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Aus für Patrick Lindner bei "Let's dance"
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Aus für Patrick Lindner bei "Let's dance"

Let's Dance

Macht doch, was ihr wollt!

Das Publikum hat immer Recht und bleibt sich auch in der siebten Sendung von „Let’s dance“ treu: Die beiden Zuschauerlieblinge Lars Riedel und Joanna Zimmer schafften es in die nächste Runde. Patrick Lindner landete hingegen im Aus.

Von Klaudia Wick

Das Publikum hat immer Recht und bleibt sich auch in der siebten Sendung von „Let’s dance“ treu: Die beiden Zuschauerlieblinge Lars Riedel und Joanna Zimmer schafften es in die nächste Runde. Patrick Lindner landete hingegen im Aus.

Mit den Worten „Rufen Sie an für den Mann, der seit sieben Sendungen immer die gleichen Schritte macht“, hatte Moderator Daniel Hartwig das Publikum dazu aufgerufen, den (einmal mehr) letztplatzierten Zweimetermann Lars Riedel zurück in die Show zu hieven.

Und genau das haben die Zuschauer der siebten Ausgabe von „Let’s dance“ dann auch gemacht: Sie haben ihre größtmögliche Chance auf Mitwirkung genutzt und einen Mann ins Viertelfinale geschickt, den die Fachjury mangels Talent am liebsten schon in der ersten Sendung auf die Zuschauerbank geschickt hätte.

In der letzten Ausgabe hatten die Juroren dem Tanzbären so wenig Punkte gegeben wie nie zuvor in der Geschichte von „Let’s dance.“ Aus diesem Tal der Tränen arbeitete sich der Diskuswerfer diesmal mit einer Samba heraus. Die Choreographie inszenierte ihn schlau als tumben Touristen, der sich beim Brasilianischen Karneval eine Profitänzerin angelt und mit ihr die ersten Sambaschritte probiert.

Jurorin Motsi Mabuse kommentierte die Selbstironie ihrerseits ironisch: „Wissen Sie, Lars“, wandte sie sich an den Kandidaten: „Ich bete jeden Abend: Hoffentlich wird Lars besser. Und jede Woche finde ich: Ich muss weiter beten.“ Was soll sie auch machen? Dem Publikumsvoting einer Votingshow widersprechen?

Die Favoriten fliegen raus

Der Profitänzer Massimo Sinato bekannte sich offen zu seiner Sorge über die Tatsache, dass in dieser Staffel bisher Woche für Woche nicht die Schlechtesten, sondern die Favoriten nach Hause geschickt worden waren. Nur knapp sicherten sich er und seine Tanzpartnerin Rebecca Mir mit dem Erotic-Klassiker „Fever“ den Platz in der nächsten Show.

Dort wird die Luft für die ernsthaften Tanzeleven höchstwahrscheinlich noch einmal dünner. Stefanie Hartel zeigt von Woche zu Woche mehr Ehrgeiz, mit Hilfe eines unerbittlichen Videotrainings fand sie diesmal zu mehr Körperbeherrschung und fuhr mit ihrem Wiener (Hochzeits)-Walzer verdientermaßen einen Arbeitssieg ein.

Ihr Einsatz gefiel vor allem der Fachjury, aber auch die Fanbase der Volksmusik-Gemeinde hatte wohl fleißig zum Telefon gegriffen. So viel Solidarität fehlte Patrick Lindner, er übersprang zwar mutig seinen persönlichen Schatten („Ich habe noch nie auf AC/DC getanzt“), aber genau so sah das dann auch aus. Weder dem Publikum noch der Jury wird er in der nächsten Runde fehlen.

Blinde Sängerin tanzt in eigener Liga

Ähnlich wie Lars Riedel tanzt die blinde Sängerin Joanna Zimmer dagegen weiterhin in ihrer eigenen Liga. Das Publikum trägt sie über alle Kritik hinweg in die Endrunde der Show, selbst der sonst so unerbittliche Joachim Llambi beugte sich an diesem Mittwoch der Dynamik mit den Worten: „Ich möchte, dass Sie weiterkommen ... dann müssen aber alle anrufen.“ Was so viel hieß wie: Macht doch was ihr wollt!

Ein Kuriosum ist auch der Werdegang von Magdalena Brzeska. Die 28-fache deutsche Meisterin in der Rhythmischen Sportgymnastik war bereits in Show Vier aus dem Wettbewerb geflogen, dann aber in der Folgewoche für die freiwillig ausscheidende Gitte Haenning wieder eingewechselt worden. Beherzt ergriff sie ihre zweite Chance und ertanzt sich inzwischen einen Favoritenrang.

Aber was hilft das alles gegen den Mann, der seit sieben Sendungen die immer gleichen Schritte macht? „Als Privatmann würde ich sofort für Sie anrufen“, hatte Juror Roman Frieling über Lars Riedel gesagt. Auf die Frage der Moderatorin Sylvie van der Vaart, ob er manchmal ein schlechtes Gewissen habe, auf diese Art weiterzukommen, antwortete Lars Riedel knapp und gut gelaunt: „Neeee!“

Zweiklassengesellschaft

Längst ist bei „Let’s dance“ eine Zweiklassengesellschaft entstanden: Die einen lassen sich beurteilen, die anderen wählen. Die Fachjury, ohnehin durch die dauerenthusiastische Maite Kelly in ihrer Seriosität arg beschädigt, steht da mehr und mehr auf verlorenem Posten.

Als der erneute Votingsieg für Lars Riedel verkündetet wurde, war Roman Frieling das Entsetzen ins Gesicht geschrieben. Wortlos stand der Tanzprofi von der Jurybank auf, bevor die Show offiziell vorüber war. Der Privatmann, der eben noch im Sinne der Show für Riedel hatte anrufen wollen, hatte da offenbar schon Feierabend gemacht.

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