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Thema bei „Anne Will“ (ARD): Ein Jahr Corona-Pandemie – Zeit für neue Perspektiven.
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Thema bei „Anne Will“ (ARD): Ein Jahr Corona-Pandemie – Zeit für neue Perspektiven.

TV-Kritik Anne Will

Anne Will (ARD): Peter Altmaier wirkt ahnungslos - Die Moderatorin kann es nicht fassen

  • Bettina Schuler
    vonBettina Schuler
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Bei Anne Will (ARD) geht es mal wieder um das Thema „Corona“. Wer sich neue Perspektiven vom Talk erhofft, wird enttäuscht.

  • Thema bei Anne Will (ARD) „Ein Jahr Corona-Pandemie – Zeit für neue Perspektiven“.
  • In der ARD diskutieren diskutieren Peter Altmaier, Corinna Pietsch, Stephan Weil, Clemens Fuest und Brigitte Meier.
  • Neue Perspektiven in der Pandemie - Das wünscht man sich nicht nur von der Regierung, sondern auch von Talkshows wie der von Anne Will.

Berlin - „Ein Jahr Corona-Pandemie – Zeit für neue Perspektiven“, das ist der Titel der aktuellen Sendung von Anne Will (ARD). Neue Perspektiven würde man sich als Zuschauer:in nicht nur von der Regierung, sondern auch von den Talk-Shows erhoffen. Oder zumindest einen neuen Ansatz bei der Diskussion.

Denn anstatt in der ARD darüber zu sprechen, wie wir durch Lockerungen oder veränderte Hygienemaßnahme so schnell wie möglich zu einem business as usual zurückkehren können, wäre es doch wesentlich spannender, sich Gedanken darüberzumachen, wie wir die Corona-Krise dazu nutzen können, um eine schon lang notwendiges Umdenken und Strukturieren unserer Wirtschaft einzuleiten.

Anne Will (ARD): Sind die Mutanten wirklich so gefährlich?

Denn ohne die Abholzung der Wälder und den Handel mit Wildtieren wäre das Coronavirus wahrscheinlich niemals auf den Menschen übergesprungen. Stattdessen werden bei Anne Will die üblichen Fragen und Themen abgehandelt: Sind die Mutanten nun wirklich so gefährlich, wie wir denken? Sind Schließungen der richtige Weg und die Infektionszahlen möglichst gering zu halten oder müssen wir Schritt für Schritt zum Alltag zurückkehren? Und natürlich die neue Zero-Covid-Initiative, die fordert, dass alle Bereiche der Wirtschaft, auch Fabriken, Büros und Baustellen für eine gewisse Zeit stillgelegt werden, damit die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner auf null geht.

Anne Will (ARD): Altmaier soll die Läden wieder öffnen

Maßnahmen, die die Münchner Unternehmerin Brigitte Meier nicht unterstützt. Sie fordert von dem „Anwalt der Wirtschaft“, Wirtschaftsminister Peter Altmaier, dass die Läden mit bedächtigen Maßnahmen wieder geöffnet werden. „Aber bitte sofort“. Corinna Pietsch, die Leiterin des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum in Leipzig, macht der Unternehmerin bei Anne Will (ARD) keine große Hoffnung. Sie befürchtet, dass wir noch viele Wochen mit den aktuellen Maßnahmen leben müssen.

Der Stufenplan, der zum Beispiel die Öffnung von Theater und Kinos bei einer bestimmten Inzidenz vorsieht, findet weder bei der Virologin noch bei Clemens Fuest, dem Präsidenten des Ifo-Instituts, Anklang. Kein Wunder, ist Fuest doch ein Vertreter der „Zero Covid“ – Strategie. Peter Altmaier indes schlägt bei Anne Will vor, die Geschäfte in den nächsten Monaten schichtweise wieder zu öffnen, damit nicht zu viel Andrang auf einmal in den Einkaufspassagen herrscht.

Anne Will (ARD): Dicke Fehler bei der Bestellung von Impfstoffen

Nächstes Thema ist natürlich das Impfen gegen Corona, der große Hoffnungsträger. Warum liegt bei uns die Impfquote bei 2,2 Prozent indes in Israel bereits die Teenager:innen geimpft werden? Clemens Fuest sagt bei Anne Will ganz klar, bei der Bestellung wären „dicke Fehler“ gemacht worden. Man habe nicht nur zu spät bestellt, sondern auch besonders billig sein wollen. Er plädiert immer wieder dafür, dass zeitlich gestaffelte Prämien an die Firmen gezahlt werden, damit sie von jetzt an zügig liefern.

Die beiden Politiker Altmaier und Weil ziehen sich in der ARD aus der Verantwortung, indem sie sagen, sie wären bei den Verhandlungen nicht dabei gewesen und wüssten nicht, was ausgehandelt worden wäre. Überhaupt wirkt es so, als ob der Wirtschaftsminister herzlich wenig wüsste, außer: „Wir haben einen Virus.“

Hat er das wirklich bei Anne Will (ARD) gesagt? Ja, selbst die Moderatorin kann es nicht fassen, dass die Regierung scheinbar vor dem heutigen Impfgipfel nicht weiß, ob es in Deutschland beziehungsweise Europa noch Pharmaunternehmen gibt, die Kapazitäten für die Herstellung des Impfstoffes haben. Weshalb sie am Ende ironisch verzweifelt alle Pharmaunternehmer, die sich jetzt angesprochen fühlen bittet, sich doch zu melden.

Neue Perspektiven? Fehlanzeige. Weder bei der Regierung noch bei dem Ansatz der Talk-Show. (Bettina Schuler)

Anne Will (ARD) - sonntags im Ersten: Ein Jahr Corona-Pandemie – Zeit für neue Perspektiven. Die Sendung in der Mediathek.

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