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„Der Palast“: Schauspielerin Svenja Jung trägt ein weißes Federkostüm mit passendem Haarschmuck. Im Hintergrund leuchten Scheinwerfer.
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„Der Palast“: Svenja Jung spielt in der Hauptrolle die Zwillingsschwestern Chris und Marlene, die sich plötzlich zum ersten Mal gegenüberstehen. Chris ist Solotänzerin im Friedrichstadt-Palast, Marlene lebt mit ihrem Vater im Westen. Eine schicksalhafte Begegnung.

TV-Serie

„Der Palast“: Inhalt, Schauspieler, Drehorte, Kritiken – Alles zur neuen ZDF-Serie

  • Alexander Gottschalk
    VonAlexander Gottschalk
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Im ZDF läuft aktuell eine mehrteilige Serie. Tanzspektakel und Familiendrama von „Der Palast“ sind eingebettet in den historischen Kontext der zerfallenden DDR.

Berlin – Die Flut an historischen Miniserien im deutschen TV will einfach nicht abreißen. Das ZDF nimmt seine Zuschauerinnen und Zuschauer ab heute (Montag, 03.01.2022) mit ins Berlin der späten 1980er-Jahre. Wie schon in anderen Großproduktionen à la „Das Adlon“ (ZDF), „Charité“* (ARD) oder jüngst „Eldorado KaDeWe“ (ARD)* stricken die Macher eine dramatische Familiengeschichte um einen der vielen beinahe sagenumwobenen Orte der Hauptstadt.

In diesem Fall fiel die Wahl auf das Revuetheater Friedrichstadt-Palast – im Serientitel kurz „Der Palast“ genannt. Dort steht Tänzerin Chris plötzlich ihrer Zwillingsschwester Marlene gegenüber – die sie nicht kennt, weil sie auf der anderen Seite der Mauer aufgewachsen ist. Bis Mittwoch (05.01.2022) zeigt das ZDF um 20.15 Uhr je zwei der sechs Serienepisoden. Lohnt es sich, einzuschalten? Wir blicken auf Inhalt, Schauspieler, Drehorte und Kritiken zu „Der Palast“.

„Der Palast“ ab heute (03.01.2022) im ZDF: Das ist die Handlung der neuen TV-Serie

1988, Ost-Berlin. Im Friedrichstadt-Palast bereitet sich Tänzerin Christine Steffen auf ihren großen Moment vor. Bei einer Jubiläumsshow zum 40. Jahrestag der DDR soll sie solo auftreten. Dann geschieht etwas, das ihr Leben aus den Fugen geraten lässt. Sie trifft die westdeutsche Unternehmertochter Marlene Wenninger – ihre bis dahin unbekannte Zwillingsschwester. Warum und wie wurden die Schwestern getrennt?

Für die Frauen beginnt eine riskante Spurensuche, in deren Verlauf der deutsch-deutsche Konflikt zwangsläufig eine zentrale Rolle einnimmt. Immer wieder tauschen die Zwillingsschwestern Pässe und Identitäten, um über die Grenze zu reisen und ins Leben der jeweils anderen einzutauchen. Christine sucht den Vater, Marlene die Mutter. Für Erstere steht dabei mehr als nur ihre Tanzkarriere auf dem Spiel, während Letztere ins Visier der Stasi gerät.

„Der Palast“ ab heute (03.01.2022) im ZDF: Infos zu Drehorten und Produktion

Die Produktionsbedingungen für „Der Palast“ waren aufgrund der Corona-Pandemie widrig. Fünfmal wurden die Dreharbeiten unterbrochen, insgesamt dauerten sie 77 Tage, die über zehn Monate verteilt lagen. Drehschluss war im Mai 2021. Die Drehorte lagen in Berlin, Bayern und Polen. Wichtigste Kulisse: Der Friedrichstadt-Palast selbst, der zeitgleich renoviert wurde. Die Crew filmte einen großen Teil der Szenen in dem Theater deshalb nachts.

Mediathek und Dokumentation

„Der Palast“ ist auch in der ZDF-Mediathek abrufbar. Die drei Teile, die das ZDF am Montag (03.01.2022), Dienstag (04.01.2022) und Mittwoch (05.01.2022) ausstrahlt, teilen sich hier in sechs Folgen à 45 Minuten auf. Außerdem kann man hier eine Dokumentation über die historischen Hintergründe der Serie sehen. Diese läuft heute (03.01.2022) auch ab 19.25 Uhr regulär im TV.

