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Die Filmstarts der Woche

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"Tausend Zeilen"
Jonas Nay als Lars Bogenius in einer Szene des Films "Tausend Zeilen": © Marco Nagel/Warner Bros/dpa

Die Geschichte eines journalistischen Hochstaplers, die Fortsetzung eines tierischen Abenteuers, ein bewegender Antikriegsfilm und die achtfache Anke Engelke: Die Filme der Woche.

Michael „Bully“ Herbig über einen Fälschungsskandal

Berlin - Als der „Spiegel“ vor fast vier Jahren einen Fälschungsskandal in den eigenen Reihen öffentlich machte, ging die Nachricht um die Welt. Regisseur Michael „Bully“ Herbig hat sich von dem Fall für seinen neuen Film inspirieren lassen. Für „Tausend Zeilen“ hat er sich am Buch des Reporters Juan Moreno orientiert, der die Geschichte damals aufgedeckt hatte. In Herbigs Version spielt Elyas M'Barek einen Journalisten namens Juan Romero, der die Lügen seines Kollegen Lars Bogenius (Jonas Nay) auffliegen lässt.

Tausend Zeilen, Deutschland 2022, 93 Min., FSK ab 12 Jahren, von Michael „Bully“ Herbig, mit Elyas M'Barek, Jonas Nay, Marie Burchard, Michael Ostrowski und Jörg Hartmann

„Die Schule der magischen Tiere 2“: Das Abenteuer geht weiter

Hamburg (dpa) – Mit 1,7 Millionen Besuchern war „Die Schule der magischen Tiere“ im vergangenen Jahr der erfolgreichste deutsche Kinofilm. Jetzt kommt die Fortsetzung des märchenhaften Familienfilms nach der gleichnamigen Kinder- und Jugendbuchreihe von Margit Auer auf die große Leinwand. Diesmal plant die Klasse von Miss Cornfield (Nadja Uhl) zum 250. Jubiläum der Wintersteinschule die Aufführung eines Musicals. Doch zahlreiche Herausforderungen stellen den Klassenzusammenhalt auf die Probe. Mithilfe der magischen Tiere lernen die Kinder, worauf es wirklich ankommt: Teamwork. Mit dabei sind wieder Ida (Emilia Maier), Jo (Loris Sichrovsky), Milan Peschel als Mortimer Morrison und Justus von Dohnányi als Schulleiter.

"Die Schule der magischen Tiere 2"
Loris Sichrovsky als Jo Wieland in einer Szene des Films "Die Schule der magischen Tiere 2". © -/Leonine/dpa

Die Schule der magischen Tiere 2, Deutschland 2022, 103 Min., FSK ab 0, von Sven Unterwaldt, mit Nadja Uhl, Milan Peschel, Justus von Dohnányi

„Im Westen nichts Neues“: Kriegs-Grauen eines jungen Soldaten

Berlin (dpa) – Die Gräuel des Ersten Weltkriegs werden in diesem erschütternden Kriegsepos aus der Sicht des jungen Soldaten Paul Bäumer (Felix Kammerer) geschildert. Während sich der Jugendliche freiwillig zum Kriegsdienst meldet, holt ihn und seine Freunde Albert (Aaron Hilmer) und Frantz (Moritz Klaus) an der Westfront schnell die grausame Realität ein. Auf die Euphorie folgen brutale Kämpfe, erdrückender Schmerz und pure Verzweiflung. Das ernüchternde Bild der „Lost Generation“ steht im Kontrast zur realitätsfremden Arroganz der preußischen Generäle, die die Jugend gnadenlos ins Gefecht – und in den Tod – schicken. Der liberale Politiker Erzberger, der sich um Frieden bemüht, wird von Daniel Brühl gespielt. Der Film ist Deutschlands Kandidat im Rennen um den Auslands-Oscar.

"Im Westen nichts Neues"
Felix Kammerer (r) als Paul Bäumer, Albrecht Schuch (l) als Stanislaus Katczinsky und Edin Hasanovic als Tjaden Stackfleet in einer Szene des Films "Im Westen nichts Neues". © Reiner Bajo/Netflix/dpa

Im Westen nichts Neues, Deutschland 2022, 147 Minuten, FSK oA, von Edward Berger, mit Felix Kammerer, Albrecht Schuch, Aaron Hilmer, Edin Hasanovic, Daniel Brühl, Devid Striesow

„Mutter“: Acht Mal Anke Engelke in Film-Experiment

Berlin (dpa) - Anke Engelke hat spätestens 2021 bewiesen, dass sie ziemlich stark sein kann in der schauspielerischen Darstellung einer Mutter: Im so kurzen wie leider wohl auch wegen Corona recht wenig beachteten Film „Mein Sohn“. Nun darf die 1965 im kanadischen Montreal geborene Schauspielerin, Sängerin und Komikerin gleich acht Frauen verkörpern.

Der als eine Art Experiment angelegte Film siedelt irgendwo in dem ja nicht ganz genau abgesteckten Grenzgebiet zwischen Dokumentation und Spielfilm. Es geht um die Rollen, die Frauen und Mütter in unserer Gesellschaft innehaben, um das komplexe Thema Mutterschaft. Acht Frauen sind es, zwischen 30 und 75 Jahre alt, die in diesem Film aus ihrem Leben berichten. Der besondere Kniff dieser höchst eigenwilligen Versuchsanordnung: Auch wenn wir immer Anke Engelke im Film-Bild sehen und es ihr Mund ist, der sich bewegt, so hören wir aus diesem doch die Originalstimmen besagter acht Frauen.

Mutter, D 2022, 88 Min, FSK ab 0, von Carolin Schmitz, mit Anke Engelke dpa

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