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Bergman Island
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Chris (Vicky Krieps) und Tony (Tim Roth) suchen auf Fårö neue Inspiration.

Semibiografisch

„Bergman Island“: Ehedrama nach großem Vorbild

Fårö - das war die Insel des großen schwedischen Regisseurs Ingmar Bergman. Auf Fårö spielt auch „Bergman Island“.

Berlin - Mit „Szenen einer Ehe“ schuf der schwedische Regisseur Ingmar Bergman vor fast 50 Jahren einen Klassiker der Filmgeschichte. Auf eindringliche Weise zeigt er darin das schmerzhafte Ende einer Beziehung.

Dieser Film mit Liv Ullmann sowie das gesamte Werk Bergmans inspiriert bis heute andere Künstler - so wie nun die Französin Mia Hansen-Løve.

Ihr Film „Bergman Island“ hat autobiografische Züge: Die Regisseurin ist selbst seit langem mit dem über 25 Jahre älteren Filmemacher Olivier Assayas zusammen und reiste wiederholt nach Fårö. Auf dieser schwedischen Insel lebte und arbeitete bereits Ingmar Bergman. Genau dort spielt nun auch der Film.

Ein ausländisches Paar kommt darin nach Fårö, um in dem Haus zu arbeiten, in dem einst der berühmte Regisseur lebte. Die Frau (Vicky Krieps) und ihr deutlich älterer Mann (Tim Roth) wollen ohne ihr gemeinsames Kind in dieser einmaligen Umgebung in Ruhe an ihren Projekten weiterschreiben. Doch vor allem bei ihr geht es zunächst nicht richtig voran.

Es hat durchaus seinen Reiz, wie Regisseurin Hansen-Løve mit den Parallelen zu Ingmar Bergman spielt. Da liegt Tim Roth etwa einmal so in dem Bett, wie auch schon der Mann in „Szenen einer Ehe“. Das Paar erkundet außerdem die Insel und Bergmans Drehorte, was ebenfalls eine spannende Metaebene ergibt.

Dennoch verliert sich das Werk etwas zu sehr in seiner Idee - gerade als dann noch ein Film im Film (mit Mia Wasikowska) dazukommt. Die erste Geschichte des Paares tritt damit in den Hintergrund, ohne wirklich auserzählt gewesen zu sein. Außerdem bleibt „Bergman Island“ auf diese Weise zu beobachtend und distanziert, ohne die analytische Schärfe des großen Vorbilds.

Bergman Island, Frankreich, Belgien u.a. 2021, 112 Min., FSK o.A., von Mia Hansen-Løve, mit Vicky Krieps, Tim Roth, Mia Wasikowska dpa

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