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Thema der Sendung bei Anne Will: Hilft oder schadet mehr Druck auf Ungeimpfte?
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Thema der Sendung bei Anne Will: Hilft oder schadet mehr Druck auf Ungeimpfte?

TV-Talk-Kritik

Anne Will (ARD): Lauterbach hält Wagenknecht Vorlesung über Corona-Impfstoffe

  • Daland Segler
    VonDaland Segler
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Bei Anne Will in der ARD geht es um Corona und kein Ende. Dies auch, weil ein Fußballstar die Diskussion um den Umgang mit der Pandemie neu befeuert hat.

Berlin - „Der Anstieg ist aus meiner Sicht besorgniserregend“, sagt die Kanzlerin Angela Merkel. Steigende Inzidenzen, mehr Erkrankte auf den Intensivstationen, höhere Belastung des Pflegepersonals: Die vierte Welle ist da. „Steigende Neuinfektionen, Sorge wegen Impfskepsis – Hilft oder schadet mehr Druck auf Ungeimpfte?“ hieß das Thema bei Anne Will in der ARD.

Zu Wort kam bei Anne Will erstmal und ausführlich eine prominente Ungeimpfte: Sahra Wagenknecht, Ex-Fraktionschefin der Linken und dort inzwischen so etwas wie ein Paradiesvogel ob ihrer oft abweichenden Meinungen. Sie hatte ein anderes Argument als Joshua Kimmich, dessen Begründung, Bedenken vor „Langzeitfolgen“, ja im Lauf der Woche dutzendfach von Experten widerlegt worden war.

Sahra Wagenknecht bei Anne Will (ARD): Skepsis vor „neuen Impfstoffen“

Nein, die Politikerin ist skeptisch gegenüber den „neuartigen Impfstoffen“ und verweist darauf, dass die Hersteller selbst in ihren Verträgen Haftung ausschließen lassen. Aber mit einem bestimmten in China entwickelten „Tot-Impfstoff“ würde sie sich bei einer „seriösen“ Genehmigung hier doch impfen lassen.

Anne Will (ARD): Karl Lauterbach warnt vor „Räuberpistolen“

Stoff genug bei Anne Will also für Widerspruch, und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hielt gleich mal eine kleine Vorlesung über Impfstoff-Varianten, um die Argumente der Kollegin zu entkräften, und warnte vor „Räuberpistolen“. Die Entscheidung für oder gegen eine Impfung mag zwar individuelles Recht sein, die Impfung sei aber auch ein „Akt der Solidarität“.

Anne Will am 30.10.2021 in der ARDDie Gäste der Sendung
Sahra WagenknechtEx-Fraktionschefin der Linken
Karl LauterbachSPD-Gesundheitsexperte
Marco BuschmannParlamentarischer Geschäftsführer der FDP
Christina BrandtWissenschaftsredakteurin Süddeutsche Zeitung

Christina Berndt, Wissenschaftsredakteurin bei der Süddeutschen Zeitung, rückte bei Anne Will in der ARD dann das Bild, das Wagenknecht gezeichnet hatte, etwas gerade. Sie warf der Linken eine „verschobene Risiko-Wahrnehmung“ vor: Auch wenn Geimpfte andere anstecken können, so spielten diese Fälle doch eine viel geringere Rolle und zögen weniger Erkrankungen nach sich – was positive Folgen für die Gesellschaft habe: Wagenknecht hatte zuvor behauptet, wer sich impfen lasse, schütze „in erster Linie“ nur sich selber.

Anne Will (ARD): Sahra Wagenknecht punktet mit Verweis auf das marode Gesundheitssystem

Dagegen bestätigte auch Marco Buschmann, Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP, Impfen schütze das öffentliche Gesundheitssystem – was die Linken-Politikerin nicht gelten ließ angesichts der verringerten Zahlen von Betten. Das Gesundheitssystem sei heruntergewirtschaftet und die Krankenhäuser auf Profit statt auf Patientenversorgung getrimmt worden. Da habe sie, so assistierte Anne Will, einen Punkt gemacht.

Zur Sendung

Anne Will, Das Erste, vom Sonntag, 31. Oktober, 21.45 Uhr. Die Sendung in der Madiathek.

Weshalb Lauterbach lieber nicht darauf eingehen, sondern „in die Zukunft blicken“ wollte: Es brauche entweder das 2G-System oder schnellere Booster-Impfungen, um die Welle einzudämmen. Seine Warnung sah Anne Will im Widerspruch zur Ankündigung der Ampel, dass die „epidemische Lage nationaler Tragweite“ am 25. November beendet werden solle. Schließlich gebe es mehr Neuinfektionen als vor Jahresfrist.

Anne Will (ARD): Die Corona-Pandemie ist noch lange nicht vorbei

Doch Buschmann erklärte den Begriff als juristisches Konstrukt, um dem Parlament zwischenzeitlich entzogene Rechte zurückzugeben. Das Signal allerdings, das von der Ankündigung ausging, kam bei vielen als Behauptung an, die Corona-Pandemie sei demnächst zu Ende. Doch davon sind wir weit entfernt. (Daland Segler)

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