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Die Toten vom Bodensee - Der Seelenkreis
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Hannah Zeiler (Nora Waldstätten) und Micha Oberländer (Matthias Koeberlin) konnten das Baby retten.

TV-Tipp

Okkulte Rituale bei den „Toten vom Bodensee“

Die Bregenzer Festspiele mit überdimensionaler Kulisse auf dem Bodensee sind international bekannt. Doch laufen hier auch Fäden von einem Mord, einer Geiselnahme und einem ausgesetzten Kind zusammen?

Bregenz - Es ist nahezu biblisch, wie das Baby in einem geflochtenen Korb nahe dem Ufer gefunden wird. Zur Welt gebracht hat es eine Frau in Ketten. In ihrem Verließ flackern Kerzen, es tropft von der Decke.

Der Fund des kleinen Mädchens hat nichts mit Moses und dem Alten Testament zu tun. Vielmehr geht es in der neuen Folge der ZDF-Serie „Die Toten vom Bodensee“ am Montag (20.15 Uhr) um Okkultes.

Das Baby war in ein Laken gewickelt, auf dem jemand in Eile mit Ruß ein Pentagramm, eine liegende Acht - das Zeichen für Unendlichkeit - und einen ausgemalten Kreis hinterlassen hat. Dazu die Worte „gefangen“ und „werde sterben“. Und ein Namen: Rita Hafner.

Diese Frau wähnten Kommissarin Hannah Zeiler und Kollege Micha Oberländer seit Monaten tot, einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Doch die Untersuchung beweist: Sie ist die Mutter des Findelkindes. „Wir haben es verkackt“, sagt Oberländer. „Wir fangen ganz von vorne an.“

Unter Verdacht damals: Opernstar Veit Steindl, der eine außereheliche Beziehung mit der Gewandschneiderin Hafner hatte. Die Ermittlungen bedeuteten sein Karriere-Ende bei den Bregenzer Festspielen. Auf der Bühne vor einem großen Clownsgesicht der „Rigoletto“-Operndarbietung sitzt er trotzdem noch. „Finden Sie Rita“, verlangt er von dem Ermittler-Duo. „Das schulden Sie ihr. Und mir.“

Tatsächlich müssen die beiden den alten Fall von vorne denken. Hinzu kommt ein zweiter Toter. Auch er zeichnete die liegende Acht, kurz bevor er erstochen wurde. Zudem hatte er vor dem Mord großes Interesse an der schwedischen Eroberung von Bregenz 1647 gehabt und auch einige Requisiten der Festspiele erworben. „Alles, was irgendwie gruselig war, mochte er“, sagt eine Festspiel-Mitarbeiterin.

Als dann noch die Ex-Geliebte des Toten auftaucht, die einst auch mit Kommissar Oberländer verbandelt war, wird es schier unübersichtlich: Die Zahl der Verdächtigen wächst, sie haben unterschiedliche Motive. Das Publikum muss die Schweden-Historie genauso im Blick behalten wie die rätselhaften Symbole und dunkle Mythen um Seelenwanderungen.

Dass es in der ZDF-Serie spukt und die Ermittler mit mysteriösen Umständen zu tun haben, hat nichts mit der Ausstrahlung einen Tag nach Halloween zu tun - es gehört zum Konzept. Teil 13 mit dem Titel „Seelenkreis“ aber wirkt ein wenig überfrachtet. Auf entscheidende Ideen zu den rätselhaften Symbolen kommt das Team dafür überraschend plötzlich und unvermittelt. Und als es selbst in die Fänge von den Entführern der Schwangeren gerät, gelingt auch die Befreiung mit einem eher zweifelhaften und schwer glaubwürdigen Kniff im Drehbuch.

Bislang erfreute sich die Serie um Matthias Koeberlin und Nora Waldstätten in den Hauptrollen großer Beliebtheit: Die ersten zwölf Erstausstrahlungen haben im Schnitt mehr als sieben Millionen Zuschauer und Zuschauerinnen gesehen. Der Marktanteil lag bei der Premiere Ende 2014 bei knapp 20 Prozent, danach noch höher. Das ZDF zeigt die Teile in loser Reihenfolge, zuletzt je zwei neue pro Jahr.

Zu verstehen ist „Seelenkreis“ ohne Kenntnis früherer Episoden. Auch wenn insbesondere die private Geschichte von Kommissarin Zeiler fortgeschrieben wird - aber das wirkt ebenfalls eher ins Drehbuch gepresst. Dafür bekommt das Publikum Einblicke im wörtlichen Sinn hinter die Kulissen der berühmten Festspiele auf der Seebühne. dpa

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