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Dieter Nuhr – Sein Merkel-Bashing ist nicht zeitgemäß und sexistisch. (Archivfoto)
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Dieter Nuhr – Sein Merkel-Bashing ist nicht zeitgemäß und sexistisch. (Archivfoto)

„Nuhr im Ersten“

Dieter Nuhr: Sexismus gegen „Mutti-Merkel“ und Hetze gegen die Grünen

  • Katja Thorwarth
    VonKatja Thorwarth
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Immer wieder donnerstags: Diesmal dreht es sich bei „Nuhr im Ersten“ (ARD) um die böse „Mutti“, die Grünen als Feind und Dieter Nuhrs Herz-Thema: das Gendern.

  • In der ARD-Sendung „Nuhr im Ersten“ betreibt Dieter Nuhr sexistisches Merkel-Bashing.
  • Die Grünen inszeniert Dieter Nuhr als „Verbotspartei“.
  • Dieter Nuhr zeigt in der Sendung sein penetrantes Problem mit dem Gendern.

Frankfurt – Die EMA hat den Corona-Impfstoff Astrazeneca für verimpfbar erklärt, Mimi aka Michèle das Herz des Bachelors erobert; doch die entscheidende Frage an diesem Donnerstagabend (18.03.2021) bleibt: Was macht eigentlich Dieter Nuhr? Sechs Wochen hatte Das Erste donnerstags auf dem Index gestanden, bloß nicht versehentlich reinzappen in Befürchtung des immer Gleichen.

Dieter Nuhr bei „Nuhr im Ersten“ (ARD). (Screenshot)

Dieter Nuhr mit Verachtung zu strafen, ist inhaltlich konkret, darf aber nicht verwechselt werden mit der von Nuhr herbeiphantasierten „Cancel Culture“. Selbstverständlich geistert der „alte weiße Mann“ (D.N.) himself permanent über die Mattscheibe. Ebenso wie die unvermeidliche, und angeblich so erbarmungslos gecancelte Lisa Eckhart; Ingo Appelt hat seine Dauerkarte zur Sendezeit 22.50 Uhr auch häufig eingelöst.

„Nuhr im Ersten“ (ARD) – Merkel-Bashing ist nicht zeitgemäß und sexistisch

Appelt ist belanglos, Eckhart eigentlich auch, aber ihre Dauerpräsenzen macht aus Dieter Nuhr letztlich einen einseitigen Kommunikator einer Haltung, die seine Family bestätigt, und die die ARD als verbreitenswert empfindet, und das einmal die Woche. Hat schon was von der „Sendung mit der Maus“.

So privilegiert will sich Dieter Nuhr gar nicht fühlen. Ohne Publikum sei es natürlich „immer scheiße“, logo, wer weiß das nicht? Vermutlich wissen das insbesondere diejenigen, die keinen Dauersendeplatz im Öffentlich-Rechtlichen haben. Aber geschenkt, hier wird ja Satire gemacht, und insofern geht es schnell weiter mit den Themen Impfung und „Volkspartei“.

Das triggert aktuell jede, und wenn es noch an ein Merkel-Bashing – „Mutti“ – gekoppelt wird, ist das die Nummer. Oder auch nicht, weil, sorry, das ist voll 2016. Oder 2014. Egal. Es ist in jedem Fall völlig weg aus der Ist-Zeit. Weil es nicht um „Mutti“ Angela Merkel geht und auch nie ging. Das ist schlicht sexistisch, und damit solltet ihr Typen endlich mal klarkommen. Reden wir doch mal über die Papis der Union. Wo bleibt da die Kritik, Herr Nuhr. Alles brav allgemein gehalten, weil es ja die böse „Mutti“ gibt.

Dann wird doch besser der nächste, vermutlich eigentliche Feind inszeniert: die Grünen. Das ist so durchschaubar, dass es schon nervt, es aufzuschreiben. Irgendwie will der Nuhr, dass „Ökologie“ umgesetzt wird, aber auch nur, wenn alles so bleibt, wie es ist. Sowas nennt man übrigens Populismus, vorausgesetzt es ist keine Satire erkennbar. Das war der Fall.

„Nuhr im Ersten“ (ARD): Dieter Nuhr stellt die Grünen als „Verbotspartei“ dar

Denn – gähn – die Grünen sind eine „Verbotspartei“, die jetzt potentiell alle Einfamilienhäuser wegsprengt. Und Fortbewegung wollen sie den „Deutschen“ also auch noch madig machen? Männo. Das ist schon „Bild“-Niveau, aber die wird sicherlich von den Grünen des Teufels sowieso abgeschafft.

Aber Nuhrs Herz-Thema kommt erst noch: das Gendern. Warum hat ein Mensch, der sich selbst als liberal bezeichnet, ein solch penetrantes Problem mit sprachlicher Veränderung?

„Nuhr im Ersten“ (ARD) – Dieter Nuhrs penetrantes Problem mit dem Gendern

Ist es wirklich so billig, dass selbst ernannte „alte weißer Männer“(D.N.) nicht damit klarkommen, linguistisch nicht im Mittelpunkt zu stehen?

Fazit: Dieter Nuhr schießt sich auf die Grünen ein und langweilt mit seiner Dauerignoranz, dahingehend, dass sich Sprache gesellschaftlich-emanzipatorischen Entwicklungen anpasst. Aber solange Frauen die Pille nehmen, behält Nuhr auch seinen Sendeplatz. (Katja Thorwarth)

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