Bei „Maischberger. Die Woche.“ (ARD) geht es am 15.10.2020 um Corona, Trump und die Ausschreitungen der linken Szene in Berlin.
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Bei „Maischberger. Die Woche.“ (ARD) geht es am 15.10.2020 um Corona, Trump und die Ausschreitungen der linken Szene in Berlin.

TV-Kritik

„Maischberger. Die Woche.“ in der ARD: Mary Trump spricht über Corona-Infektion ihres Onkels

  • Bettina Schuler
    vonBettina Schuler
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Bei „Maischberger. Die Woche.“ werden Experten gehört. Und Donald Trumps Nichte darf sich äußern.

  • Die Talkshow „Maischberger. Die Woche.“ in der ARD beschäftigt sich mit Corona, Donald Trump und den Ausschreitungen der linken Szene.
  • Mit dabei bei Sandra Maischberger ist auch Physiker und Kabarettist Vince Ebert, der sein Karriere-Glück gerade in New York versucht.
  • Die Nichte von US-Präsident Donald Trump, Mary Trump, darf auch mitreden.

Auch in dieser Woche geht es, wie könnte es anders sein, auch bei „Maischberger. Die Woche.“ in der ARD mal wieder um Corona. Denn immerhin gab es einen neuen Krisengipfel. Und der muss natürlich auch kommentiert werden. Dieses Mal mit am Start der Physiker und Kabarettist Vince Ebert, die Welt-Autorin Susanne Gaschke und die stellvertretende Leiterin des Hauptstadtbüros der Süddeutsche Zeitung, Cerstin Gammelin.

„Maischberger. Die Woche.“ in der ARD: Nicht viel Neues zur Corona-Krise

Drei Kommentatoren die, wen wundert‘s, trotz neuen Krisengipfel leider herzlich wenig Neues zu dem Thema beizutragen haben. So sorgt sich Vince Ebert, dass ein nächster Lockdown nicht mehr so friedlich wie der vorherige ablaufen wird. Indes Cerstin Gammelin den altbekannten Blick in die Nachbarländer fordert, um zu verstehen, dass es keine Alternativen zu den beschlossenen Maßnahmen gibt. Susanne Gaschke wünscht sich bei „Maischberger. Die Woche.“ im Ersten wie ein Großteil der Bevölkerung mehr Erklärung für die einzelnen Verbote und hält die meisten Menschen zum Glück nicht für zu blöd dafür.

Danach darf sich mal wieder Manuela Schwesig, die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, per Live-Schaltung in die ARD-Sendung „Maischberger. Die Woche.“ zu Worte melden und noch einmal betonen, dass der weitere Verlauf der Pandemie von dem Verhalten der Bevölkerung abhängt. Eine auch nicht allzu überraschende Aussage. Nebenbei wird noch schnell in zwei Sätzen die Vergabe des Nobelpreises abgehandelt, um dann wieder zum nächsten reißerischen Thema überzugehen: der Räumung des besetzten Hauses „Liebig34“ in Berlin.

Ausschreitungen der Linken Szene Thema bei „Maischberger. Die Woche“ (ARD)

Die Ausschreitungen der linken Szene, zu denen es dabei gekommen ist, begegnen die beiden Journalistinnen Gammelin und Gaschke spannenderweise mit großer Gelassenheit. „Wenn man sich anschaut, was manchmal am 1. Mai in Berlin los ist“, so Gammlin in der ARD-Sendung „Maischberger. Die Woche.“, dann sei diese Räumung „vergleichsweise normal abgegangen“. Beide äußerten auch ihr Verständnis für den Unmut angesichts der steigenden Mieten, auch wenn sie die Umsetzung des Protestes, oh Wunder, ablehnen.

„Maischberger. Die Woche.“ in der ARD-Mediathek

Sie haben die Sendung verpasst? Kein Problem. In der ARD-Mediathek könnten Sie die Sendung „Maischberger. Die Woche“ vom Mittwoch, 14.10.2020, noch anschauen.

Vince Ebert, der erst vor kurzem für mehrere tausend Euro ein 30 qm Wohnung in New York gemietet hat, um sich dort als Kabarettist auszuprobieren scheint durch die stetig steigenden Mieten in keine finanziellen Nöte zu geraten und hat zu diesem Thema wahrscheinlich deshalb auch herzlich wenig Erhellendes beizutragen. Stattdessen berichtet er bei „Maischberger. Die Woche.“ (ARD) lieber von seinen dortigen Auftritten und den Humor der Amerikaner.

Nichte von US-Präsident Donald Trump, Mary, live bei „Maischberger. Die Woche.“ in der ARD

Was wiederum die perfekte Überleitung zu dem nächsten Clown bietet: Donald Trump. Über den und dessen geheimnisvollen Covid-19-Erkrankung darf sich seine Nichte Mary L. Trump, die in die Sendung „Maischberger. Die Woche.“ (ARD) zu geschaltet wird, äußern. Die berichtet erst einmal, dass Krankheit in ihrer Familie als Schwäche verstanden und deshalb auch nicht existent sein durfte und das ihr Onkel ja nur das „Symptom einer Krankheit“ sei, an der ihr Land leide.

Immerhin ist der Politikwissenschaftler Stephan Bierling „noch mehr als vor vier Jahren“ davon überzeugt, dass bei der US-Wahl 2020 Joe Biden, der Kandidat der Demokraten gewinnen wird. Eine Aussage, die einen angesichts seiner Prognose zur letzten Wahl nicht besonders zuversichtlich stimmt. Doch darüber darf er bestimmt ausführlich in der nächsten Maischberger-Sendung nach der US-Wahl 2020 Anfang November berichten.

Endlich mal ein anderes Thema als Corona bei „Maischberger. Die Woche.“ (ARD) gefordert

Bis dahin sollten sich Maischberger und ihrer Talkshow-Kollegen den Rat von Susanne Gaschke zu Herzen nehmen und ihren Blick auch wieder auf andere Themen als Covid-19 richten. Dann würde man als Zuschauer*in vielleicht auch mal wieder etwas Neues erfahren und die Sendung mit Interesse verfolgen.

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