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Oliver Geissen führt durch die RTL-Sendung "Es kann nur einen geben".
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Oliver Geissen führt durch die RTL-Sendung "Es kann nur einen geben".

RTL "Es kann nur einen geben"

Peinliches Beruferaten

Eigentlich sollten die Rateduos in der RTL-Show herausfinden, welcher von fünf Kandidaten tatsächlich das versprochene besondere Talent besitzt oder einen kuriosen Beruf ausübt. Doch die Promis stellten nur selten zielführende Fragen, sondern lieferten sich, angestachelt von Moderator Oliver Geissen, einen Wettbewerb um die dürftigste Zote.

Von Torsten Wahl

Kurz nach 23 Uhr, nachdem das singende Milchbubi-Trio von „DSDS“ endlich von der Bühne geschickt worden war, wollte Oliver Geissen auf RTL wohl mal Fernsehen für Erwachsene bieten. Wie sich der Moderator und Mitstreiter wie Atze Schröder oder Joachim Llambi um schlüpfrige Anspielungen bemühten, das erinnerte an die legendäre Tutti-Frutti-Frühzeit von RTL. Bei der Frage „Wer hat einen schlüpfrigen Beruf?“ wedelte Geissen minutenlang mit einem Maiskolben aus Gummi umher – die Produkte einer Dildo-Designerin waren echt.

Atze Schröder betatschte ein ehemaliges Playmate, als wäre dies sein Hausrecht. Joachim Llambi, der als Tanzlehrer eigentlich Etikette kennen sollte, fragte einen Mann, der sich als mobiler Sprit-Lieferant vorgestellt hatte: „Hast du tatsächlich einen so langen Schlauch?“ Ein Hipster-Typ namens David Werker pries sein „pornografisches Gedächtnis“, legte aber zum Glück keine Probe davon ab. Nur Andrea Kiewel war der Tonfall sichtlich unangenehm. Die erste neue Folge dieser Endemol-Show krankte aber nicht nur an peinlichen Rate-Promis, sondern auch an unoriginellen Kandidatenrunden.

Welcher von fünf Figuren nun tatsächlich einen echten Vokuhila trug, war einem ziemlich egal – ein besonderes Talent kann man den Haarschnitt wohl kaum nennen. Nur selten versuchen die beiden Rateduos mal, mit zielführenden Fragen zu einer richtigen Lösung zu kommen. Jedes Team hatte nach sieben Runden folgerichtig eine dürftige Ausbeute: gerade mal einen Treffer. Dagegen war selbst Robert Lemkes heiteres Beruferaten „Was bin ich“ vor Jahrzehnten noch deutlich spannender. „Wer ist echt“ wäre der passendere Titel dieser Show gewesen, in der aber schon der Titel „Es kann nur e1nen geben“ allzu aufdringlich wirkte.

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