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Filmszene aus "Schatz zum Verlieben".
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Filmszene aus "Schatz zum Verlieben".

Kino

Glück des Tüchtigen

Auch in Andy Tennants Abenteurer-Film "Ein Schatz zum Verlieben" ist nicht alles Gold, was glänzt. Von Michael Kohler

Von xxmk

Für die verschollene Aussteuer einer spanischen Königin kann man schon mal den Meeresgrund durchkämmen. Mit langen Gebläserüsseln sind die beiden Schatzsucher hinab getaucht, um möglichst viel Sand aufzuwirbeln, den größeren Effekt erzielen sie damit allerdings über Wasser. Während sie nach antiken Münzen und Scherben Ausschau halten, läuft an Bord ihres Kutters der Generator heiß, spuckt Funken auf die Seekarten und setzt das Schiff binnen weniger Sekunden in Brand. Einige Meter tiefer ahnen die Taucher nicht, dass ihr altersschwacher Kahn im Meer versinkt - dann werden sie nach oben gespült und mit ihnen das lang ersehnte Fundstück.

Andy Tennant braucht in "Ein Schatz zum Verlieben" nicht lange, um die Bedeutung des amerikanischen Originaltitels "Fool's Gold" zu illustrieren. Bei ihm wird das Glück dem Tüchtigen nur zuteil, wenn dieser einen unverbesserlichen Narren aus sich macht und eine fixe Idee wie selbstverständlich über die Vernunft stellt. Was für das versunkene Gold eines spanischen Frachtschiffs gilt, trifft auf den gebräunten Helden dieses Abenteuers doppelt zu. Seine Ehe hat vor langer Zeit Schiffbruch erlitten, und doch glaubt er an sie mit derselben Unbelehrbarkeit, die ihn von einer Küste zur nächsten treiben lässt.

Jetzt gibt ein vom Meeresboden aufgeschwemmter Porzellanteller Anlass zu neuer Hoffnung, allerdings sind Ben "Finn" Finnegan (Matthew McConaughey) gerade die Boote ausgegangen. Einen echten Glücksritter kann das aber ebenso wenig erschüttern wie die handfesten Drohungen seines Gläubigers (Kevin Hart), ein raffgieriger Inselkönig und ehemaliger Rap-Star, der auf den sprechenden Namen Bigg Bunny hört. Den Spürhunden des Hasen entkommt Finn mit Leichtigkeit, ein hübsch eingefädelter Zufall lässt ihn anschließend auf einer Luxusyacht notlanden. Hier versucht ein von Donald Sutherland gespielter Milliardär, seiner Filmtochter (Alexis Dziena) die Flausen aus dem Kopf zu treiben, und Finns frisch geschiedene Ehefrau (Kate Hudson) arbeitet daran, ein neues Leben anzufangen. Es versteht sich von selbst, dass beide Vorhaben in dem Moment zum Scheitern verurteilt sind, in dem Finnegan einen Fuß an Bord setzt.

Voller Einsatz schöner Körper

Das romantische Gespann des Films, Matthew McConaughey und Kate Hudson, wurde bereits in "Wie werde ich ihn los - in zehn Tagen?" erprobt, ohne dabei recht zu überzeugen.

Beim zweiten Versuch erschöpft sich die knisternde Erotik ihrer Komödie der Wiederverheiratung leider zu oft in sportlicher Betätigung, diese vollzieht sich aber immerhin vor hinreißender Urlaubskulisse und unter vollem Einsatz der ansehnlichen Körper. Vergebliche Liebesmühe haben sich die Drehbuchautoren mit dem historischen und nautischen Hintergrund der Schatzsuche gegeben: In einer bis zur schalen Neige ausgekosteten Szene entflammen die Ex-Eheleute für eine Wiederaufnahme ihres einst gemeinsam begonnenen Unternehmens, ihr Gastgeber ist bereit, es aus Sportsgeist zu finanzieren, was wiederum Bigg Bunny und seinem schwer bewaffneten Gefolge nicht verborgen bleibt.

Auf diese Weise schaukelt sich das romantische Schelmenstück etwas überraschend zum mörderischen Spektakel hoch, wobei neben reichlich maritimem Unsinn und einem amüsanten Paris-Hilton-Double auch noch Ray Winstone als grimmiger Seebär mit im Wasserbecken schwimmt. Der schöne Auftakt ließ etwas mehr erhoffen: Statt eines Komödienschatzes hebt Andy Tennant am Ende nur industriell gefertigten Glitzerschmuck. Doch auch an diesem kann man sich erfreuen.

Ein Schatz zum Verlieben, Regie: Andy Tennant, USA 2007, 112 Minuten.

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