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Morty (l.) reist mit seinem Großvater Rick durch verschiedene Universen und sie erleben die verrücktesten Abenteuer.
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Morty (l.) reist mit seinem Großvater Rick durch verschiedene Universen und sie erleben die verrücktesten Abenteuer.

Kultserie auf Netflix

„Rick and Morty“: Absurd und genial – Man sieht es nicht kommen

  • Sonja Thomaser
    VonSonja Thomaser
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„Rick and Morty“ schafft es auch in der vierten Staffel, unvorhersehbar, absurd und genial zu bleiben. Die Serienkolumne „Nächste Folge“.

  • Die vierte Staffel von „Rick and Morty“ ist endlich auf Netflix.
  • Fans mussten mehr als zwei Jahre auf die neue Staffel warten.
  • „Rick and Morty“ bleibt brutal, grotesk aber vor allem klug und unvorhersehbar.

Nur zwei Dinge sind im Leben sicher: Der Tod, und lange auf neue Folgen von „Rick and Morty“ (auf Netflix) warten zu müssen. Es ist der frustrierendste Aspekt daran, ein Fan der Animationsserie zu sein. In den sieben Jahren seit dem Seriendebüt am 2. Dezember 2013 gab es nur 36 Folgen. Diese Woche hat Netflix Deutschland nun endlich auch, völlig überraschend, die zweite Hälfte der vierten Staffel veröffentlicht (wir warten in Deutschland ja immer noch einmal länger als in den USA).

Der Plot von „Rick and Morty“ ist eigentlich ziemlich simpel: Ein 14-jähriger Teenager namens Morty reist mit seinem Großvater Rick, der ein genialer Wissenschaftler ist, durch verschiedene Universen und sie erleben die verrücktesten Abenteuer. Was jetzt ein wenig nach einer familiären, harmonischen Abenteuerserie klingt, ist in Wahrheit eine brutale, groteske und derbe Geschichte, die vor keinem Abgrund zurückschreckt, ein kluger, oft verstörender Eintopf aus verschiedenen Science-Fiction-Themen, der zwischen karikaturistischer Absurdität, tiefer existenzieller Dunkelheit und überraschend humanistischen Momenten des vorstädtischen Familienlebens schwankt.

Teil des Vergnügens von „Rick and Morty“ ist der pechschwarze Humor

Die Serie des US-Senders Adult Swim wurde von „Community“-Showrunner Dan Harmon und dem Animator Justin Roiland entwickelt und ist eine lose Parodie auf den 80er-Jahre-Klassiker „Zurück in die Zukunft“. Die Ähnlichkeit der beiden Hauptfiguren Rick und Morty mit Doc und Marty ist unverkennbar. Ein Teil des Vergnügens von „Rick and Morty“ ist der pechschwarze Humor. In einer Episode zum Beispiel erkunden Mortys Eltern ihr eigenes Leben in alternativen Universen, um herauszufinden, ob sie glücklicher wären, wenn sie ihre Tochter Summer abgetrieben hätten (Spoiler: ja, aber ...). Es sind gerade die menschlichen Beziehungen, die um die Momente des Science-Fiction-Grauens entstehen, die die Serie so besonders machen.

„Rick and Morty“ schafft es dabei immer, lustig, tiefgründig und aufschlussreich zu bleiben. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass die Serienmacher so unglaublich lange brauchen, um neue Folgen nachzuliefern. Durchdachtes braucht Weile.

Wenn man denkt, man hätte den verdrehten Plot einer Folge von „Rick and Morty“ durchschaut und wüsste nun, worauf das alles hinauslaufen wird, nimmt die Geschichte eine völlig andere Abzweigung. Bei keiner Serie wird man öfter sagen: „Das habe ich nicht kommen sehen.“ Und das gilt auch für Menschen, die wirklich viele Serien gesehen haben.

Zur Info

„Rick and Morty“ läuft auf Netflix, bisher vier Staffeln.

Die Kolumne „Nächste Folge“ nimmt Streaming- und TV-Serien in den Blick.

Eigentlich ist bei „Rick and Morty“ die Katastrophe immer programmiert – aber die Art, wie es schiefgeht, ist immer wieder überraschend, witzig und vor allem sinnvoll. Es ist nicht absurd um der Absurdität willen. Dieses Prinzip wurde mit den Handlungen um die sogenannten „Cronenbergs“ oder auch der „Zitadelle der Ricks“ zur Perfektion gebracht.

In der vierten Staffel kehren frühere Charaktere von „Rick and Morty“ wieder

In der vierten Staffel nun erweisen sich frühere Charaktere und Handlungsstränge als relevant. Die neuen Folgen zeigen viele verschiedene Aspekte – einschließlich Anspielungen auf einen geliebten Anime, die unendlichen Universen und einen alten Rick-Plan –, um eine lustige und ergreifende Geschichte zu erzählen.

Ist es möglich, dass die Folgen so gut geworden wären, wenn Harmon und Roiland „nur“ neun oder zwölf Monate dafür gebraucht hätten? Vielleicht, aber wir können, anders als Rick und Morty, nur in diesem Universum leben. Und hier hat es zwei Jahre gedauert, bis es so großartig wurde. All diese Zeit und Sorgfalt könnten genau der Grund sein, warum die Serie so gut bleibt.

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