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TV-Talk bei Anne Will im Ersten - Sendung vom 28.11.2021
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TV-Talk bei Anne Will im Ersten - Sendung vom 28.11.2021

TV-Talk im Ersten

Anne Will: Journalistin attackiert Christian Lindner – FDP-Chef weicht aus

  • Daland Segler
    VonDaland Segler
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Bei Anne Will (ARD) geht es um notwendige und nicht ergriffene Maßnahmen gegen die vierte Welle. „Gelingt der Ampel-Start in der Corona-Krise?“

Berlin – Regierungswechsel in der Corona-Pandemie: keine leichte Prozedur. Anne Will (ARD) fragte: „Ohne Schonfrist: Gelingt der Ampel-Start in der Corona-Krise?“ Aber um die Ampel ging es nicht wirklich in dieser Sendung, auch wenn immer mal wieder die Versuche aufblitzten, doch noch mit Schuldzuweisungen zu argumentieren. Im Großen und Ganzen aber waren die Gäste bemüht, die Gemeinsamkeit der Verantwortung zu betonen – der Situation absolut angemessen. „Es ist mittlerweile halb eins“, sagte Jens Spahn (CDU), der befürchtete, die Belastungen im Gesundheitswesen würden sich noch verstärken. Deshalb befürwortete der geschäftsführende Gesundheitsminister sofort Kontaktbeschränkungen.

Anne Will (ARD): Inflationäre allseitige Beschwörung notwendiger Maßnahmen

Jens Spahn stand bei Anne Will (ARD) auch nicht an, seine Fehler einzugestehen. Er hätte bei der Forderung, 2G einzuführen, nachdrücklicher sein müssen, und energischer auf das Boostern dringen sollen. Manuela Schwesig (SPD) verwies darauf, dass in ihrem Bundesland 2G+ gelte, und Christian Lindner (FDP) erzählte von einer Begegnung mit einer Apothekenbesitzerin, die um ihre Existenz bangte. Es müsse konsequenter gehandelt werden, so seine Folgerung: „Jeder der medizinisch verantwortbar eine Spritze halten kann, um eine Impfung zu geben, soll das tun.“

Anne Will (ARD) - Die Gäste der Sendung vom 28.11.2021
Manuela SchwesigMinisterpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern (SPD)
Jens SpahnBundesminister für Gesundheit (CDU)
Annalena BaerbockParteivorsitzende (Bündnis 90 / Die Grünen)
Christian LindnerPartei- und Fraktionsvorsitzender im Bundestag (FDP)
Melanie AmannMitglied der Chefredaktion und Leiterin Hauptstadtbüro „Der Spiegel“

Annalena Baerbock (Grüne) assistierte und dachte zudem an die Kinder, denn deren Impfung müsse vorbereitet werden: „Da muss ein Impfbus vor jeder Schule stehen.“ Und nach einer inflationären allseitigen Beschwörung notwendiger Maßnahmen und den Hinweisen auf die Besetzungen von Krisenstäben beteuerte Spahn noch einmal: „Weder ein Krisenstab noch das Impfen wird diese Welle brechen.“

Anne Will (ARD): Christian Lindner zeigt sich verschnupft

Es war dann an der einzigen Journalistin in der Runde, Wasser in den Wein zu gießen und damit für Aufregung zu sorgen. Es habe auch nie an Krisenstäben und Experten gemangelt, sagte Melanie Amann. Es sei aber nie vorausschauend geplant und oft zu langsam gehandelt worden. Sie verwies darauf, dass die Beendigung der epidemischen Notlage bestimmte Maßnahmen wie den Lockdown auszuschließen: „Das erscheint mir wie Ideologie der FDP“. Wogegen Lindner verschnupft das „Parlamentarisieren“ von Beschlüssen ins Feld führte.

Zur Sendung

Anne Will (ARD) vom Sonntag, 28. November, 21.45 Uhr. Zur Sendung im Netz.

Wenn es erforderlich sei, könne die epidemische Lage aber verlängert werden, das habe die Spitze der Ampel versichert, berichtete Schwesig. Und die Länder könnten – und müssten – ihre Maßnahmen ausschöpfen. „Das Virus verzeiht keine Halbherzigkeit“, wusste Jens Spahn, der die gute Zusammenarbeit mit der kommenden Regierung hervorhob und bescheinigte den Beteiligten: „Das ist wahrscheinlich der anspruchsvollste Regierungsübergang in der Geschichte der Bundesrepublik.“ Da hatte Jens Spahn mal recht. (Daland Segler)

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