Dagtekin für die Komödie „Fack ju Göhte 3“ mit mehr als 6 Millionen Besuchern. Mit den begehrten Lola-Trophäen wurde überraschend gleich das ganze Filmteam geehrt - darunter die Darsteller Elyas M‘Barek, Jella Haase und Katja Riemann. (dpa)

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