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Lars Eidinger – der verletzliche Held

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Von: Christina Bylow

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Der Schauspieler Lars Eidinger steht auf der bühne vor einem roten Vorhang.
„Wenn ich mich wirklich zeige und öffne, führt das zur Empathie der Zuschauer mit der Figur.“ - Lars Eidinger bei der Gala der Berlinale Gala. © AFP

Lars Eidinger steht auf der Bühne, vor der Kamera, hinterm Mischpult. Ein Gespräch über ewige Momente und die Schönheit des Vergänglichen.

Herr Eidinger, Sie sind seit vielen Jahren enorm produktiv. Als Schauspieler im Kino und im Theater, als DJ und als Fotograf. Sind Sie jemand, der sehr bewusst mit seiner Zeit umgeht?

Das stellt sich vielleicht nach außen hin so dar, aber für mich fühlt sich das gar nicht so an. Das ist mein Beruf, ich betreibe ihn leidenschaftlich und bin sehr glücklich, wenn ich ihn ausüben kann. Ein guter Freund von mir hat einmal gesagt, man darf nicht über Zeit nachdenken. Es macht einen wahnsinnig. Das fand ich interessant. Ich glaube, er meint damit, dass Zeit etwas ist, was wir nicht verstehen und nicht begreifen können. Zeit überschreitet unsere Vorstellungskraft, weil wir nur eine beschränkte Zeit leben. Wie sollen wir uns vorstellen können, dass es darüber hinaus noch etwas gibt, was wir gar nicht erfahren oder erleben können? Ich glaube, man darf Zeit nicht als Linie sehen, sondern als Punkt. Ich finde genau das im Film „Die Zeit, die wir teilen“ so schön. Tim und Joan begegnen sich an einem Zeitpunkt. Man fragt sich vielleicht, wie es sein kann, dass die beiden eine Liebesbeziehung führen, wo sie doch so unterschiedlich alt sind. Aber es gibt den Punkt, an dem sie sich wirklich begegnen und austauschen. Und in dem Moment, wo dieser Austausch stattfindet, ist es dann auch egal, wie alt sie sind.

Weil die Zeit in dem Moment stillsteht?

So erscheint es vielleicht. Ich glaube, dass sie sich in dem Moment, wo er ihr seine Liebe gesteht, nicht in ihn verliebt, sondern in seine Sicht auf sie. Das hat ein im positiven Sinn narzisstisches Moment. Sie fühlt sich erkannt von ihm. In der Bibel steht, sie erkennen sich – ein Synonym für sich lieben. Das heißt aber auch, dass ich mich zu erkennen gebe. Dass ich mich öffne und angreifbar mache. Und genau das findet zwischen den beiden in diesem Film statt. Ich fand es bemerkenswert, wie Isabelle Huppert sich in dem Moment im Spiel zeigt und zu erkennen gibt. Zum Abschied habe ich ihr mein Fotobuch geschenkt und hineingeschrieben, dass ich den Eindruck gewonnen habe, man könne sich im Spiel intimer begegnen als im realen Leben.

„Wenn sie nichts spielt, spielt sie alles.“
„Wenn sie nichts spielt, spielt sie alles.“ © Camino Filmverleih

Lars Eidinger erzählt von der Kunst, sich schonungslos zu öffnen

Wenn man Sie und Isabelle Huppert spielen sieht, hat man das Gefühl, hier haben sich zwei Menschen verstanden, auch außerhalb der Rolle. War das so?

