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Küsschen für den Goldjungen: Jean Dujardin und sein Oscar.

Oscar-Verleihung in Los Angeles

Jean Dujardin sticht George Clooney aus

Jean Dujardin und Meryl Streep sind die Oscar-Preisträger für die beste Hauptrolle. Bester Film wurde "The Artist". Der Oscar für Spezialeffekte geht an "Hugo Cabret" - und damit auch nach Frankfurt. Lesen Sie, was die Stars der Filmbranche über der Oscar-Verleihung twittern.

Jean Dujardin gewinnt Oscar als bester Hauptdarsteller (Mit Bild) Hollywood (dpa) - Der Franzose Jean Dujardin hat den Oscar als bester Schauspieler gewonnen. Der 39-Jährige erhielt die goldene Statue in Hollywood für seine herausragende Leistung in dem Stummfilm „The Artist“. Er ist der erste Franzose überhaupt mit einem Hauptrollen-Oscar.

Meryl Streep hat den Oscar als beste Hauptdarstellerin gewonnen. Die 62-jährige US-Amerikanerin wurde in Hollywood für ihre Leistung in dem Film „Die Eiserne Lady“ ausgezeichnet. Darin spielt Streep die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher. Es ist ihr dritter Oscar.

Der Oscar für die beste Regieleistung des Jahres geht an den französischen Regisseur Michel Hazanavicius für seinen Schwarz-Weiß-Stummfilm „The Artist“. Der 44-jährige Hazanavicius setzte sich bei der Verleihung der begehrten Filmpreise am Sonntag (Ortszeit) in Los Angeles unter anderem gegen die Regie-Veteranen Martin Scorsese („Hugo Cabret“) und Woody Allen („Midnight in Paris“) durch. „Ich bin im Moment der glücklichste Regisseur der Welt“, sagte er in seiner Dankesrede.
„The Artist“ ist auch im Rennen um den Oscar für den besten Film des Jahres, insgesamt war der Film mit zehn Nominierungen in die Oscar-Nacht gegangen. Hazanavicius ist nach Roman Polanski erst der zweite französische Filmemacher, der mit dem Regie-Oscar ausgezeichnet wurde. Polanski gewann die Trophäe 2003 für das Holocaust-Drama „Der Pianist“.

Octavia Spencer hat den Oscar als beste Nebendarstellerin gewonnen. Die 39-jährige US-Amerikanerin erhielt die goldene Statue in der Nacht zum Montag in Hollywood für ihre Leistung in dem Rassendrama „The Help“. Es ist ihr erster Oscar. Die Afro-Amerikanerin bedankte sich unter Tränen für den „heißesten Kerl im Saal“.

Der 82 Jahre alte Kanadier Christopher Plummer hat den Oscar als bester Schauspieler in einer Nebenrolle gewonnen. Er wurde für seine Darstellung in dem Film „Beginners“ ausgezeichnet. Plummer ist nach Angaben der Filmkunstakademie der älteste Schauspieler mit einem Oscar in dieser Kategorie. Plummer spielt in dem Film einen Mann, der sich erst im hohen Alter nach dem Tod seiner Frau zu seiner Homosexualität bekennt. Er setzte sich gegen Kenneth Branagh („My Week with Marilyn“), Jonah Hill („Die Kunst zu gewinnen - Moneyball“), Nick Nolte („Warrior“) und Max von Sydow („Extrem laut und unglaublich nah“) durch.

Der deutsche Regisseur Wim Wenders geht bei der Oscar-Verleihung leer aus. Der 66-Jährige war für seine 3D-Hommage „Pina“ nominiert. In der Kategorie „Beste Dokumentation“ gewann stattdessen der Football-Film „Undefeated“. Es war die zweite Nominierung für Wenders nach „Buena Vista Social Club“ im Jahr 2000. Auch damals bekam er den Preis nicht.

Ein Drama aus dem Iran, „Nader und Simin - Eine Trennung“, wurde als beste nicht-englischsprachige Produktion ausgezeichnet. Der Film von Regisseur Asghar Farhadi hatte vor einem Jahr bereits den Goldenen Bären der Filmfestspiele in Berlin gewonnen.

Der insgesamt elfmal nominierte 3D-Film „Hugo Cabret“ von Martin Scorsese gewann fünf Oscars. Die gab es in Nebenkategorien Kamera, Spezialeffekte, Szenenbild, Tonschnitt und Tonmischung. Fürdie Effekte des Films war maßgeblich das Firmennetzwerk Pixomondo mit Hauptsitz in Frankfurt am Main verantwortlich. Der zehnfach nominierte französische Stummfilm „The Artist“ gewann bisher zwei Preise - für das beste Kostümdesign und die beste Filmmusik. In dieser Kategorie war auch die deutsche Kostümbildnerin Lisy Christl für ihre Arbeit an dem Film „Anonymus“ von Roland Emmerich nominiert. Die Auszeichnung für das beste Make-up ging an „Die eiserne Lady“ über das Leben der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher.

Jean Dujardin: „Ich bin ein glücklicher Kerl"

Vor der Oscar-Gala bahnten sich die geladenen Stars vorbei an Kameras und Schaulustigen ihren Weg über den roten Teppich am Hollywood-Boulevard in Los Angeles. „Ich bin sehr, sehr nervös“, sagte der französische Schauspieler Jean Dujardin. Er sei „sehr froh“, bei den Oscars dabei sein zu dürfen. „Ich bin ein glücklicher Kerl“, sagte Dujardin weiter.

Hollywood-Beau George Clooney, der mit Dujardin um die Auszeichnung für die beste Hauptrolle konkurrierte, kam mit seiner Freundin Stacey Keibler. Der Schauspieler bezeichnete seine Rolle als Familienvater in dem Drama „The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten“ als „interessanten Charakter“. „Es hat Spaß gemacht, ihn zu spielen“, sagte Clooney, der einen Smoking des Edelschneiders Giorgio Armani trug.

Die begehrten Filmpreise wurden zum 84. Mal verliehen. Die Gala fand wie in den vergangenen Jahren im früheren Kodak Theater am Hollywood-Boulevard statt. Seit dem Konkurs des Kamera- und Filmherstellers Eastman Kodak trägt der Entertainment-Palast aber den weniger klangvollen Namen Hollywood & Highland Center. Durch die Oscar-Zeremonie führte zum neunten Mal der US-Schauspieler Billy Chrystal, der nach der Absage von Komiker Eddie Murphy im November eingesprungen ist. Hunderte Millionen Menschen weltweit dürften das Spektakel von den Fernsehern verfolgt haben. (afp/dpa)

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