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„maischberger. die woche“ im Ersten: Thomas Gottschalk darf den Experten in Sachen USA geben.
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„maischberger. die woche“ im Ersten: Thomas Gottschalk darf den Experten in Sachen USA geben.

TV-Kritik

„maischberger. die woche“ (ARD): Thomas Gottschalk hätte bei #allesdichtmachen mitgemacht

  • Jendrik Walendy
    vonJendrik Walendy
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Corona in Indien, 100 Tage US-Präsident Joe Biden und die Grünen im Höhenflug - ziemlich viele Themen für einen kurzen Talk.

Berlin - Sandra Maischbergers Talkshow beginnt in dieser Woche mit einer Bestandsaufnahme der USA nach 100 Tagen unter der Präsidentschaft Joe Bidens. Zu Gast in der kurzen Eröffnungsrunde sind die taz-Journalistin Ulrike Herrmann, Nena Schink von der Bild-Zeitung sowie Thomas Gottschalk. Dem Entertainer fällt dabei die Rolle zu, die Psyche der amerikanischen Bevölkerung zu analysieren, während Hermann Bidens Bemühungen um die Sozialpolitik herausstellt. Schink gefällt sich in der Rolle der Neoliberalen und kritisiert Bidens höhere Besteuerung der Reichen, die die Wirtschaft ausbremsen würde.

„maischberger. die woche“ (ARD): Keine Hebel im Fall Nawalny

Sigmar Gabriel ist dann für eine tiefergehende Analyse der bisherigen Amtszeit des amerikanischen Präsidenten zuständig. Im Vergleich zu Donald Trump schätzt Gabriel Biden als „leise“ und zugleich außenpolitisch erfahren ein. Gerade in der Außenpolitik müsse sich Europa aber auf eine veränderte Aufmerksamkeit der USA einstellen, denn „die Vereinigten Staaten werden deutlich weniger europäisch werden; deutlich stärker pazifisch“. Bei dieser neuen Frontenbildung dürften die Europäer Russland nicht weiter in Richtung China treiben, den Menschenrechtsverletzungen zum Trotz. In Bezug auch auf die Situation des Oppositionellen Nawalny sieht Gabriel ohnehin nur eine eingeschränkte Handlungsfähigkeit Deutschlands: „Unsere Hebel sind verdammt klein“.

„maischberger. die woche“ (ARD): Sigmar Gabriel spricht von „Heiratsmarkt“

Als Nächstes werden bei „maischberger. die woche“ (ARD) die Entscheidungen zu den Kanzlerkandidat:innen diskutiert. „Eigentlich machen wir sowas“ sagt Gabriel zu den Querelen bei der Union und spricht in Hinblick auf die Wahl zum SPD-Vorsitz vor zwei Jahren von einem „Heiratsmarkt“. Die beiden Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans seien dabei nur gewählt worden, weil die Hälfte der Parteimitglieder nicht abgestimmt habe und vom Rest die Hälfte Olaf Scholz nicht wollte. Deutlicher könnte Gabriel seinen Unmut nicht machen und im laufenden Wahlkampf dürften die Aussagen des ehemaligen SPD-Vorsitzenden für die Partei kaum eine Hilfe sein.

Die Dreierrunde vom Beginn darf dann die Entscheidung der Grünen kommentieren. Ulrike Hermann nennt als Annalena Baerbocks Qualitäten das schnelle Aufnehmen von Fakten und ihre „ganz steile Lernkurve“. Nina Schink hält dem entgegen, dass sich die Beschreibung wie die einer „guten Schülerin“ ausmache und spricht von ihrer Angst vor den Grünen, durch die es in einer grün-rot-roten Koalition zu einer Regierungsbeteiligung der Linken kommen könnte. Argumente dafür, was das Problem bei diesem „Totalreinfall für Deutschland“ wäre, bleibt die Bild-Reporterin dagegen schuldig.

„maischberger. die woche“ (ARD): Zu #allesdichtmachen hat Thomas Gottschalk eine Meinung

Die Sendung rast weiter durch die Themen. Als Nächstes kommt die Debatte um die #allesdichtmachen-Kampagne an die Reihe. Thomas Gottschalk sagt, er hätte wahrscheinlich bei der Aktion mitgemacht und dann gleich wieder erschreckt zurückgerudert, wenn er gefragt worden wäre. Außerdem sei in Deutschland „jegliche Diskursfähigkeit verloren gegangen“. Hermann hält dem entgegen, dass hier keine Diskussion angestoßen wurde, weil die Videos selbst keine Argumente liefern und stattdessen die Corona-Maßnahmen mit den Mechanismen einer Diktatur in Verbindung gebracht haben.

„maischberger. die woche“ (ARD): Drastische Bilder aus Indien

Mit einem Bericht des ARD-Korrespondenten Peter Hornung aus Indien werden der Kampagne der Schauspieler drastische Bilder entgegengestellt. In der 20-Millionen-Einwohner-Metropole Delhi, wo es nur noch 18 freie Intensivbetten gebe, sterben die Menschen vor den Krankenhäusern. Die Virologin Helga Rübsamen-Schaeff stellt im Zweiergespräch mit Maischberger klar, dass nicht allein die indische Mutante für die Zustände verantwortlich gemacht werden könne, sondern vor allem die Lebenssituation der Menschen und die Vernachlässigung der Kontaktbeschränkungen.

Wann in Deutschland mit Lockerungen zu rechnen ist und wie die Rechte von Geimpften aussehen könnten, bleibt am Ende offen. Ebenso die Frage, ob im November die Comeback-Sendung von „Wetten dass..?“ stattfinden kann, aber zumindest Thomas Gottschalk bleibt „ratlos aber hoffnungsfroh“. (Jendrik Walendy)

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