Wenn ich ganz ehrlich bin, war ich auch überrascht davon, wie sie mich wahrnimmt. Weil es mir natürlich so gegangen ist, wie den meisten Zuschauerinnen und Zuschauern auch: Isabelle wirkt am Anfang sehr unnahbar und unerreichbar. Als ich sie zum ersten Mal gesehen habe, nach einer Theateraufführung mit der Schaubühne in Avignon, vor etwa zwanzig Jahren, da saß sie am Tisch und – ich weiß, es klingt wie ein Klischee – sie hat wirklich geleuchtet. Sie war nicht extravertiert, sondern ganz bei sich. Sie besitzt die Fähigkeit, ihr Inneres nach außen zu kehren, auch ohne Worte. Das ist so eindrucksvoll an ihrem Spiel. Viele sagen dann, die spielt ja gar nicht, aber das ist ein Irrtum. In ihrem Spiel zeigt sich, dass nichts eben auch alles ist. Wenn sie vermeintlich nichts spielt, spielt sie doch alles. Nach den Dreharbeiten wurde ich manchmal gefragt, wie sie denn privat sei. Ich habe dann immer geraten, sich die Filme mit ihr anzuschauen. Denn da zeigt sie sich als die komplexe Persönlichkeit, die sie ist.

Statt von Ihnen sprechen wir von Isabelle Huppert, genau das wollte ich eigentlich vermeiden.

Wirklich? Wenn ich über Isabelle Huppert spreche, spreche ich ja auch über mich. Ich habe das schon während der Berlinale getan, in meiner Rede anlässlich der Hommage an sie. Denn so sehr man sie auch bewundern kann – ihre größte Qualität ist, dass man sich in ihr wiedererkennt.

Wie meinen Sie das?

Es hat damit zu tun, dass sie oft auch Figuren spielt, die eine destruktive Seite haben, die etwas Zerstörerisches, auch Selbstzerstörerisches und Fehlerhaftes an sich haben, und ich glaube, dass wir uns da wiedererkennen. Es ist doch kurios, wie sehr wir mit Filmhelden und Filmheldinnen großgeworden sind und wie wenig diese Helden und Heldinnen mit uns zu tun haben. Das sind wir ja nicht. Wir sind voller Fehler und Irrtümer. Es gibt zwar eine Sehnsucht nach etwas Heldischem, aber es bleibt doch utopisch, viel bereichernder ist es, sich in einer Figur wiederzuerkennen. Das erhöht den Grad an Reflexion. Wenn man Isabelle in „Die Klavierspielerin“ sieht, erschrickt man plötzlich vor der eigenen Fratze. Man blickt hinein wie in einen Spiegel.

In „Die Zeit, die wir teilen“ gibt es einen Moment, in dem Sie direkt in die Kamera schauen. Das ist wie ein Schock. Sie strahlen dabei eine ungeheure Verletzlichkeit aus. Etwas Bloßes. Das ist sehr berührend.

Oh, danke.

„Sie sehen in mir Ihre eigene Verletzung. Das ist eigentlich das hehre Ziel des Spielens“

Lars Eidinger

Aber hat nicht Brecht – den Sie auch einmal gespielt haben – gesagt, Rührung ist falsch, wenn man sich nicht rührt?

Ich bin ein großer Brecht-Fan. Es gibt dieses Credo von ihm: „Glotz nicht so romantisch!“ Damit meinte er, dass man auf die Vorgänge auf der Bühne oder auf der Leinwand nicht romantisch-verklärt blicken sollte, sondern analytisch. Und natürlich ist es ein Brecht’scher Moment, wenn ich genau in Kamera schaue, weil man dadurch den Zuschauer direkt konfrontiert und damit die Illusion in Frage stellt. Brecht will den analytischen Blick, aber erfahrungsgemäß kann der genauso berühren. Vielleicht muss man zwischen Rührung und Berührt-Sein unterscheiden. Mein Kollege Gustav Peter Wöhler aus dem „Jedermann“ hat mich in einer Dokumentation über mich als waidwund beschrieben.

„Glotz nicht so romantisch!“
„Glotz nicht so romantisch!“ © dpa

Ein Begriff aus der Jägersprache – ein angeschossenes Tier.

