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Krimi-Serie „Die Füchsin“: Sie sind die Detektei „Fuchs & Kilali“. Foto: Martin Rottenkolber/Oden TV/WDR
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Krimi-Serie „Die Füchsin“: Sie sind die Detektei „Fuchs & Kilali“.

Krimi-Serie „Die Füchsin“

ARD-Krimi-Serie „Die Füchsin“: Eine Stasi-Agentin pfeift auf die Schuldgefühle

  • Sylvia Staude
    VonSylvia Staude
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Die neue Folge der ARD-Krimi-Serie „Die Füchsin“ mit Lina Wendel als ehemaliger Stasi-Agentin bringt rassistische Polizeibeamte und hinterlässt eine Spur an Toten.

  • Zwei neue Folgen der ARD-Krimi-Serie „Die Füchsin“ mit Lina Wendel sind erschienen: „Die Treibjagd“ und „Romeo muss sterben“.
  • Lina Wendel als Anne Fuchs spielt eine ehemalige Stasi-Agentin.
  • Die Folge „Die Füchsin: Treibjagd“ hinterlässt eine Spur an Toten, Zusammengeschlagenen, Angeschossenen.

Auf allen Kanälen treten sich TV-Krimis auf die Füße, das ist längst nicht mehr neu. Umso mehr müssen sich Fernsehfilm-Macherinnen und -Macher bemühen, wenigstens ein Alleinstellungsmerkmal zu finden. Ralf Kinder, Autor der ARD-Reihe „Die Füchsin“, hat sich eine ehemalige Stasi-Agentin ausgedacht, die eine Detektei führt – Lina Wendel spielt diese Anne Marie Fuchs taff, schweigsam und herb, aber doch auch (dezent) mitfühlend und menschlich, zudem von Alpträumen und Schuldgefühlen geplagt wegen ihrer früheren Tätigkeit.

Mag sein, dass mehr als dreißig Jahre nach dem Mauerfall sich nur noch wenige an einer Figur stören, die für die Stasi spitzelte, die alles andere als saubere Hände hat – und doch nicht unsympathisch ist, nach den Regeln einer solchen Serie dies gar nicht sein darf.

„Die Füchsin: Treibjagd“ und „Romeo muss sterben“ in der ARD: Eine Familie um Anne Fuchs

In fünf bisherigen Folgen hat Kinder so eine Art Familie um Anne Fuchs erschaffen: Allen voran die andere Hälfte der Detektei „Fuchs & Kilali“, Karim Chérif als Youssef el Kilali. Er ist als Süd- zum Nordpol der Füchsin gedacht, quirlig und Probleme gern wegredend.

Jasmin Schwiers ist seine Frau, in der ersten neuen Folge an diesem Donnerstag, Treibjagd, richtet sie ein Lokal ein, streicht die Wände, kümmert sich ums Baby, führt Aufsicht über die Familienkasse – okay, da gibt’s nicht viel zu rechnen, wie es ja überhaupt ein Wunder ist, dass hier alle Beteiligten offenbar von irgendwas leben können – man lässt sich von 1000 auf 400 Euro pro Tag runterhandeln oder fängt den einen und anderen Schurken sogar umsonst.

„Die Füchsin: Treibjagd“ und „Romeo muss sterben“ in der ARD: Bahnt sich da was an?

Es wird nicht so sehr in abgeschlossenen Episoden wie fortlaufend erzählt. Zum festen „Füchsin“-Personal gehört noch Kommissar Eisner, von Robert Dölle als ebenfalls undurchschaubar cooles Fuchs-Pendant gespielt (übrigens: bahnt sich da was an zwischen den beiden?).

Gehört außerdem Youssefs Cousine Saida, Sara Fazilat, denn fast kein Krimi kommt heutzutage ohne eine Person aus, die sich in alles einhacken und die wildesten Daten stehlen kann. Schließlich noch Florian Bartholomäi als Fuchs-Sohn Florian und der, der ständig Mist baut, damit ihn seine Mutter von Folge zu Folge raushauen und zärtlich ansehen kann.

„Die Füchsin: Treibjagd“ in der ARD hinterlässt eine Spur an Toten, Zusammengeschlagenen

Treibjagd“ bringt Florians Flucht aus der Justizvollzugsanstalt (wo er sitzt, weil er seinen Vater getötet hat), bringt die Entführung der Ehefrau des Polizeichefs (und irgendwie steckt Eisner mit drin, aber kann das sein?), bringt dubiose, rassistische Polizeibeamte, hinterlässt eine Spur an Toten, Zusammengeschlagenen, Angeschossenen.

Autor Kinder und Regisseur Marc Rensing tragen das Blut großzügig auf, packen jede Folge mit allerlei Finten, Zufällen, Unwahrscheinlichkeiten voll. Und zwingen auf diese Weise Action, Dramatik und Humor zusammen, dies mal mit gutem, mal mit eher zweifelhaftem Erfolg.

Zur Sendung

„Die Füchsin: Treibjagd“, ARD, 25.02.2021, 20.15 Uhr.

„Die Füchsin: Romeo muss sterben“, am 4. März um 20.15 Uhr.

„Die Füchsin: Treibjagd“ und „Romeo muss sterben“ in der ARD: Handlung ist voraussehbar

Die Handlung ist hier wie auch in Folge 7, „Romeo muss sterben“, gleichzeitig überambitioniert und voraussehbar. Doch an die Figuren kann man sich gewöhnen; das wird auch die ARD erkannt haben.

So zieht also die „Detektei Fuchs & Kilali“ – dies mag vor allem den Dreharbeiten zu Zeiten der Pandemie geschuldet sein – für weitere Folgen erstmal in eine leere Fabrikhalle. „In New York würde man für so was ein Vermögen hinblättern“ (Schönredner Youssef): Das bezieht sich weniger aufs Büro in dem einen Hallen-Eck, vielmehr auf die „Wohnung“, die er seiner Partnerin dort eingerichtet hat. Anne Fuchs’ Blicke sprechen Bände: Wenn sie nicht so taff wäre, würde sie sich im Gemeinschafts-Waschbecken des ehemaligen metallverarbeitenden Betriebs ertränken. (Sylvia Staude)

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