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„Ballade von der weißen Kuh“ bricht Tabus

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"Ballade von der weißen Kuh"
Alireza Sani Far als Reza in einer Szene des Films „Ballade von der weißen Kuh“. © Armin Jafari/Weltkino Filmverleih/dpa

Der Filmtitel „Ballade von der weißen Kuh“ klingt eher harmlos. Aber dieser Film aus dem Iran ist großes Kino über Schuld und Sühne.

Berlin - Das iranische Kino fällt immer wieder auf. Auch bei den Filmfestspielen in Berlin sind Filmschaffende aus dem Land häufig dabei - oft mit politischen Werken, die nicht gerade unter einfachen Bedingungen entstanden sind. Auch das Drama „Ballade von der weißen Kuh“ lief auf der Berlinale, ein Jahr später kommt der Film nun ins Kino.

Das Drama gehört zu den kontroversesten Filmen, die je im Iran realisiert wurden. Denn „Ballade von der weißen Kuh“ der Regisseure Behtash Sanaeeha und Maryam Moghadam bricht in dem streng islamischen Iran gleich mehrere Tabus.

Der Film setzt sich mit den Folgen der Todesstrafe auseinander. Es geht um ein Fehlurteil der Justiz, die Hinrichtung eines Unschuldigen und eine Liebesbeziehung zwischen Witwe und Todesrichter.

Ein weiterer Tabubruch ist eine Szene, die für westliche Verhältnisse harmlos wirkt, in der islamischen Republik jedoch an Pornografie grenzt. Die Witwe steht vor dem Spiegel und schminkt sich. Dann nimmt sie das im Iran obligatorische Kopftuch ab und geht zu dem Richter ins Schlafzimmer. Es lohnt sich, diesen Filmmoment im Kino zu sehen. dpa

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