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Das neue Berlinale-Duo Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek.

Kosslick-Nachfolge

Doppelspitze für die Berlinale

Niederländerin Mariette Rissenbeek wird geschäftsführende Leiterin.

Die Berlinale wird in Zukunft von einer Doppelspitze geleitet. Nachfolger von Festivaldirektor Dieter Kosslick (70) werden – wie bereits am Mittwoch durchgesickert war – der Italiener Carlo Chatrian (46) als künstlerischer Leiter und die gebürtige Niederländerin Mariette Rissenbeek (Jahrgang 1956) als geschäftsführende Leiterin. Das gab Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) als Vorsitzende des Aufsichtsrates der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin (KBB) am Freitag in Berlin offiziell bekannt.

Chatrian ist bislang Chef des Filmfests von Locarno. Er sagte, die Berlinale habe eine lange, glorreiche Geschichte, und er sei stolz und geehrt, Teil davon zu werden. „Es ist eine große Herausforderung, die ich sehr ernst nehme.“ Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sagte, Chatrian habe sich in Locarno einen weltweit hervorragenden Ruf erworben und das Festival zu einem höchst erfolgreichen Publikumsereignis gemacht. 

„Uns hat Chatrian durch seine Leidenschaft für den Film und seine lebhafte, kommunikative Art überzeugt. Er ist weltweit bestens vernetzt, steht für eine internationale Perspektive und stellt sich als Vertreter einer jüngeren Generation der digitalen Zukunft.“ Chatrian, 1971 in Turin in Italien geboren, leitet seit dem Jahr 2012 das Publikumsfestival von Locarno in der Schweiz. Von Haus aus ist er Filmpublizist, seit 2002 arbeitet er für Festivals. 

Mariette Rissenbeek, Jahrgang 1956, ist  eine ausgewiesene Film- und Marketingexpertin. Sie kam nach einem Germanistik-Studium nach Deutschland, wo sie unter anderem für Tobis Filmkunst in Berlin arbeitete. Von 1995 bis 2001 war Rissenbeek Producerin bei der Regina Ziegler Filmproduktion sowie als Geschäftsführerin der Mariette Rissenbeek Filmproduktion und bei Hofmann & Voges Entertainment tätig. Im Jahr 2002 wechselte Rissenbeek zu German Films.

as Unternehmen kümmert sich um die Vermarktung des deutschen Films im Ausland und organisiert auch die Wahl des deutschen Oscar-Kandidaten. Seit 2010 ist Rissenbeek Geschäftsführerin der German Films Service + Marketing GmbH. Chatrian und Rissenbeek  erhalten beide einen Fünfjahresvertrag.  (dpa/kna)

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