Eichinger 1978 bei Dreharbeiten in der Tschechoslowakei.
+
Eichinger 1978 bei Dreharbeiten in der Tschechoslowakei.

Chronik

Eichingers Leben

Bernd Eichinger. Die Daten eines Film-Lebens.

1949: Bernd Eichinger wird am 11. April als Sohn eines Landarztes in Neuburg an der Donau geboren.

1970-1973: Nach dem Abitur in einem katholischen Internat im Bayerischen Wald macht er eine Regieausbildung an der Hochschule für Fernsehen und Film in München.

1974: Gründung der Produktionsfirma Solaris für Film- und Fernsehfilme.

1977: Die Solaris-Produktion „Die gläserne Zelle“ (Regie: Hans W. Geißendörfer) wird für den Oscar nominiert.

1979: Eichinger erwirbt zunächst 25 Prozent der angeschlagenen Verleihfirma Constantin Film. Er wird geschäftsführender Gesellschafter der Neue Constantin und bleibt Chef bis 2001.

1981: Er produziert den Spielfilm „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, der mit 4,7 Millionen Kinozuschauern zum bis dahin wirtschaftlich erfolgreichsten deutschen Film der Nachkriegsgeschichte wird.

1986: Eichinger erwirbt die Filmrechte für Umberto Ecos Bestseller „Der Name der Rose“. Für die Hauptrollen gewinnt er Sean Connery und Christian Slater. Bei Kritik und Publikum ist der Film gleichermaßen beliebt – allein in Deutschland sehen rund sechs Millionen Kinozuschauer das Epos.

1994: Eichinger produziert die Komödie „Der bewegte Mann“, für die Regie holt er Sönke Wortmann und landet einen weiteren Volltreffer. Mit rund 4,2 Millionen Zuschauern wird es der erfolgreichste Film des Jahres.

2001: Die Eichinger-Produktion „Der Schuh des Manitu“ (Regie: „Bully“ Herbig) sehen zwölf Millionen Menschen.

2004: „Der Untergang“ mit Bruno Ganz in der Rolle Adolf Hitlers findet auch internationale Anerkennung: Das Historiendrama wird für den Oscar als bester ausländischer Film nominiert.
2006: Nach Beziehungen mit den Schauspielerinnen Hannelore Elsner, Barbara Rudnik, Katja Flint und Corinna Harfouch heiratet Eichinger in Hollywood die Journalistin Katja Hofmann.
Die aufwändige Verfilmung von Patrick Süskinds Roman „Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders“ (Regie: Tom Tykwer) gehört mit rund 60 Millionen Euro zu den teuersten deutschen Produktionen. Eichinger ist Prozent und Mit-Autor des Drehbuchs.

2009: Für „Der Baader Meinhof Komplex“ erhält der Produzent den Bayerischen Filmpreis.

2010: Bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises wird Eichinger „für herausragende Verdienste um den deutschen Film“ mit einem Ehrenpreis für sein Lebenswerk geehrt.

2011: Eichinger arbeitet unter
anderem an der Verfilmung der Geschichte von Natascha Kampusch. Das einstige Entführungsopfer hat der Umsetzung fürs Kino zugestimmt. Die Dreharbeiten sind für 2011, der Kinostart für 2012 geplant.

Am 24. Januar stirbt Eichinger in Los Angeles an einem Herzinfarkt. (dpa/FR)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare