+
Der Oscar ist der wichtigste Filmpreis der Welt.

Oscars

Oscar - der wichtigste Filmpreis der Welt

  • schließen
  • Nadine Leichter
    Nadine Leichter
    schließen

Im Februar 2019 wurden zum 91. Mal die Oscars vergeben. Alles Wichtige rund um den wichtigsten Filmpreis der Welt.

Der Oscar ist der bekannteste Filmpreis der Welt. Und damit natürlich auch der begehrteste - eine Auszeichnung mit dem Oscar liest sich jedenfalls in jeder Vita gut. 2019 wurden Olivia Colman als beste Hauptdarstellerin und Rami Malek als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. „Green Book“ gewann den Oscar als bester Film. Die wichtigsten Infos zur Oscar-Verleihung haben wir nachfolgend für Sie zusammengetragen.

Update vom 26.2.2019: Trevor Noah trollt das weiße Hollywood

TV-Moderator Trevor Noah hat seinen Auftritt bei der Oscar-Verleihung genutzt, um sich über die Ignoranz und Oberflächlichkeit des nach wie vor weiß geprägten Hollywoods lustig zu machen.

Update vom 24.2.2019: „Green Book“ gewinnt Oscar

„Roma“ war der große Favorit, doch am Ende erhält „Green Book“ den Oscar als bester Film - ausgerechnet der konventionellste Kandidat. Eine ziemlich merkwürdige Entscheidung, zumal „Roma“-Regisseur Alfonso Cuarón den Preis als bester Regisseur erhielt. Eigentlich sollte man erwarten, dass der beste Regisseur auch den besten Film verantwortet, doch das war diesmal offenbar nicht der Fall - zumindest in den Augen der Akademie.

Den Preis als beste Hauptdarstellerin erhielt Olivia Colman („The Favourit“), als bester Hauptdarsteller wurde Rami Malek („Bohemian Rhapsody“) ausgezeichnet. Die Oscars für die besten Nebendarsteller gingen an Regina King („If Beale Street Could Talk“) sowie Mahershala Ali („Green Book“).

Update vom 6.2.2019: Oscar-Verleihung ohne Gastgeber

Die Oscar-Verleihung geht in diesem Jahr ohne Gastgeber über die Bühne.

Update vom 22.1.2019: Oscar-Nominierungen 2019

Die Nominierungen stehen fest. Hier finden Sie alle Oscar-Kandidaten.

Deutscher Film „Werk ohne Autor“ für Oscar nominiert 

Der deutsche Beitrag „Werk ohne Autor“ von Florian Henckel von Donnersmarck ist in der Sparte „nicht-englischsprachiger Film“ für den Oscar nominiert. Das gab die Oscar-Akademie am Dienstag bekannt. Der Regisseur wurde bereits für das Stasi-Drama „Das Leben der Anderen“ mit einer der begehrten Trophäen ausgezeichnet. „Werk ohne Autor“ konkurriert gegen „Roma“ von Alfonso Cuarón, „Cold War“, „Capernaum“ und „Shoplifters“. Der deutsche Beitrag hat auch Chancen auf die Auszeichnung für die beste Kamera: Caleb Deschanel wurde für seine Arbeit nominiert.

In der Kategorie beste Dokumentation ist ebenfalls ein deutscher Beitrag präsent. Die deutsch-syrisch-libanesische Ko-Produktion „Of Fathers And Sons - Die Kinder des Kalifats“ ist das Werk des aus Syrien stammenden und in Berlin lebenden Regisseurs Talal Derki („Return to Homs“) und dokumentiert Kriegstraumata von Jugendlichen. Derki folgt darin der Familie eines islamistischen Kämpfers während des syrischen Bürgerkriegs. Der Film wurde bereits beim Sundance Film Festival 2018 mit dem „World Cinema Grand Jury Prize“ und später mit dem Deutschen Dokumentarfilmpreis 2018 geehrt.

Die besten Filme 2019: „Black Panther“ im Oscar-Rennen

„Black Panther“, „Green Book“ und „Roma“ gehen ins Rennen um den Oscar als bester Film. Die Werke gehören zu den insgesamt acht Anwärtern für den wichtigsten Filmpreis der Welt. Nominiert wurden außerdem „BlacKkKlansman“, „Bohemian Rhapsody“, „A Star Is Born“, „The Favourite“ und „Vice“.

Mit je zehn Nominierungen gehen die Filme „The Favourite - Intrigen und Irrsinn“ und „Roma“ als große Favoriten in die Verleihung. Beide haben unter anderem Chancen auf Auszeichnungen in den Kategorien Bester Film, Kamera und Regie.

Lady Gaga im Rennen um beste Hauptdarstellerin 

Lady Gaga und Yalitza Aparicio gehören zu den fünf Nominierten für den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Gaga wurde für ihre Rolle im Musikdrama „A Star Is Born“ nominiert, Aparicio für ihre Rolle im mexikanischen Filmdrama „Roma“ von Regisseur Alfonso Cuarón. Er selbst ist für den Regie-Oscar nominiert worden. Neben ihm wurde Spike Lee („BlacKkKlansman“) für die beste Regie nominiert.

Außerdem wurden Glenn Close für „Die Frau des Nobelpreisträgers“, Melissa McCarthy für „Can you ever forgive me?“ und Olivia Colman für „The Favourite - Intrigen und Irrsinn“ nominiert.

Christian Bale und Viggo Mortensen im Rennen um besten Hauptdarsteller 

Christian Bale und Viggo Mortensen gehören zu den fünf Nominierten für den Oscar als bester Hauptdarsteller. Bale wurde für seine Rolle als ehemaliger US-Vizepräsident Dick Cheney in der Politsatire „Vice“ nominiert, Mortensen für seine Rolle als Chauffeur im Südstaaten-Drama „Green Book“.

Nominiert wurden auch ihre Filmkollegen Mahershala Ali und Sam Rockwell. Sie können auf den Oscar für die beste männliche Nebenrolle hoffen. Ali wurde für seine Rolle als schwarzer Jazz-Pianist im Südstaaten-Drama „Green Book“ nominiert, Rockwell in seiner Rolle als früherer US-Präsident George W. Bush im Politdrama „Vice“.

Weiterhin als bester Hauptdarsteller nominiert wurden Bradley Cooper für seine Rolle in „A Star is born“, Willem Dafoe für „At eternity's gate“ und Rami Malek für „Bohemian Rhapsody“.

Die weiteren Nominierten der Kategorie bester Nebendarsteller sind Adam Driver („BlacKkKlansman“), Richard E. Grant („Can you ever forgive me?“) und Sam Elliott („A Star is born“).

Emma Stone und Regina King für Nebenrollen-Oscar nominiert 

Emma Stone und Regina King haben Chancen auf den Oscar als beste Nebendarstellerin. Stone wurde für ihre Rolle als Zofe in der Sittenkomödie „The Favourite - Intrigen und Irrsinn“ nominiert, King für ihren Auftritt als Mutter in der Buchverfilmung „If Beale Street Could Talk“. Das teilte die Oscar-Akademie am Dienstag mit.

Neben ihnen gehen Amy Adams („Vice“), Rachel Weisz („The Facourite - Intrigen und Irrsinn“) und Marina de Tavira („Roma“) ins Rennen um die Auszeichnung.

Bekanntgabe der Oscar-Nominierungen 2019 

Am 22. Januar 2019 ist es endlich soweit. Um 14.20 Uhr MEZ wurden die Nominierungen für den begehrten US-Filmpreise bekanntgegeben. Dann wird auch der deutsche Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck Gewissheit haben, ob er nach dem Stasi-Drama „Das Leben der Anderen“ auf einen zweiten Oscar hoffen kann. Die deutsche Filmbranche hatte im August entschieden, Henckel von Donnersmarcks Drama „Werk ohne Autor“ in das Rennen um den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film zu schicken. Bei den Golden Globes ging „Werk ohne Autor“ allerdings leer aus.

Neuerungen bei den Oscars 2019 

Die Oscar-Verleihung ist nicht mehr so populär wie früher. Um die TV-Einschaltquoten wieder in die Höhe zu treiben, führt die Academy of Motion Picture Arts and Sciences einige Neuerungen ein. So sollen von 2019 an die Leistungen in populären Filmen gesondert ausgezeichnet werden. Den Geschmack des Publikums zu treffen ist eben eine ganz besondere Kunst. Zudem soll die Verleihung sehr viel kürzer werden und ein paar Wochen nach vorne gezogen werden. Für 2020 wurde der Termin auf den 7. Februar festgesetzt, für die 91. Verleihung ist als Termin der 24. Februar 2019 vorgesehen.

Oscars 2018 

Die 90. Verleihung der Oscars im Jahr 2018 stand ganz im Zeichen der #MeToo-Bewegung. Überhaupt ging es in Zeiten von Donald Trump sehr politisch zu. Fast alle Redner grenzten sich von den Rechten ab und verteidigten Werte, die im Gegensatz zu Trump stehen. Erfolgreichster Film war das Kinomärchen „Space of Water“, das gleich vier Oscars gewann.