Genau, aber das Tolle in so einem Moment der Empathie wie Sie ihn beschreiben, ist, dass es dabei nicht um mich geht. Sie sehen in mir Ihre Verletzung. Und das ist eigentlich das hehre Ziel des Spielens. Wenn ich mich wirklich zeige und öffne, führt das zur Empathie der Zuschauer mit der Figur. Dann hat jeder und jede die Möglichkeit, sich in einer Figur auch selbst zu erkennen.

Wie lange bleibt so eine Rolle wie die des verzweifelten, alkoholabhängigen Schriftstellers Tim Ardenne bei Ihnen?

Es gibt eine tolle Performance des Künstlers Erwin Wurm, da hat er Menschen ihre gesamte Kleidung angezogen. Und dann stehen sie da und haben alle Sachen an, die sie besitzen. So fühlt sich das bei mir mit den Rollen an. Ich lege die in gewisser Weise auch nicht mehr ab, sondern sie machen mich als Persönlichkeit komplexer. Ich empfinde die Auseinandersetzung mit ihnen auch nicht als Anstrengung, sondern als eine Bereicherung. Ich sehne mich richtiggehend danach, in diese Charaktere zu schlüpfen, weil ich dadurch weiterkomme, mich verändere.

Gibt es dabei Figuren, die Ihnen näher sind als andere?

Ich tue mich immer schwer, wenn ich gefragt werden, wen ich denn da spiele, mit wem man es denn da zu tun hat. Denn das schränkt die Figuren ein. Von der Fiktion erwartet man oft, dass sie mit einer Geschlossenheit und Logik aufwartet, aber das Leben ist viel ungreifbarer. Die Kunst versucht, das Leben in eine Form zu bringen, und dadurch limitiert sie es eigentlich.

„Eine Persönlichkeit bewegt sich. Das ist auch mein Anspruch - mich permanent zu verändern“

Lars Eidinger

Können Sie das erklären?

Ich habe gerade ein Projekt über Piet Mondrian gemacht. Es gibt einen Text von ihm, in dem sich ein Kunstkritiker, ein abstrakter Maler und ein gegenständlicher Maler unterhalten. Und da gibt es den Satz: „Alles, was teilt, hat aufgehört zu sein.“ Ein interessanter Gedanke, dass Zuordnung und Einteilung ein Ende beschreiben. Ich habe es so verstanden, dass Persönlichkeit etwas ist, das sich bewegt und verändert. Und das ist auch mein Anspruch mittlerweile, dass ich mich permanent verändern will. Ich möchte gar nicht für dieses oder jenes stehen. Ich möchte möglichst offen sein für eine Veränderung. Meiner Ansicht nach krankt auch die Diskussionskultur, die Art, wie wir im Moment Debatten führen, genau daran, dass die Positionen sich verhärten und dass es nur noch um Kategorien wie Sieg oder Niederlage geht und nicht darum, das Gegenüber zu überzeugen oder sich vom Gegenüber überzeugen zu lassen.

Lars Eidinger und das Äterwerden

Reden wir noch mal über die Zeit. Als wir uns vor sieben Jahren schon einmal trafen, da haben Sie über die Angst vor dem Verfall, vor dem Altern gesprochen. Wie ist das jetzt, wo Sie älter sind? Sind Sie, wie damals, immer noch der Ansicht, dass das Alte einfach nur stirbt und das Junge die meisten Argumente für das Leben hat?

Ich weiß, es ist ein komischer Vergleich, verstehen Sie das bitte nicht falsch: Für mich entstand aus der Tatsache, dass Dinge sich abnutzen, früher ein wahnsinniger Konflikt. Da hatte ich ein Ding, das neu war und schön, und plötzlich hat es einen Kratzer. Irgendwann merkt man aber, dass das die Prinzipien unserer Konsumgesellschaft sind. Handys werden mit Hüllen geschützt, die fast so teuer sind wie das Handy selbst, lackierte Stoßstangen werden nach einer Schramme ersetzt. Dinge, die sich halten, sind die unter kapitalistischen Gesichtspunkten nicht lukrativ. Das heißt: Natürlich wird uns suggeriert, dass das, was alt ist, ersetzt werden muss und keinen Wert mehr hat. Das kann man auf den Körper übertragen. Die Werbung suggeriert uns, dass ein Körper oder ein Gesicht, das Falten hat, nicht mehr begehrenswert ist. Im Gegensatz dazu gibt es im Japanischen – und diese Kultur spielt in dem Film auch eine große Rolle – einen Begriff für den Wert, den etwas dadurch erfährt, dass es benutzt ist. Und das widerspricht unseren Vorstellungen. Bei uns verliert das Benutzte seinen Wert.

Kino, TV und Streaming ignorieren den alten Menschen. Ist der auch „benutzt“?

Bei einem alten Menschen hat das Leben seine Spuren hinterlassen. Und das kann man auch als eine große Schönheit begreifen. Das erfordert aber Reife. Dafür muss man sich mit Vergänglichkeit beschäftigen. Um auf Ihre Frage zum Umgang mit der Zeit zurückzukommen: Die Tatsache, dass die Zeit stetig vergeht, ist schwer zu ertragen, für jeden Menschen. Und trotzdem ergibt sich daraus auch eine Form von Erotik oder Sinnlichkeit. Denken Sie an die Geste, Schnittblumen zu verschenken. Wenn ich jemandem eine Topfpflanze schenke, hat das nicht dieselbe sinnliche Qualität wie Schnittblumen. Schnittblumen erfahren ihre Qualität dadurch, dass sie eigentlich schon vergangen sind, weil sie schon abgetrennt sind. Und so versuche ich zu erkennen, dass die Schönheit des Lebens nur durch den Tod gegeben ist. Der Wunsch nach ewigem Leben widerspricht dem Leben. Denn das Leben ist endlich, und das ist die Schönheit daran. Und so ist es eigentlich mit jedem Moment.

„Ich will meine Seele nicht weggeben, ich will mich auch schützen.“
„Ich will meine Seele nicht weggeben, ich will mich auch schützen.“ © AFP

Sie haben früher oft von Ihrer Angst vor dem Tod gesprochen. Hat sich das verändert?

Ich habe irgendwann gemerkt, dass diese Angst vor dem Tod gar nicht meine Angst ist, sondern die Angst vor dem Tod in jedem Moment. Der Tod in jedem Moment ist viel schwerer zu ertragen, weil man mit dem leben muss. Während das Ende des Lebens wirklich das Ende bedeutet. Dem Verfall ist man ja die ganze Zeit ausgesetzt, es ist die Frage, wie man damit umgeht. Ob man es schafft, darin eine Qualität zu entdecken oder ob man daran verzweifelt.

Sie sind Vater einer Tochter. Was wollen Sie Ihrem Kind unbedingt vermitteln?

Ich konnte mir lange nicht vorstellen, ein Kind zu haben, und jetzt kann ich mir ein Leben ohne dieses Kind nicht vorstellen. Es ist aber ein Irrtum zu glauben, dass ein Kind das Ergebnis dessen ist, was ich hineininvestiere. Ein Kind ist niemals das Ergebnis seiner Erziehung. Ein Kind ist eine völlig eigenständige Persönlichkeit. Und irgendwann kehrt es sich ja um. Auch, wenn man versucht hat, den Kindern Halt zu geben und ihnen im positiven Sinn auch eine Autorität sein will. Aber ich lerne von meiner Tochter viel mehr, als sie von mir.

Sie haben sich eine Weile sehr stark in den sozialen Netzwerken exponiert, inzwischen aber von Instagram abgemeldet. Wie kam es zu diesem Rückzug?

Die Künstlerin Liv Strömquist hat voriges Jahr die Graphic Novel „Im Spiegelsaal“ veröffentlicht. Darin beschreibt sie auch das Phänomen der Selbstzerstörung, das Social-Media-Stars ab einem gewissen Level entwickeln. Sie beginnen das Bild, das sie von sich aufgebaut haben, zu zerstören. Bei Instagram geht es ja um nichts anderes, als ein Image von sich aufzubauen. Ich vergleiche mich nicht mit diesen Leuten, aber ich habe gemerkt, dass ich mich in diesem Image, für das man ja auch selbst verantwortlich ist, nicht mehr wiederfinde. Leute meinen, dich zu kennen, treten dir nicht mehr unvoreingenommen entgegen und beginnen dich zu verurteilen.

Sie wurden zur Angriffsfläche?

Es gab mehrere Shitstorms. Der Standardsatz in den Posts lautete dann: „Ich bin von dem enttäuscht.“ Das Gegenüber erliegt der Täuschung. Es hat etwas in mir gesehen, worauf ich keinen Einfluss habe. Ich habe ja niemanden aktiv getäuscht. Meinem Beruf wohnt das Mitteilungsbedürfnis inne, aber in gewissen Bereichen nimmt mir das etwas. Ich gebe da etwas von mir weg. American Natives wollten nicht fotografiert werden, weil sie glaubten, sie verlören dadurch ihre Seele. Und das habe ich inzwischen verstanden. Ich will meine Seele nicht weggeben, ich will mich auch schützen. Ich würde nie zulassen, bei mir zu Hause Fotos zu machen. Es ist ein Refugium, und wenn ich jemandem erlaube, dazu etwas zu sagen, dann verliere ich die Wohnung als Rückzugsort.

Zur Person

Lars Eidinger, Jahrgang 1976, gilt als einer der prägenden deutschen Schauspieler. Er besucht die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. 1998 gibt er sein Debüt am Deutschen Theater; an der Berliner Schaubühne wird er bekannt durch seine Rollen in Shakespeare-Stücken wie „Ein Sommernachtstraum“, „Hamlet“ und „Richard III“.

Ihn reizen besonders expressive und extreme Charaktere. Sein Durchbruch im deutschen Kino gelingt ihm 2009 in Maren Ades „Alle Anderen“. International bekannt wird er durch die Filme „Die Wolken von Sils Maria“ und „Personal Shopper“, er spielt in dem Kinoerfolg „25 km/h“, Serienrollen im „Tatort“ sowie in der Reihe „Babylon Berlin“. Für seine Darstellungen erhält er zahlreiche Preise, etwa den Grimme-Preis und den Preis der Deutschen Filmkritik.

Mit Ausstellungen seiner Foto- und Videoarbeiten und der Veröffentlichung eines Bildbandes hat er sich auch als Künstler einen Namen gemacht.

Der Film „Die Zeit, die wir teilen“, läuft seit Donnerstag in den deutschen Kinos.

Den Ort, den Sie brauchen, gerade weil Sie sich so sehr zeigen?

Ja, es ist ein Paradox. So wie ich meinen Beruf auffasse, mache ich mich allein durch die Darstellung schon sehr angreifbar. Ich zeige mich da ungeschützt in emotionalen Momenten. Auch wenn es Handwerk ist: Es ist ein Handwerk, das ich beherrsche, um in die Emotion zu kommen.

Sie weinen echte Tränen auf der Bühne und vor der Kamera?

Es gibt einen Satz in Lars Noréns Stück „Dämonen“: Da sagt der zynische Mann, den ich spiele, zu einer Frau: Du hast etwas ganz Besonderes, du weinst, wenn du traurig bist. Für mich heißt das: Es ist wahnsinnig wichtig, seine Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Wenn man das nicht kann, führt es in die Depression. Wenn man es nicht schafft, sich mitzuteilen, trägt man Dinge mit sich herum und weiß nicht, woher diese Schwere rührt. Je älter ich werde, desto größer ist mein Bedürfnis mich mitzuteilen. Von der nachfolgenden Generation kann man dabei viel lernen. Sie besteht auf der Möglichkeit, sich auszudrücken, ohne dass es gleich bewertet wird. Nur so kann man wirklich in einen Austausch kommen.

Interview: Christina Bylow

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