1. Startseite
  2. Kultur
  3. TV & Kino

Dianas letzte Nacht – Liebe, Leben, Legende: Objektiver Blick auf die Wahrheit

Erstellt:

Von: Tina Waldeck

Kommentare

Vor 25 Jahren, am 31. August 1997, starb Prinzessin Diana mit nur 36 Jahren in Paris bei einem Autounfall.
Vor 25 Jahren, am 31. August 1997, starb Prinzessin Diana mit nur 36 Jahren in Paris bei einem Autounfall. © John Giles/dpa

„Dianas letzte Nacht – Liebe, Leben, Legende“ blickt zum 25. Todestag von Prinzessin Diana und Dodi Al-Fayed auf die letzten verhängnisvollen Tage.

Ein Auto rast am 31. August 1997 gehetzt durch die Nacht, bevor es mit voller Wucht gegen den 13. Pfeiler des Alma-Tunnels in Paris prallt: „Eine Erschütterung“ und ein Schmerz, der medial weiter durch die ganze Welt fährt, – als Prinzessin Diana und Dodi Al-Fayed sterben.

Zum 25. Todestag blickt die ZDFzeit-Dokumentation mit inszenierten Szenen auf die Momente, von denen es keine Aufnahmen gibt, und rahmt sie mit realen Aufzeichnungen sowie aktuellen Interviews von den damals Beteiligten. So unterschiedlich in den Gesprächen auch die Meinungen und Ansichten zu den beiden Persönlichkeiten sein mögen, so geschlossen führen alle Fakten zu einem Gesamtbild von dem „Katz und Maus-Spiel“, das zeitlich am Erzählstrang des einen verhängnisvollen Tages entlang läuft.

Dianas letzte Nacht – Liebe, Leben, Legende

Ihren Sommerurlaub wollten Prinzessin Diana und Dodi Al-Fayed mit einer letzten Nacht in Paris krönen. Der neue Freund hatte den Ruf eines Playboys: ein Lebensstil zwischen Alkohol und Drogen, – spannendes Futter für die Paparazzi, die in Frankreich bereits auf die beiden warteten. Sein Vater Mohamed Al-Fayed kaufte zwar das britische Kaufhaus Harrods, doch ein britischer Pass wurde dem Milliardär bis dahin verwehrt: Versuchte er sich mithilfe seines Sohnes auch die Nähe zur royalen Familie zu erkaufen? Kam Prinzessin Diana eine inszenierte Sommerromanze gelegen, um einen anderen eifersüchtig zu machen? Handelte da eine eigenständige Frau, die sich ihr Glück selbst suchte, oder war es nur die Fassade eines immer noch unsicheren Mädchens mit der Sehnsucht nach Schutz und Geborgenheit?

Die Legende einer modernen Sissi: In ihrem Umfeld fiel das paradoxe, manchmal gar paranoide Verhalten der Prinzessin auf, die die Aufmerksamkeit der Presse zwar genoss und doch Angst vor deren Unberechenbarkeit hatte. Nach der Scheidung von Prinz Charles verzichtete sie auf ihren Personenschutz von Scotland Yard. Aus Angst, dass die königliche Familie sowie der britische Geheimdienst ihr nachspionieren könnte, legte sie ihre Sicherheit in die falschen Hände, denen am Ende alles – wie in einem modernen Drama – entgleiten sollte.

Der Film liefert einen objektiven Blick auf die Wahrheit

Am intensivsten hallt die letzte halbe Stunde des Filmes nach, wo die Realität immer mehr dominiert und auch die nachgestellten Szenen eine poetische Idylle nicht mehr aufrechterhalten können. Besonders emotional wird es, wenn Colin Tebbut (Prinzessin Dianas ehemaliger Chauffeur), und Trevor Rees Jones (Prinzessin Dianas ehemaliger Leibwächter) vor der Kamera sprechen, gefühlvoll zwar, aber ohne, dass es ins Sentimentale abgleitet. In der Darstellung von Prinzessin Diana (würdevoll von Mareile Blendl verkörpert), wird das Gesicht immer nur respektvoll verborgen und nie vollständig gezeigt: Als Hommage einer Frau, der keine Inszenierung so recht gerecht zu werden scheint.

Unter den zahlreichen Untersuchungen versucht der Film einen objektiven Blick auf die Wahrheit, aber es gelingt dabei auch, die zarten Töne zu finden, die das mediale Auftreten von Prinzessin Diana schon zu Lebzeiten geprägt haben: Die Höhen und Tiefen eines zu kurzen Lebens – vereint in einer tragischen Momentaufnahme. (Tina Waldeck)

Auch interessant

Kommentare