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Michael Schumacher (l.) und Reinhold Beckmann
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Michael Schumacher (l.) und Reinhold Beckmann

TV-Kritik Beckmann

Die Schumis sind da

Erstmals sind die beiden Schumacher-Brüder gemeinsam in einer Talkshow zu Gast: Ralf Schumacher gibt sich als spröder Abblocker, während Michael Schumacher den smarten Erklärer mimt.

Von Anne Bohlmann

Gerade ist Michael Schumacher Ehrenbürger der belgischen Stadt Spa geworden. Am kommenden Sonntag wird er dort sein 300. Grandprix-Rennen fahren. Grund genug für Reinhold Beckmann, die bisherige Karriere seines Duz-Freunds Michael Revue passieren zu lassen. Auch der jüngere Bruder Ralf Schumacher ist eingeladen, aber der kommt später, mit dem eigenen Flugzeug, direkt vom Training am Lausitzring.

Spotlight also auf Michael Schumacher, den ehrgeizigen, auch überehrgeizigen Rennfahrer, mit sieben WM-Titeln dekoriert, er gilt als erfolgreichster Formel-1-Pilot überhaupt. Wie war das noch mit der Notlüge? Silverstone '99? Dem Gokart-Unfall? – Beckmann kennt Schumachers Geschichte teils besser als Schumacher selbst. Beim Gokart-Unfall muss Schumacher kurz überlegen: Damals war er vier Jahre alt und knallte gegen einen Laternenpfahl.

Selbstzweifel

1994 kamen einige seiner Kollegen auf der Rennpiste ums Leben, für Schumacher der Punkt, an dem er selbst ins Zweifeln kam. Er selbst hatte fünf Jahre später beim Grand Prix von Silverstone einen schweren Unfall, die Bremsen versagten, es ging glimpflich aus: Bein gebrochen. Er sagt: „Unfälle gehören dazu“, so wie er davon spricht, dass seine „Batterien leer“ waren, als er sich aus dem Motorsport zurückzog. Immerhin hatte er dann Zeit für seine Hobbies, Gokart und Motorrad.

Glatt und smart, so präsentiert Schumacher sich, und Beckmann macht ihm das leicht: Wie er denn trainieren würde, fragt er, und auf einem Bildschirm im Hintergrund sieht man ein Foto von Schumacher, der muskulöse Oberkörper nackt, schwarze Sonnenbrille im Gesicht. Es plätschert.

Ralf blockt ab

Das Gespräch bekommt erst Kanten, ein paar zumindest, als Ralf Schumacher dazustößt und sich auf eine Diskussion über Stärken und Schwächen der Brüder genauso wenig einlassen will („Das ist jetzt der falsche Rahmen“) wie über ihre Wohnorte im Ausland („Diese Themen sollte man einfach mal auf sich beruhen lassen“). Abgeblockt. Und der „Bruderkampf“ am Nürburgring 2011? Ach nein. „Wir hatten beide Verantwortung für unsere Teams.“

Ganz zum Schluss kehrt vollends Harmonie ein, als Lukas Podolski per Videobotschaft Michael Schumacher noch viel Glück für Sonntag wünscht: „Hau se weg!“

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