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„Emotionsgeladener Dreh“ - „Bataclan“-Film bei Berlinale

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Berlinale - Un año, una noche
Noémie Merlant und Nahuel Pérez Biscayart sind die Hauptdarsteller in „Un año, una noche“. © Joerg Carstensen/dpa

Im Mittelpunkt stehen Céline und Ramón. Sie haben den Anschlag im „Bataclan“ überlebt. Gedreht wurde auch in dem Konzert-Club.

Berlin - Der spanische Regisseur Isaki Lacuesta hat von den bewegenden Dreharbeiten für seinen Film „Un año, una noche“ über den Terroranschlag auf den Pariser Konzertsaal „Bataclan“ berichtet.

Berlinale - Isaki Lacuesta
Der spanische Regisseur Isaki Lacuesta hat auch an Originalschauplätzen gedreht. © Joerg Carstensen/dpa

„Es war ein sehr emotionsgeladener Dreh“, sagte Lacuesta in Berlin, wo sein Film im Wettbewerb der Berlinale vorgestellt wird.

In der Mitte der etwa siebenwöchigen Dreharbeiten habe er zu seinen Hauptdarstellern Noémie Merlant und Nahuel Pérez Biscayart gesagt, nun sei die schwierigste Phase vorbei. „Aber es ging mit starken Emotionen weiter“, sagte Lacuesta.

Sehr geholfen habe bei den Dreharbeiten etwa am Originalschauplatz im „Bataclan“ die Unterstützung der Überlebenden Céline und Ramón, die mit ihrem Bericht über den Konzertbesuch die Vorlage für den Film geliefert hatten.

Bei der Anschlagserie hatten Terroristen am 13. November 2015 während eines Konzerts im „Bataclan“ sowie in Bars und Restaurants der Umgebung 130 Menschen erschossen. Es gab 350 Verletzte. Am Stade de France sprengten sich zudem während eines Fußball-Länderspiels zwischen Frankreich und Deutschland drei Selbstmordattentäter in die Luft.

Der Film erzählt, wie unterschiedlich Céline und Ramón als Überlebende mit den tiefen Spuren in ihren Leben umgehen. „Man kann Erfahrungen nicht teilen“, sagte Lacuesta unter Verweis auf die individuellen Erlebnisse. Ein Gefühl der Normalität zurückzugewinnen und die Rolle des Opfers abzulegen sei nicht einfach. Lacuesta berichtete auch von Gemeinsamkeiten der Opfer: „Sie wollen nicht überleben, sondern leben!“ dpa

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