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Die Kölner Tatort-Kommissare mit ihrer Assistentin.
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Die Kölner Tatort-Kommissare mit ihrer Assistentin.

Tatort Köln

Rüpel vom Tatort-Dienst

  • Sylvia Staude
    VonSylvia Staude
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Heimkehr aus Afghanistan: Der Kölner Tatort "Fette Hunde" zeigt nachdrücklich, wie die Belastung der Soldaten auch eine Belastung ihrer Familien ist. Ballauf und Schenk entwickeln sich zunehmend zu den Rüpeln vom Dienst.

Heimkehr aus Afghanistan: Der Kölner Tatort "Fette Hunde" zeigt nachdrücklich, wie die Belastung der Soldaten auch eine Belastung ihrer Familien ist. Ballauf und Schenk entwickeln sich zunehmend zu den Rüpeln vom Dienst.

Die Hunde, die man in dem Köln-Tatort „Fette Hunde“ sieht, sind gar nicht fett. Es sind Straßenköter in Afghanistan, die – das wird dankenswerterweise nur angedeutet – sich auch über Leichen hermachen. Und es ist ein netter Wuschel in Köln, der leider der Posttraumatischen Belastungsstörung seines Herrchens zum Opfer fällt.

Deutsche Soldaten, die krank und verstört aus Afghanistan zurückkommen, sind beim „Tatort“ kein neues Thema. Aber allemal eines, das man mehrfach behandeln kann. Diesmal wird es (Drehbuch: André Georgi) verbunden mit der Problematik des Drogenanbaus und Drogenschmuggels. Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) haben einen toten „Bodypacker“, der zwar erschossen wurde, aber ohnehin im Sterben lag, weil eines der von ihm geschluckten Heroin-im-Präservativ-Päckchen geplatzt war.

Zeit für das Privatleben der Heimkehrer

Etwas schematisch, aber nachdrücklich zeigt „Fette Hunde“, wie die Belastung der Soldaten auch eine Belastung ihrer Familien ist. Der eine kommt heim in die verlassene Wohnung – die Frau ist weg, die Kaninchen immerhin noch da. Der andere muss sich von seinem Sohn das Wort „Ballerärsche“ an den Kopf werfen lassen und „Wer schießt, hat Unrecht“. Dabei ist er doch nur Übersetzer. Der dritte säuft sich in die Bewusstlosigkeit. Das tun aber auch, als Partygäste, Ballauf und Schenk beinah. Überhaupt werden die beiden Kölner Kommissare zunehmend zu den Rüpeln vom Tatort-Dienst.

„Fette Hunde“ – Regie führte Andreas Kleinert – zeigt zu Recht Härte, nimmt sich angemessen Zeit für das Privatleben der Kriegsheimkehrer. Mit schwankender, schlingernder, hüpfender Kamera sollen ihre Traumata abgebildet werden, was erwartbar weniger gut klappt. Auch ist dieser Tatort ein wenig sprunghaft – man scheint zu glauben, dass das nötig ist.

Tatort: Fette Hunde, So., 20.15 Uhr, ARD.

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