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Karl Lauterbach und Lisa Federle zu Gast bei Sandra Maischberger.
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Karl Lauterbach und Lisa Federle zu Gast bei Sandra Maischberger.

TV-Talk

„Maischberger. Die Woche“ (ARD): Karl Lauterbach warnt - Corona-Lage wird bald „dramatisch“ sein

  • VonMichael Meyns
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Die Kanzlerkanditaten-Frage der Union ist weiter offen und die „Notbremse“ soll Gesetz werden. Karl Lauterbach rechnet mit einer dramatischen Verschlechterung der Corona-Lage.

Berlin/Frankfurt - Zwei Themen bestimmten die politische Woche in Deutschland. Natürlich Corona, nicht zuletzt aber die Frage, wen die Union ins Rennen ums Kanzleramt schicken wird. Ursprünglich sollte Markus Söder selbst bei „maischberger. die woche“ (ARD) Rede und Antwort stehen, doch der bayerische Ministerpräsident sagte kurzfristig ab, sodass zwei Stellvertreterinnen der beiden möglichen Kandidaten in den Ring traten: Team Söder wurde von Dorothee Bär vertreten, Staatskanzlerin im Kanzleramt, die sich mit Serap Güler duellierte, Staatssekretärin für Integration in NRW, und als schon geographisch Team Laschet.

„Maischberger. Die Woche“ (ARD): Vergiftete Komplimente der Unionsparteien

Statt um Sachfragen, Fähigkeiten oder gar Umfragen in der Bevölkerung, arbeiteten sich die Stellvertreter an der Frage ab, ob eher die Stimmen im Präsidium der Union zählen sollten oder doch die Stimmen in der Fraktion? Dass man sich gegenseitig schätzt, wurde immer wieder betont, dass Laschet und Söder großartige Ministerpräsidentin seien, dass ist aus dem Mund der jeweiligen Gegenpartei natürlich nicht mehr als ein vergiftetes Kompliment.

Dorothee Bär, CSUStaatsministerin im Bundeskanzleramt für Digitalisierung
Serap Güler, CDUMitglied des Bundesvorstands
Prof. Dr. Karl LauterbachSPD-Gesundheitspolitiker
Dr. Lisa FederleÄrztin
Anja KohlARD-Börsenexpertin
Cerstin GammelinStellvertretende Leiterin des
Wolfram WeimerVerleger des \"European\" und Kolumnist

Drohungen, aus CDU bzw. CSU auszutreten, wenn der andere Kandidat antritt, damit wird die Union leben müssen, außer sie verzichtet gleich ganz darauf, eine(n) Kanzlerkandidat:in zu stellen. Was dann doch als eher unwahrscheinliche Variante erscheint, insofern wird uns das Theater noch eine Weite begleitet, da wirken tatsächlich selbst die Grünen staatstragender.

„Maischberger. Die Woche“ (ARD): Das Volk verlangt nach Öffnungen

Viel akuter ist ohnehin die langsam an Fahrt nehmende Dritte Welle der unsäglichen Corona-Pandemie. Mediziner:innen warnen vor zunehmend vollen Intensivstationen, das Volk verlangt nach Öffnungen, die Ministerpräsidenten zieren sich vor dringend notwendigen Maßnahmen. Was tun also, wurden Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitspolitiker, und die Ärztin Dr. Lisa Federle gefragt. Die sogenannte „Bundesnotbremse“ wurde endlich verabschiedet, so spät allerdings, dass der Crash kaum noch zu vermeiden scheint.

„Maischberger. Die Woche“ (ARD): Modellversuch in Tübingen

In Tübingen herrschte dank der erfolgreichen Corona-Politik von Bürgermeister Boris Palmer mehr Normalität als in den meisten anderen Orten der Republik, Initiatorin war auch Lisa Federle. Testen, testen, testen war ihre Idee, die Tübingen zeitweise zu einer sehr niedrigen Inzidenz verhalf. Damit ist es inzwischen aber wieder vorbei, dennoch bezeichnete Federle das Tübinger Experiment als Erfolg, sehr zur Verwunderung von Karl Lauterbach, der wie schon oft für eine deutlich komplexere Teststrategie in Zusammenhang mit einem scharfen Lockdown eintrat. Eine Testung vermittele den Menschen oftmals auch eine falsche Sicherheit. Bevor Corona-Symptome aufträten, seien Menschen nämlich schon ansteckend, aber der Antigen-Test noch negativ.

An der Uniklinik Köln, so Lauterbach, ist die Lage schon so dramatisch, dass mit einer weichen Triage begonnen wurde. In wenigen Wochen wird die Lage laut Lauterbach dramatisch sein, die Zeit ist also nicht reif für Experimente, Modellversuche, hochriskante Öffnungen.

maischberger. die woche in der ARD

Die Sendung vom 14.04.2021 zum Nachsehen in der ARD-Mediathek.

„Maischberger. Die Woche“ (ARD): Zu viel Wahlkampf in der Pandemie

Sehenden Auges scheint die Republik ins Verderben zu rennen, an der Frage der Ausgangssperre oder Ausgangsbeschränkung könnte die Notbremse noch scheitern oder sich weiter verzögern. Viel zu viel Wahlkampf scheint schon mitzuschwingen, die Angst, sich beim Volk noch unbeliebter zu machen, verhindert notwendige Entscheidungen, bleibt also nur die Hoffnung auf schönes Wetter. Und vielleicht ganz banales Asthma-Spray.

Studien deuten an, dass die dort enthaltenen Steroide, die Symptome einer Corona-Infektion drastisch reduzieren und damit auch die drohende Überlastung der Intensivstationen verhindern. Bevor es allerdings soweit ist muss die Studie wiederholt werden. Dennoch: immerhin ein Hoffnungsschimmer in einer Pandemie, die dennoch fraglos noch lange Wochenthema sein wird. (Michael Meyns)

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