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Markus Lanz spricht mit Kevin Kühnert, Luisa Neubauer und Volker Wissing.
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Markus Lanz spricht mit Kevin Kühnert, Luisa Neubauer und Volker Wissing.

Markus Lanz (ZDF)

Markus Lanz (ZDF): Luisa Neubauer nimmt SPD und FDP auseinander

  • Teresa Vena
    VonTeresa Vena
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Im ZDF-Talk bei Markus Lanz geht es kurz vor der Bundestagswahl vor allem um das Thema Klimaschutz. Einig werden sich die Gäste nicht.

Berlin - In seiner Sendung vom 21. September 2021 ging es bei Markus Lanz im ZDF darum, kurz vor der Bundestagswahl 2021 die Programme der FDP und der SPD sowie indirekt der Grünen in Bezug auf bestimmte Themen nochmals auf den Prüfstand zu stellen. Zu diesem Zweck lud der Moderator Kevin Kühnert, stellvertretenden SPD-Chef, Volker Wissing, FDP-Generalsekretär, und Luisa Neubauer, Umweltaktivistin ins Studio.

Im ZDF-Talk von Markus Lanz gerät zunächst Kevin Kühnert ins Kreuzfeuer

Die ZDF-Diskussion bei Markus Lanz verlief von Anfang an hitzig ab. Ins Kreuzfeuer geriet zunächst Kevin Kühnert, dem Markus Lanz aufzeigen wollte, dass er sich in widersprüchliche Argumentation verstricke. Dabei ging es darum, dass Kühnert verkündete, die SPD schließe eine große Koalition strikt aus. Lanz wollte wissen, wie das zur Aussage passe, dass man grundsätzlich zum Gespräch mit allen demokratischen Parteien bereit sei, wie das die SPD sonst formuliere.

Kühnert machte bei Markus Lanz daraufhin klar, dass die SPD das Ziel verfolge, eine Regierungsbildung mit der CDU und CSU zu verhindern und sich daher der Ausschluss auf diese Parteien erstrecke. Seines Erachtens wird man angesichts der zu errechnenden Resultate gar nicht erst in die Verlegenheit kommen, sich entscheiden zu müssen, ob man sich auf eine große Koalition einlasse. Da man sich auf sein Wort verlassen könne, garantiere er, dass er als Einzelpolitiker in so einem unwahrscheinlichen Fall ein Amt in der Regierung verweigern würde. Nicht ganz so absolutistisch zeigte sich Volker Wissing für die FDP, der sich zwar keine große Koalition wünscht, aber diese nicht von vornherein ausschließt.

Gäste bei Markus Lanz am 21. 09.2021
Kevin KühnertStellvertretender SPD-Chef
Volker WissingFDP-Generalsekretär
Luisa NeubauerUmweltaktivistin

Klimaschutz wird bei Markus Lanz (ZDF) zum brennendsten Thema

Das brennendste Thema des ZDF-Talks bei Markus Lanz war der Klimaschutz. Von Seiten der Umweltaktivistin Luisa Neubauer mussten sich die beiden Politiker anhören, dass zurzeit keine Partei imstande sei, eine vernünftige und effiziente Klimapolitik vorzuweisen. Sie sprach von Enttäuschung, dass sich zwar jede Partei Klimaschutz auf die Fahne schreibe, aber keine mit einer echten Vision zum Thema hervortrete. Keine Partei habe den Mut gezeigt, ehrlich über die katastrophalen Verhältnisse zu sprechen und ihr offenkundiges bisheriges Versagen, aktiv zu werden, zuzugeben. Nur mit einem solchen Schritt, so Neubauer, hätte es einer der Parteien gelingen können, sich souverän und zukunftsweisend zu positionieren.

Der SPD und FDP warf Neubauer zu wenig Entschlossenheit im Ausstieg aus den Kohlkraftwerken vor, keine Partei habe einen Plan, wie die Maßnahmen aus dem Pariser Abkommen konkret einzuhalten seien. Die Argumentation von Volker Wissing, der feierlich das Vorhaben der FDP zur Reduktion der CO2-Emission präsentierte, das über einen Zertifikatshandel laufen solle, wies Neubauer kompromisslos von der Hand.

Luisa Neubauer attackiert im ZDF-Talk von Markus Lanz die Politik

Auf die Aussage von Kevin Kühnert, dass es der Politik an einer geeigneten Sprache fehle, die Klimakrise verständlich zu erklären, gingen die anwesenden Gäste bei Markus Lanz nur zögerlich ein. Für Kühnert ist es entscheidend, nicht nur Szenarien aufzuzählen, man müsse überzeugen und Mehrheiten für das Thema mobilisieren. Die Menschen, und das sei auch verständlich und richtig, würden mögliche Maßnahmen mit ihrem Alltag abgleichen. Die Rahmenbedingungen für einen sozialgerechten Klimaschutz seien noch nicht da.

Einig wurden sich die drei bis zum Schluss des ZDF-Talks nicht mehr. Und Neubauers mit der Zeit mehr als redundante und den beiden Politikern an selbstgerechtem Verhalten in nichts nachstehende Art, konnte durch die pure Wiederholung ihrer Argumente schließlich auch nicht überzeugen.

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Kühnert und Wissing streiten bei Markus Lanz (ZDF) über den Mindestlohn

Anschließend fragte Markus Lanz dann noch die Haltungen von Kühnert und Wissing in Bezug auf die Rentenfrage, die Steuerbelastung und den Mindestlohn ab. Kühnert schloss den Vorschlag der FDP, wie ihn Wissing vortrug, eine Kapital- oder Aktienrente zu schaffen, nicht völlig aus, sah sie aber nur als freiwilligen Zusatz.

Markus Lanz

Sendung vom 21. September in der ZDF-Mediathek zum Nachschauen

Während Wissing sich strikt gegen etwaige Steuererhöhungen aussprach, da Deutschland für ihn bereits ein Hochsteuerland ist, wies Kühnert in die andere Richtung, indem er meinte, Deutschland befinde sich, betrachte man das Niveau der staatlichen Sozialleistungen, eher im europäischen Durchschnitt. Beim Mindestlohn nahmen die beiden Politiker ebenfalls entgegengesetzte Positionen ein.

Während Kühnert für einen Mindestlohn von 12 Euro plädierte, schätze Wissing diesen für viel zu hoch ein. Er sei dafür, die Aufgabe, über die Höhe des Mindestlohns zu bestimmen, weiterhin einer unabhängigen Fachkommission zu überlassen, denn es ergebe keinen Sinn, dass die Menschen vielleicht einmal das Anrecht auf einen höheren Lohn bekommen könnten, aber dann gar kein Jobs mehr zur Verfügung stehe, weil sich die Unternehmen diese nicht leisten könnten. Für ihn sollte das Augenmerk auf einer höheren Investition in Bildung liegen. Mit dem Thema Mindestlohn betrieben die Parteien einen unnötigen und unlauteren Überbietungswettbewerb. (Teresa Vena)

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