Regie führte Uli Edel. Der 74-jährige Filmemacher hat reichlich Renommee und Erfahrung. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ und „Der Baader Meinhof Komplex“. Für das ZDF drehte er bereits 2012 mit „Das Adlon“ eine ähnlich episch angelegte Familiensaga. Bereits damals arbeitete Edel für eine „Adlon“-Episode mit Autorin Rodica Doehnert zusammen, die dieses Mal das gesamte Drehbuch zu „Der Palast“ beisteuerte.

„Der Palast“ ab heute (03.01.2022) im ZDF: Die Schauspieler der neuen TV-Serie

Der Star von „Der Palast“ ist die 28-jährige Svenja Jung. Die Wahl-Berlinerin spielt beide Zwillingsschwestern. Für die Rolle der Christine Steffen trainierte sie wochenlang Revuetanz. Bekannt ist die Schauspielerin für ihre Auftritte in der Daily-Soap „Unter uns“, in der sie ein Jahr lang eine der Protagonistinnen verkörperte. Ansonsten spielte Jung vor allem kleinere TV-Rollen in öffentlich-rechtlichen Serien wie „Tatort“, „Der Alte“ oder „Unsere wunderbaren Jahre“.

Mit Anja Kling und Heino Ferch hat das ZDF für die Familiensaga außerdem zwei äußert bekannte Filmgesichter an Bord geholt. Die 51-jährige Kling spielt Rosa Steffen, die Mutter der Hauptfigur. Die gebürtige Potsdamerin flüchtete als jüngste Frau selbst mit ihrer Schwester aus der DDR. Der 58-jährige Ferch gibt in „Der Palast“ den Vater und Firmenchef Roland Wenninger. Zur Wende-Zeit war er als junger Schauspieler am Theater in Westberlin engagiert.

RolleSchauspielerin oder Schauspieler
Christine Steffen / Marlene WenningerSvenja Jung
Rosa SteffenAnja Kling
Roland WenningerHeino Ferch
Alexander BachmannHannes Wegener
Georg Weiss\tAugust Wittgenstein
Bettina WilkeLuise Befort
Richard SteffenHermann Beyer
Elisabeth SteffenUrsula Werner
Doris WenningerInka Friedrich
Wilhelm WenningerFriedrich von Thun
Regina FeldmannJeanette Hain
und weitere

„Der Palast“ ab heute (03.01.2022) im ZDF: So fallen die Kritiken aus

  • Wer „strenges Historien-TV“ bevorzugt, könnte mit „Der Palast“ nicht glücklich werden, deutet Eric Leimann in seiner Kritik für das Medienmagazin „Prisma“ an. Kann man aber über die teils „abenteuerliche“ Handlung und die Freiheiten, die sich die ZDF-Serie nimmt, hinwegsehen, könne man mit dieser „vergnügliche Stunden“ haben.
  • Ähnlich empfindet Björn Strauss das Historiendrama. „Stimmiger Tiefgang“ sei von „Der Palast“ nicht zu erwarten, schreibt er für das Portal „Tag24“. Der Ost-West-Konflikt sei „selten so einfältig geschildert“ worden. Dafür seien die Besetzung sowie die Varieté-Sequenzen „sehr gut“.
  • Freundlicher fällt das Urteil in der „Süddeutschen Zeitung“ aus, wo Harald Hordych befindet, „Der Palast“ sei „ein unterhaltsames wie einfühlsames DDR-BRD-Sittengemälde“ mit „mitreißenden Tanzdarbietungen“ geworden. Besonders wusste ihm Hauptdarstellerin Svenja Jung zu gefallen.

Weitere historische Serien

Drama- und Abenteuer-Serien, eingebettet in deutsche Geschichte, erleben seit Längerem einen regelrechten Boom. Allein seit Anfang Dezember feierten das 50er-Jahre-Liebesdrama „Ein Hauch von Amerika“ (ARD)*, das 20er-Jahre-Familienepos „Eldorado Kadewe“ (ARD)*, die Jules-Vernes-Neuverfilmung „In 80 Tagen um die Welt“ (ZDF)* und die kontroverse Kaiserin-Elisabeth-Interpretation „Sisi“ (RTL)* ihre Erstausstrahlungen im deutschen Fernsehen. Sie sind genau wie „Der Palast“ in den jeweiligen Mediatheken verfügbar.

(ag) *giessener-allgemeine.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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