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Disney+

Streit um „Black Widow“: Scarlett Johansson verklagt Disney

  • Sonja Thomaser
    VonSonja Thomaser
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Die „Black Widow“- Hauptdarstellerin Scarlett Johansson verklagt Disney. Dem Konzern wirft sie Vertragsbruch vor.

Los Angeles - Scarlett Johansson, Star des neuesten Marvel-Films „Black Widow“, hat am Donnerstag (29.07.2021) beim Obersten Gerichtshof von Los Angeles eine Klage gegen Disney eingereicht. Diese richtet sich gegen die gleichzeitige Veröffentlichung des Films im Kino und bei der Streamingplattform Disney+.

Konkret geht es darum, dass der zeitgleiche Start des Films „Black Widow“ gegen Vertragsabsprachen verstoßen habe. Johansson sei eine exklusive Filmveröffentlichung auf der Leinwand zugesagt worden, ihr Verdienst basiere laut Vertrag zu einem großen Teil auf den Kinoeinnahmen. Johansson entgehen dadurch Expert:innen zufolge Millionen von Dollar.

Disney hatte Johansson vertraglich einen Anteil der Einnahmen an den Kinokassen durch den mit Spannung erwarteten Marvel-Streifen zugesichert. Der Film sollte ursprünglich schon im vergangenen Jahr in die Kinos kommen, was wegen der Corona-Pandemie aber mehrfach verschoben wurde. Diesen Monat kam er schließlich gleichzeitig in den Kinos und auf Disney+ heraus. Beobachter:innen zufolge ist das zeitgleiche Streaming-Debüt ein Hauptgrund dafür, dass der Film einen für Marvel-Verhältnisse schwachen Start hinlegte. In den ersten drei Wochen spielte er in den Kinos der USA knapp über 150 Millionen Dollar ein.

Streit um „Black Widow“: Disney wehrt sich gegen Klage von Scarlett Johansson

In der Klage am Gericht in Los Angeles hieß es: „Disney veranlasste Marvel absichtlich ohne Begründung zu einem Vertragsbruch, um zu verhindern, dass Frau Johansson den vollen Nutzen aus ihrem Vertrag mit Marvel ausschöpfen konnte.“

Scarlett Johansson hat gegen den zeitgleichen Start des Films „Black Widow“ im Kino und im Streaming geklagt.

Ein Disney-Sprecher sagte laut Wall Street Journal, die Klage von Johansson habe keine Berechtigung und sei „besonders traurig und beunruhigend in ihrer gefühllosen Missachtung der schrecklichen und anhaltenden globalen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie“. Das Unternehmen sagte, es habe „den Vertrag von Frau Johansson vollständig eingehalten und außerdem hat die Veröffentlichung von ‚Black Widow‘ auf Disney+ mit Premier Access ihre Chancen auf eine zusätzliche Vergütung, zu den 20 Millionen US-Dollar die sie bisher erhalten hat, erheblich verbessert.“

„Black Widow“ spielte im Streaming bisher 60 Millionen Dollar ein

„Es ist kein Geheimnis, dass Disney Filme wie ‚Black Widow‘ direkt auf Disney+ veröffentlicht, um die Zahl der Abonnenten zu erhöhen und damit den Aktienkurs des Unternehmens anzukurbeln“, sagte Johanssons Anwalt John Berlinski der Nachrichtenagentur AFP. Die Pandemie diene lediglich als Vorwand. Es werde noch weitere Klagen geben, „um dem Unternehmen klarzumachen, dass es rechtlich verpflichtet ist, seine Verträge einzuhalten“.

Wie viele Hollywood-Studios setzt auch Disney zunehmend auf Streaming als Einnahmequelle. Die Schließung der Kinos bei Ausbruch der Pandemie im Frühjahr 2020 beschleunigte diesen Trend zusätzlich. Kurz nach dem Filmstart hatte Disney erklärt, dass „Black Widow“ allein auf Disney+, wo der Film für Abonnenten gegen einen Aufpreis von 30 Dollar (in Deutschland für 21,99 Euro) verfügbar ist, „über 60 Millionen Dollar“ eingespielt habe.

Disney-Konkurrent Warner Bros. hatte sich im vergangenen Jahr ebenfalls eine Klagewelle eingehandelt, indem es alle seine Filme aus dem Jahr 2021 gleichzeitig in den Kinos und auf seiner Plattform HBO Max veröffentlichte. Warner verhandelte daraufhin viele seiner Verträge mit Stars und Filmemacher:innen neu und zahlte Berichten zufolge 200 Millionen Dollar, um den Verlust an Einspielergebnissen auszugleichen. (sot mit afp)

Rubriklistenbild: © Walt Disney Studios/imago

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