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SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach beim TV-Talk von Sandra Maischberger in der ARD.
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SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach beim TV-Talk von Sandra Maischberger in der ARD.

TV-Kritik

„Maischberger. Die Woche“ (ARD): Lauterbach schlägt Alarm –„Dritte Welle da und nicht mehr aufzuhalten“

Bei „maischberger. die woche“ in der ARD äußert sich Karl Lauterbach (SPD) erneut zum Corona-Impfstoff von Astrazeneca – das Risiko sei in Kauf zu nehmen.

  • In der ARD spricht der CDU-Vorsitzende Armin Laschet über die Landtagswahl und Corona-Politik.
  • Karl Lauterbach kritisiert bei „maischberger. Die Woche“ die Aussetzung der Astrazeneca-Impfung.
  • Zur Eindämmung der Corona-Pandemie Gesundheitsexperte hält einen weiteren Lockdown für unumgänglich.

Berlin – Normalerweise beginnt der Talk bei Sandra Maischberger mit einem Kurzüberblick über das politische und gesellschaftliche Geschehen der vergangenen Tage. Gestern startete die Sendung hingegen direkt ins rund 25-minütige Einzelgespräch mit dem CDU-Vorsitzenden und NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet. Nach dem CDU-Fiasko bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg kein dankbarer Termin für den Politiker. Immerhin stehen nicht nur die herben Verluste im Südwesten der Republik, sondern auch die Maskenaffäre der Union und die polternde Corona-Politik zur Debatte – und das im Superwahljahr 2021.

Die Diskussion um den Kölner Erzbischof Woelki möchte der Katholik Laschet der Kirche überlassen, doch zu den mauen Wahlergebnissen der CDU muss er sich äußern. „Wir haben verloren“, gibt Laschet zu, die Konkurrenz hätte aber keineswegs gewonnen. Maischberger will wissen, ob die Gründe für das schlechte Abschneiden im Corona-Managment liegen. „Natürlich ist im Moment niemand zufrieden“, sagt Laschet. Beim Stopp der Astrazeneca-Impfungen durch das Paul-Ehrlich-Institut sieht er die Politik in der Pflicht zur Vorsicht und bedauert das uneinheitliche Vorgehen in Europa. Die Klärung der Pandemie dürfe nicht parteipolitisch getrieben sein.

Die Gäste von Maischberger in der ARD im Überblick

Armin LaschetParteivorsitzender der CDU
Karl LauterbachGesundheitsexperte (SPD)
Ilkay GündoğanFußballprofi, Manchester City
Ulrich WickertTagesthemen-Moderator
Alexandra Föderl-Schmidtstellvertretende SZ-Chefredakteurin
Kristina Dunz RND-Hauptstadtkorrespondentin

„Maischberger. Die Woche“ (ARD): Armin, Laschet, Corona und die CDU

Als Verantwortlichen stellt Maischberger den Gesundheitsminister Jens Spahn zur Wahl – Laschets Flügelmann aus der Vorsitzkandidatur. Doch Armin Laschet schiebt die Fehler bei der Impfbestellung lieber der Europäischen Kommission zu. Ein konkretes Problem sieht er in der „gigantischen Impfbürokratie“ mit komplizierten Vorschriften. Ans Impfen müsse man „pragmatisch rangehen“, die Ärmel hochkrempeln. Aufgeregt wird Sandra Maischberger, als es um die forcierten Schulöffnungen im Kreis Düren geht. Laschet weist auf die erforderliche Abwägung hin. Auch zur Verhütung von Kindeswohlgefährdungen sollen die Kitas und Schulen als erste öffnen und als letzte schließen – natürlich unter Einhaltung aller Sicherheitskonzepte. Deren Umsetzung bemängelt Maischberger energisch: „Es funktioniert einfach nicht.“

Nach Laschet kommen die Gast-Kommentatoren zu Wort. Am Pult sitzen der langjährige Tagesthemen-Moderator Ulrich Wickert, die stellvertretende SZ-Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid und mit Kristina Dunz die stellvertretende Leiterin des RND-Hauptstadtbüros. Wickert würde den Astra-Impfstoff sofort nehmen und diagnostiziert in Bezug auf die strauchelnde Krisenpolitik: „Wir sind als Land eingeschlafen.“ Weiter geht es in der Runde um die Frage, ob die Aussetzung der Astrazeneca-Impfungen nun politisch oder medizinisch motiviert war, und um die CDU-Affäre rund um die Maskenbeschaffung. Die diesbezügliche Ehrenerklärung samt Verhaltenskodex der Unionsfraktion belächelt Kristina Dunz: „Das hat natürlich mit dem Wahljahr zu tun.“

„Maischberger. Die Woche“ (ARD): Karl Lauterbach, Corona, die dritte Welle und Astrazeneca

Das Paul-Ehrlich-Institut empfahl die Aussetzung der Astrazeneca-Impfungen wegen einer Häufung „schwerwiegender thrombotischer Ereignisse“. Von den acht hierzulande bekannten Fällen verliefen drei tödlich. Was steckt dahinter und wie wirkt sich die Entscheidung auf die Impfkampagne aus? Der SPD-Gesundheitspolitiker und ewige Talkgast Karl Lauterbach hätte jedenfalls eine Fortsetzung der Impfungen bei paralleler Nachprüfung des Vakzins bevorzugt. Aufgrund der sehr spezifischen Nebenwirkungen vermutet er zwar einen Zusammenhang mit der Impfung, verweist aber auf die Seltenheit der Komplikationen. Das Risiko sei in Kauf zu nehmen: „Es ist ein sicherer Impfstoff.“

maischberger. die woche in der ARD

Die Sendung vom 18.03.2021 zum Nachsehen in der ARD-Mediathek.

Zwischendurch berichtet der aus Manchester zugeschaltete Fußball-Profi Ilkay Gündoğan von seiner Covid-Erkrankung im letzten September. Er habe sich so schlecht gefühlt wie nie, die Familie sei besorgt gewesen. Auch wegen dieser Erfahrung votiert Gündoğan für das Impfen. Der Aufruf kommt Karl Lauterbach gut zu Pass. Der malt am Ende noch ein tristes Bild vom Stand der Pandemie: „Die dritte Welle ist da und nicht mehr aufzuhalten.“ Lauterbach sieht zwei Möglichkeiten. Entweder komme es zu einem schnellen und harten, dafür kurzen Lockdown – oder zu einem langen Lockdown nach der Verzögerung. Die Kommentatoren-Ecke schätzt die Lage ähnlich ein, weicht den Befund allerdings etwas auf. Bald wissen wir mehr. (Christian Horn)

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