Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Sabine Postel, hier als Tatort-Ermittlerin.
+
Sabine Postel, hier als Tatort-Ermittlerin.

3nach9

Postel kritisiert "Babbeldasch" scharf

"Ich find's furchtbar": Schauspielerin Sabine Postel beschwert sich in einem Interview über den experimentellen Tatort "Babbeldasch".

Die Macher des experimentalen «Tatort»-Krimis «Babbeldasch» müssen Kritik aus den Reihen der ARD-Fernsehkommissare einstecken.

Schauspielerin Sabine Postel (62) sagte in der Radio-Bremen-Talkshow «3nach9» am Freitagabend über den künstlerischen Einsatz von Laiendarstellern: «Ich finde, das ist ein Schlag ins Gesicht unserer ganzen Gattung, und zwar für alle Leute, die da mitarbeiten. Sei es Kamera, sei es Maske.» Postel, bekannt als Kriminalhauptkommissarin Inga Lürsen aus dem Bremer «Tatort», bezog sich mit ihren Äußerungen direkt auf den Ludwigshafener «Tatort».

Die am 26. Februar ausgestrahlte Ludwigshafener Episode «Babbeldasch» vom SWR hatte Aufsehen erregt und teils heftige Angriffe ausgelöst, weil sie über weite Teile improvisiert und mit Laiendarstellern inszeniert wurde, die im Pfälzer Dialekt sprachen. Der Zuschauerzuspruch war hingegen mäßig: 6,35 Millionen Zuschauer interessierten sich für den Krimi aus Ludwigshafen. Ein «Tatort» im Ersten hat normalerweise zwischen acht und zehn Millionen Zuschauer.

Grundsätzlich hätten Experimente mit Laiendarstellern durchaus ihre Berechtigung - «aber nicht auf diesem Niveau», kritisierte Postel. «Ich find's furchtbar. Ich finde wirklich, das darf man nicht machen.»

Ende Februar war bekanntgeworden, dass Postel und ihr Ermittlerkollege Oliver Mommsen (48) 2019 ihre Rollen im Bremer «Tatort» aufgeben. Auch Schauspieler Andreas Hoppe (56) aus dem Ludwigshafener Team hört auf - er war Kriminalhauptkommissar Mario Kopper. Kollegin Ulrike Folkerts (55/Lena Odenthal) macht weiter.

ARD-Programmchef Volker Herres verteidigte in der «Bild am Sonntag» die «Babbeldasch»-Episode: «Zum Tatort gehören immer wieder auch einmal mutige Experimente. Das ist okay, solange es nicht in einen Wettlauf der Redaktionen mündet, wer den abgedrehtesten Film produziert.» Der «Tatort» sei «eine Marke, um die uns viele beneiden. Er lebt von der Synthese aus klarem, verlässlichem Versprechen an die Zuschauer und regionaler wie innovativer Vielfalt.» (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare