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Die Filmstarts der Woche

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Over & Out
Petra Schmidt-Schaller (l-r), Julia Becker und Jessica Schwarz bei der Premiere von „Over & Out“ in Hamburg. © Axel Heimken/dpa

Julia Becker schickt ihre Heldinnen auf eine emotionale Achterbahn, mit Doris Dörrie geht es ins Frauenbad und Isabelle Huppert driftet durch Scheinwelten.

Berlin - Nora Tschirner, Jessica Schwarz, Andrea Sawatzki, Nilam Farooq und Isabelle Huppert - vor allem Frauen stehen im Mittelpunkt der neuen Kinofilme. Und Lars Eidinger spielt auch eine Rolle.

Tragikomödie „Over & Out“: Roadtrip mit einer Toten

Als sie zwölf Jahre alt waren, haben sich die Freundinnen Lea (Jessica Schwarz), Maja (Nora Tschirner), Steffi (Julia Becker) und Toni (Petra Schmidt-Schaller) geschworen, alle ihre Hochzeiten gemeinsam zu feiern. 26 Jahre später lädt Maja ihre Freundinnen per Videobotschaft zu ihrer Hochzeit nach Italien ein.

Dort angekommen, erwartet die drei Freundinnen, die völlig unterschiedliche Leben führen und sich kaum noch etwas zu sagen haben, eine böse Überraschung: Maja hat sie nicht zu ihrer Hochzeit, sondern zu ihrer Beerdigung eingeladen! Um ihrer Freundin ihren letzten Wunsch zu erfüllen, raufen sich die drei zusammen und stellen sich endlich den unbequemen Wahrheiten in ihrem Leben. Regie führte Julia Becker („Maybe, Baby!“), die auch das Drehbuch schrieb.

Over & Out, Deutschland 2022, 109 Min., FSK ab 12, von Julia Becker, mit Jessica Schwarz, Nora Tschirner, Petra Schmidt-Schaller

Doris Dörries Sommerkomödie: Unter Frauen im „Freibad“

Die Temperaturen sind hoch, die Laune entspannt. Beste Bedingungen fürs Schwimmbad oder den Strand. Doch unter der sommerlich trägen Stimmung lauert jede Menge Konfliktpotenzial, wie Doris Dörrie in ihrer neuen Komödie „Freibad“ deutlich macht. Ihr Bad ist nur für Frauen, die ihren Besuch hier ohne lästige Männerblicke genießen sollen.

Doris Dörrie
Der neue Film von Doris Dörrie spielt in einem Frauenfreibad. © Rolf Vennenbernd/dpa

Auf den ersten Blick gelingt das gut. Doch beim gemütlichen Faulenzen unterm Sonnenschirm lässt es sich herrlich lästern. Und so ereignen sich jede Menge großer und kleiner Dramen rund um den Beckenrand. An Fahrt gewinnt die Auseinandersetzung, als eine Gruppe schwarz verschleierter Frauen das Bad betritt. Dörrie hat ihren Film prominent besetzt, unter anderem mit Andrea Sawatzki, Lisa Wagner, Nilam Farooq und der Schweizerin Melodie Wakivuamina.

Freibad, Deutschland 2022, 102 Min., FSK ab 12, von Doris Dörrie, mit Andrea Sawatzki, Nilam Farooq und Melodie Wakivuamina

Huppert und Eidinger spielen in „Die Zeit, die wir teilen“

Frankreichs Schauspielikone Isabelle Huppert hat sich wieder eine eigene filmische Welt erschaffen. Als Joan spielt sie in „Die Zeit, die wir teilen“ eine erfolgreiche Verlegerin. Der Film des französischen Regisseurs Laurent Larivière erzählt nicht nur von den beruflichen wie privaten Verbindungen zu dem von Lars Eidinger verkörperten Schriftsteller Till. Nach einem frühen Schicksalsschlag hat sich Joan eine Scheinwelt aufgebaut, in der ihr Sohn Nathan sie durch ihr Leben zu begleiten scheint. Nur sie selbst kann das wieder entwirren.

Die Zeit, die wir teilen
Joan (Isabelle Huppert) mit ihrem erwachsenen Sohn Nathan (Swann Arlaud). © Camino Bildverleih/dpa

Die Zeit, die wir teilen, Deutschland, Frankreich, Irland 2022, 101 Minuten, FSK 12, von Laurent Larivière, mit Isabelle Huppert, Lars Eidinger, Freya Mavor, Swann Arlaud dpa

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