Oscars 2017 

Am 10. Januar 2017 übernahm Donald Trump das Amt des US-Präsidenten. Hollywood zeigte sich davon wenig begeistert, was auch bei der im Oscar-Verleihung am 2017 zu spüren war. Der Oscar diente als Mittel des Protests gegen Trump. Als bester Film wurde „Moonlight“ ausgezeichnet – womit sich die Akademie gegen den weißen Mainstream stellte.

Seit wann wird der Oscar verliehen?

Am 16. Mai 1929 richtete die Academy of Motion Pictures Arts and Sciences im Hollywood Roosevelt Hotel in Los Angeles ein Bankett aus, bei dem zum ersten Mal die Oscars verliehen wurden. Ideengeber war Louis B. Mayer, der damalige Präsident der MGM Studios. In die nähere Auswahl kamen all jene Filme, die zwischen dem 1. August 1927 und dem 1. August 1928 veröffentlicht worden waren. Da die Gewinner schon vorher feststanden, hielt sich die Spannung in Grenzen.

Woher hat der Oscar seinen Namen?

Oscar ist nur ein Spitzname. Der offizielle Titel „Academy Award of Merit“ reißt natürlich niemanden so recht vom Hocker. Doch warum heißt der Oscar denn nun eigentlich Oscar? Das ist schwer zu sagen. Am bekanntesten ist die Theorie, dass Academy-Bibliothekarin Margaret Herrick für den Spitznamen verantwortlich zeichnet: Die Ritter-Statue soll sie nämlich an ihren Onkel Oscar erinnert haben. Doch eventuell hat auch Schauspielerin Bette Davis der Trophäe ihren Namen gegeben. Und warum? Weil die Rückseite angeblich genauso aussah wie die ihres damaligen Ehemanns Harmon Oscar Nelson. Tatsache ist jedenfalls, dass Filmkolumnist Sidney Skolsky die Statue in einer Kolumne bereits 1934 als „Oscar“ bezeichnet hat.

Wo werden die Oscars verliehen? 

Seit 2002 werden die Oscars im Dolby Theatre vergeben, einem Veranstaltungs- und Konzertsaal in Hollywood am Hollywood Boulevard.

Wer hat bisher die meisten Oscars bekommen? 

Filmproduzent Walt Disney wurde zwischen 1932 und 1969 insgesamt 59-mal nominiert – und ging am Ende mit 26 Oscars nach Hause. Darunter waren auch vier Sonder- und Ehren-Oscars. Kostümbildnerin Edith Head ist mit acht Oscars und 27 weiteren Nominierungen die am häufigsten ausgezeichnete Frau.

Welche Schauspielerin hat die meisten Oscars gewonnen? 

Katherine Hepburn hat zwischen 1934 und 1982 vier Oscars als beste Hauptdarstellerin erhalten. An zweiter Stelle folgen Meryl Streep und Ingrid Bergman mit je drei Oscars. Streep hält dafür den Rekord für die meisten Nominierungen: 21 Mal ging sie ins Rennen um den Oscar. Dahinter folgt Katherine Hepburn, die 12 Mal nominiert wurde.

Welcher Schauspieler hat die meisten Oscars gewonnen?

Drei Schauspieler wurden bisher mit jeweils drei Oscars ausgezeichnet: Jack Nicholson, Walter Brennan und Daniel Day-Lewis. Den Rekord für die meisten Nominierungen hält Jack Nicholson, der 12 Mal am Oscar schnupperte.

Welcher Film hat die meisten Oscars bekommen? 

Drei Filme räumten jeweils 11 Oscars ab: „Ben Hur“ (1959), „Titanic“ (1997) und „Der Herr der Ringe 3: Die Rückkehr des Königs“ (2003). Den einsamen Rekord für die meisten Nominierungen hielt lange Zeit der Film Alles über Eva, der 1950 in 14 Kategorien nominiert wurde, allerdings nur sechs Statuen gewinnen konnte. 14 Nominierungen erhielten auch „Titanic“ und „La La Land“ (2016). Selten ist auch der Fall, dass ein Film in den fünf wichtigsten Kategorien ausgezeichnet wird (bester Film, beste Regie, bester Hauptdarsteller, beste Hauptdarstellerin und bestes Drehbuch). Bisher gelang dies nur „Es geschah in einer Nacht“ (1934), „Einer flog über das Kuckucksnest“ (1975) und „Das Schweigen der Lämmer“ (1991).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion