Bei „Hart aber fair“ ging es mit Frank Plasberg um die Corona-Regeln.
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Bei „hart aber fair“ ging es mit Frank Plasberg um die Corona-Regeln.

Debatte in der ARD

„Hart aber fair“ (ARD) - Bei Frank Plasberg heißt es: Alle gegen „Hardliner“ Karl Lauterbach

Frank Plasberg lässt bei „hart aber fair“ (ARD) die aktuellen Corona-Regeln diskutieren. Karl Lauterbach (SPD) ist dabei mit seinen mahnenden Worten ziemlich allein.

  • „hart aber fair“ (ARD) mit Frank Plasberg diskutiert einmal mehr über Corona.
  • Kontrovers diskutiert werden bei Frank Plasberg die Grundrechtseinschränkungen.
  • Prof. Karl Lauterbach (SPD) hat einen schweren Stand.

Seit gut einem halben Jahr bestimmt die Corona-Pandemie den Alltag in Deutschland. Politik, Medizin und Bevölkerung haben seitdem viel über das Coronavirus und den Umgang mit ihm gelernt. Doch nach wie vor sind Regeln und Einschränkungen in der Diskussion. In seiner Sendung „hart aber fair“ (ARD) diskutiert Frank Plasberg mit seinen Gästen die politischen Maßnahmen in Deutschland. Unter dem Thema „Bei uns füllen sich die Stadien, bei anderen die Kliniken – hat Deutschland Corona-Dusel“ werden vor allem die Grundrechtseinschränkungen kontrovers diskutiert.

„hart aber fair“, ARD: Karl Lauterbach positioniert sich als Hardliner

Prof. Karl Lauterbach (SPD) ist mittlerweile bekannt für seine besonders vorsichtige Haltung was die Lockerungen betrifft. Bei „hart aber fair“ (ARD) positioniert er sich als Hardliner und steht damit ziemlich alleine da. Hinzu kommt, dass Dr. Andreas Gassen, Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, ihm auch aus medizinischer Perspektive Paroli bietet und Lauterbachs Einschätzungen relativiert.

So sieht er beispielsweise ein sehr geringes Ansteckungsrisiko durch Tröpfcheninfektionen, wenn im Stadion ausreichend Platz auf den Tribünen bleibt. Lauterbach wirft er vor, die absolute Wahrheit für sich zu reklamieren und gleichzeitig Erklärungen zu geben, die zu kurz greifen. Er betont, dass deutsche Gesundheitssystem sei sehr gut aufgestellt. „Wir dürfen nicht leichtsinnig werden aber wir können Maßnahmen lockern.“

Eine interessante Rolle nimmt in dieser „hart aber fair“-Sendung bei Frank Plasberg Karoline Preisler (FDP) ein. Als FDP-Politikerin steht sie Freiheits- und Grundrechtseinschränkungen kritisch gegenüber. Zugleich weiß sie, was das Coronavirus auch mit Nicht-Risikopatient*innen anrichten kann. Im März infizierte sie sich mit Sars-Cov-2 und leidet trotz einem mittelschweren Verlauf nach wie vor an den Langzeitfolgen.

Sie betont, es gebe bei der Frage nach Grundrechtseinschränkung kein „schwarz oder weiß“. Es sei in Ordnung, Freiheitsrechte aufgrund einer Bedrohungslage einzuschränken aber Lockerungen seien jetzt wieder möglich. Zugleich betont sie, dass Erkrankungen nicht nur aus moralischen Aspekten nicht riskiert werden dürften, sondern auch aus wirtschaftlicher Perspektive: Sie kosten der Allgemeinheit Geld. Deswegen sei es wichtig, dass die einzelnen Länder ihren Spielraum ausnutzen und lernen, zügig auf das Corona-Infektionsgeschehen im jeweiligen Bundesland zu reagieren.

„hart aber fair“, ARD: Interessen der Kultur in Corona-Zeiten berücksichtigen

Panikmache wird Karl Lauterbach in dieser Sendung von „hart aber fair“ nicht nur einmal vorgeworfen. So unter anderem von Susanne Gaschke, ehemals SPD-Politikerin und heute Autorin bei der „Welt“. Sie unterstellt Lauterbach, er würde Vorschläge für Einschränkungen auf Grund von Befürchtungen machen: „Sie können nicht die Grundrechte auf Vorrat einschränken.“ Aufgabe der Politik sei es, auch die Interessen der Theaterbesucher*innen und Fußballfans zu berücksichtigen und die Grundrechtseinschränkungen laufend neu zu diskutieren. „Ein Zusammenbruch des Gesundheitssystems ist nicht mehr zu befürchten, deswegen sind die Grundrechtseinschränkungen aktuell nicht mehr zu befürworten.“

Mit seinen mahnenden Worten ist Karl Lauterbach bei „hart aber fair“ (ARD) allein auf weiter Flur. Vielmehr sind sich die Diskutant*innen einig, dass Wege gefunden werden müssen, wie auch langfristig mit dem Virus umgegangen werden kann. Dazu gehören Lockerungen der Beschränkungen – ohne dabei die Gesundheit der Mitmenschen aufs Spiel zu setzen.

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