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Maria Schrader: Umdenken in der Filmbranche seit #MeToo

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Maria Schrader
Regisseurin Maria Schrader bei der Premiere ihres Films „She Said“ in Berlin. © Paul Zinken/dpa

In Maria Schraders Film „She Said“ geht es um den Fall Harvey Weinstein, der die #MeToo-Bewegung maßgeblich mit auslöste. Seitdem habe die Filmbranche dazu gelernt, meint Schrader.

Berlin - Die Regisseurin Maria Schrader sieht seit der #MeToo-Debatte ein Umdenken in der Filmbranche und anderen Arbeitswelten. Das sagte die 57-Jährige am Dienstagabend in Berlin vor der Deutschlandpremiere ihres Films „She Said“.

Schrader verfilmt darin die Enthüllungen der „New York Times“-Journalistinnen Megan Twohey und Jodi Kantor über die Missbrauchsvorwürfe gegen Filmproduzent Harvey Weinstein. Seitdem haben Frauen weltweit unter dem Schlagwort #MeToo von eigenen Erfahrungen mit Belästigungen oder sexualisierten Übergriffen berichtet.

„Es fühlte sich ja eigentlich so an, als würden mit einem Mal Fenster und Türen geöffnet, und Licht fällt in einen abgedunkelten Raum von Schweigen“, sagte Schrader. Seitdem gebe es ein Umdenken, das nicht nur ihre Branche betreffe. „In meinem Arbeitsfeld zum Beispiel gibt es "Intimacy Consultants", es gab an unserem Set immer eine Therapeutin, die anwesend war. Jeder war darüber informiert, an wen man sich wenden konnte, wenn es Dinge zu besprechen gab. Ich selbst als "Chefin", Regisseurin, habe ein Papier unterschrieben mit Verhaltensregeln, hab' das auch gerne unterschrieben, aber das war auch das erste Mal. Also sicherlich werden die Projekte und auch die Teams diverser aufgestellt, und ja, über bestimmte hierarchische Systeme neu nachgedacht.“

„She Said“ startet am 8. Dezember in den deutschen Kinos. dpa

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