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Einer (Samuel Finzi, hinten) weiß, was er tut. Der andere (Heino Ferch) vernachlässigt nicht sein Wohlergehen.
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Einer (Samuel Finzi, hinten) weiß, was er tut. Der andere (Heino Ferch) vernachlässigt nicht sein Wohlergehen.

Allmen-Verfilmungen, ARD

Und nie am falschen Ende sparen

  • Sylvia Staude
    VonSylvia Staude
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Das Erste verfilmt die Kunstdiebstahl-Krimis von Martin Suter als Laienermittler-plus-Faktotum-Spaß.

Der Schweizer Bestseller-Autor Martin Suter hat sich vor einigen Jahren Johann Friedrich von Allmen ausgedacht, einen charmanten, auf dem gesellschaftlichen Parkett nie ausrutschenden, in Zürich großkotzig residierenden Hochstapler. Seine Passion – schöne, sündteure Dinge, gern in Mengen – macht er im ersten Band („Allmen und die Libellen“) zu seinem Beruf, als ihn wieder einmal die Schulden drücken: Wie wäre es, wenn er sich fürs Wiederfinden gestohlener Kunst bezahlen ließe? Apart mit Libelle verzierte Jugendstilvasen, einen millionenschweren rosa Diamanten – das kann doch nicht so schwer sein! Vor allem, da Allmen sich als Dieb schon gewisse Fertigkeiten angeeignet hat.

Die ARD hat die ersten beiden Bände Suters unter vorsichtshalber mit einem Geheimnis angereicherten Titel („Allmen und das Geheimnis der Libellen“, „Allmen und das Geheimnis des rosa Diamanten“) von Thomas Berger verfilmen lassen. Das Ergebnis ist ein ziemlich harmloser Spaß für den Samstagabend, eine durchaus pfiffige Wiederauflage und Variation der Lässiger-Laienermittler-plus-Faktotum-Nummer. Das Faktotum heißt Carlos, hat mittelamerikanische Wurzeln, ist treu wie Sancho Panza und – für Johann Friedrich von Allmen das Entscheidende – macht das allerallerbeste Cordon bleu.

Man weiß vorher so ziemlich, wie die Chose ausgehen wird, aber man sieht und hört den beiden Herren doch gern dabei zu. Denn Heino Ferch ist Allmen, ein formvollendeter, frauenverstehender, opernliebender, sogar Klavier spielender Hallodri. Er neigt nicht dazu, die Nerven zu verlieren. Und schon gar nicht, seine guten Manieren zu vergessen. Das wissen vor allem die schönen Millionärstöchter in seiner Umgebung zu schätzen. Andere charmante Hallodris mögen sich nach gemeinsam verbrachter Nacht still davonmachen, Allmen bringt das Frühstück ans Bett.

Samuel Finzi ist sein Sidekick, der vielfach bewanderte Diener Carlos, auch er mit tadellosen Umgangsformen, aber dem gewissen bauernschlauen Blitzen in den Augen. Er bewacht das Bankkonto des Haushalts und serviert aus gegebenem Anlass (nämlich aus Spargründen) Vegetarisches. Allmen is not amused.

Doch Carlos weiß im Zweifelsfall immer, auf wessen Seite er sich zu stellen hat, ist ein Dr. Watson zu seinem Kunst-Sherlock. Im zweiten FIlm, dem „Geheimnis des rosa Diamanten“, kommt noch die temperamentvolle Haushälterin Maria, Isabella Parkinson, hinzu.

Im Allmen-Universum werden Tausende von Euro im Restaurant gelassen (es ist doch für eine attraktive Frau), reist man selbstverständlich mit eigenem Taxifahrer (wenn schon nicht Chauffeur) oder im Motorboot.

Und es wird, jedenfalls in den beiden Verfilmungen, geraucht, geraucht, geraucht. Allmen denkt nicht daran, gesund zu leben. Beziehungsweise setzt, wie eigentlich stets, eben Prioritäten.

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