+
Eidinger und Streep.

Berlinale 2016

Der Rote Teppich in Berlin

Auf dem roten Teppich der Berlinale geben sich die Stars aus Hollywood und andernorts die Klinke in die Hand.

Meryl Streep hat keine Ahnung Oscarpreisträgerin Streep (66) sieht Parallelen zwischen ihrer Familie und ihrer Arbeit als Präsidentin der diesjährigen Berlinale-Jury. „Ich habe zwar absolut keine Ahnung, wie man eine Jury leitet“, sagte sie am Donnerstag in Berlin vor der Eröffnung des Festivals am Abend. „Ich war aber schon Chefin anderer Unternehmen“, ergänzte die dreifache Oscarpreisträgerin – und verwies auf ihre Familie mit vier Kindern. In der Jury sitzen in diesem Jahr sieben Mitglieder. Ihre Unerfahrenheit bei der Leitung einer Jury, sagte Streep, könne für die anderen Mitglieder auch Vorteile haben. „Sie haben totale Freiheiten.“

Doch obwohl es für sie das erste Mal ist, so kennt Streep einen der großen Vorteile des Postens: „Am Ende habe ich zwei Stimmen!“ Streep bat ihre Kollegen, unvoreingenommen in die Filme zu gehen. Sie selber freue sich darauf, ausführlich über all die Werke sprechen zu können. „Das ist ein richtiger Luxus.“ Jury-Mitglied Lars Eidinger (40) ergänzte, jeder kenne das Gefühl, vorm Fernseher zu sitzen und über das Gesehene zu urteilen. „Ich urteile immerzu.“ Sein britischer Jury-Kollege Clive Owen (51) äußerte sich neutraler: „Wir sind hier, um Filme zu feiern.“

Tilda Swinton knipst Die britische Schauspielerin Swinton (55) mischte sich am Donnerstagnachmittag bei der Ankunft zum Fototermin von „Hail, Caesar!“ unter die fotografierenden Fans. Im Coen-Film spielt sie die Doppelrolle als Thora und Thessaly, Zwillingen, die beide als Klatschreporterinnen arbeiten.

Bowienale ist ein Hit Einen Monat nach dem Tod von David Bowie erinnert die Berlinale mit einer Sondervorstellung und einem Tribut-Abend an den Musiker. Am heutigen Freitag läuft im Friedrichstadt-Palast „Der Mann, der vom Himmel fiel“ von Nicolas Roeg. In der Festivallounge am Berlinale-Palast heißt es „Ein Hit ist ein Hit“. Auf dem Programm stehen also Bowie-Songs – dazu sind Überraschungsgäste eingeladen und erzählen von ihren Begegnungen mit David Bowie.

„Der müde Tod“ ist digitalisiert Am heutigen Freitag kommt es zur Aufführung von Fritz Langs „Der müde Tod“ aus dem Jahr 1921. Der Klassiker  wird erstmals in digital restaurierter Fassung präsentiert. Dazu spielt das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin im Friedrichstadt-Palast eine Neukomposition des Komponisten Cornelius Schwehr. Der Film kam damals eingefärbt ins Kino – das lassen die Restauratoren wiederaufleben. Arte zeigt den Film am 15. Februar um 23.55 Uhr.

Monika Grütters ist zufrieden Kulturstaatsministerin Grütters (CDU) hat Kritik an einer geringen deutschen Beteiligung an der Berlinale zurückgewiesen. Neben einem deutschen Wettbewerbsbeitrag gebe es tatsächlich 151 Produktionen mit deutscher Beteiligung im Filmfestival, betonte Grütters im RBB.

Michael Moore sagt ab US-Regisseur Moore („Bowling for Columbine“) hat seine Teilnahme an der Berlinale abgesagt. Er könne das Festival krankheitsbedingt nicht besuchen, sagte eine Berlinale-Sprecherin am Donnerstag. Moore hatte vergangene Woche mitgeteilt, er liege mit einer Lungenentzündung im Krankenhaus. Der Oscar-Preisträger wollte in Berlin seinen neuen Dokumentarfilm „Where to Invade Next“ vorstellen. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion